Das Passahfest gehört zu den jüdischen Festen, die sich in Christus erfüllt haben. Es geht auf die letzte, entscheidende Nacht vor dem Auszug der Israeliten aus Ägypten zurück und wird von Christen wie von Juden bis heute gefeiert. Die Juden gedenken dabei des Auszugs aus Ägypten und des starken Armes Gottes zu ihrer Rettung in dieser entscheidenden Nacht. Die Christen gedenken ebenfalls des starken Armes Gottes zu ihrer Rettung, aber das Gedenken an den Tod Jesu mündet in den Siegesruf: „Der HERR ist auferstanden, ER ist wahrhaftig auferstanden - Halleluja“
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Gott setzt die Ordnung des Passahfestes als ein Gedächtnismahl:
2.Mose 12,1-20 ⇩ *: Und der HERR redete mit Mose und Aaron im Ägyptenland und sprach: Dieser Monat soll euch der erste Monat sein, und von ihm sollt ihr die Monate des Jahres anheben. Saget der ganzen Gemeinde Israel und sprechet: Am zehnten Tage dieses Monats verschaffe sich jeder Hausvater ein Lamm, ein Lamm für jede Haushaltung; wenn aber die Haushaltung zu klein ist für ein Lamm, so nehme er es gemeinsam mit seinem Nachbar, welcher zunächst bei seinem Hause wohnt; dabei sollen sie für das Lamm die Zahl der Seelen berechnen, je nachdem ein jeder zu essen vermag. Dieses Lamm aber soll vollkommen sein, ein Männlein und einjährig. Von den Lämmern und Ziegen sollt ihr es nehmen, und sollt es behalten bis auf den vierzehnten Tag dieses Monats. Und die ganze Versammlung der Gemeinde Israel soll es zwischen den Abendstunden schächten. Und sie sollen von dem Blut nehmen und beide Türpfosten und die Oberschwellen der Häuser, darin sie essen, damit bestreichen. Und sollen also in derselben Nacht das Fleisch essen, am Feuer gebraten, mit ungesäuertem Brot; mit bitteren Kräutern sollen sie es essen. Ihr sollt nichts davon roh essen, auch nicht im Wasser gesotten, sondern nur am Feuer gebraten, sein Haupt samt seinen Schenkeln und den innern Teilen; und sollt nichts davon übriglassen bis zum andern Morgen. Wenn aber etwas übrigbleibt bis zum Morgen, sollt ihr es mit Feuer verbrennen. Also sollt ihr es aber essen: Um eure Lenden gegürtet, eure Schuhe an euren Füßen und eure Stäbe in euren Händen, und in Eile sollt ihr es essen; es ist des HERRN Passah. Denn ich will in derselben Nacht durch Ägypten gehen und alle Erstgeburt in Ägypten schlagen, vom Menschen an bis auf das Vieh, und will an allen Göttern der Ägypter Gerichte üben, ich, der HERR. Und das Blut soll euch zum Zeichen dienen an euren Häusern, darin ihr seid, daß, wenn ich das Blut sehe, ich an euch vorübergehe und euch die Plage nicht widerfahre, die euch verderbe, wenn ich die Ägypter schlagen werde. Und dieser Tag soll euch zum Gedächtnis sein, und ihr sollt ihn feiern als ein Fest des HERRN in allen euren Geschlechtern; als ewige Ordnung sollt ihr ihn feiern. Sieben Tage lang sollt ihr ungesäuertes Brot essen, darum sollt ihr am ersten Tag den Sauerteig aus euren Häusern entfernen. Denn wer gesäuertes Brot ißt vom ersten Tage an bis auf den siebenten Tag, dessen Seele soll ausgerottet werden aus Israel! Ihr sollt aber am ersten Tage eine heilige Versammlung halten, desgleichen am siebenten Tage eine heilige Versammlung. Keine Arbeit sollt ihr tun; außer was zur Speise nötig ist für alle Seelen, das allein darf von euch besorgt werden. Und beobachtet die Tage der ungesäuerten Brote! Denn eben an demselben Tage habe ich euer Heer aus Ägypten geführt; darum sollt ihr diesen Tag als ewige Ordnung beobachten in allen euren Geschlechtern. Am vierzehnten Tage des ersten Monats, am Abend, sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis an den einundzwanzigsten Tag des Monats, am Abend, daß man sieben Tage lang keinen Sauerteig in euren Häusern finde. Denn wer gesäuertes Brot ißt, dessen Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israel, er sei ein Fremdling oder Einheimischer im Lande. So esset kein gesäuertes, sondern ungesäuertes Brot in allen euren Wohnungen!
2.Mose 12,21-27 *: Und Mose berief alle Ältesten in Israel und sprach zu ihnen: Machet euch auf und nehmet euch Lämmer für eure Familien und schächtet das Passah! Und nehmet einen Büschel Ysop und tauchet ihn in das Blut im Becken und bestreicht mit diesem Blut im Becken die Oberschwelle und die zwei Türpfosten; und kein Mensch von euch gehe zu seiner Haustüre hinaus bis an den Morgen! Denn der HERR wird umhergehen und die Ägypter schlagen. Und wenn er das Blut an der Oberschwelle und an den beiden Pfosten sehen wird, so wird er, der HERR, an der Tür vorübergehen und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen, zu schlagen. Und ihr sollt diese Verordnung beobachten als eine Satzung, welche dir und deinen Kindern auf ewig gilt! Und wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, wie er geredet hat, so haltet diesen Dienst. Und wenn eure Kinder zu euch sagen werden: Was habt ihr da für einen Dienst? So sollt ihr sagen: Es ist das Passah-Opfer des HERRN, der an den Häusern der Kinder Israel vorüberschritt in Ägypten, als er die Ägypter schlug und unsere Häuser errettete.
2.Mose 12,28 *: Da neigte sich das Volk und betete an. Und die Kinder Israel gingen hin und taten solches; wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte, also taten sie.
2.Mose 12,29 *: Und es begab sich zu Mitternacht, da schlug der HERR alle Erstgeburt in Ägypten, von dem ersten Sohne des Pharao, der auf dem Throne saß, bis auf den ersten Sohn der Gefangenen, die in dem Gefängnisse waren, auch alle Erstgeburt des Viehes.
2.Mose 12,30-32 *: Da stand der Pharao auf in derselben Nacht, er und alle seine Knechte und alle Ägypter; und es war ein großes Geschrei in Ägypten, denn es gab kein Haus, darin nicht ein Toter war. Und er berief Mose und Aaron in der Nacht und sprach: Machet euch auf und ziehet aus von meinem Volke, ihr und die Kinder Israel, und gehet hin, dienet dem HERRN, wie ihr gesagt habt! Nehmet auch eure Schafe und eure Rinder mit euch, wie ihr gesagt habt, und gehet hin und segnet mich auch!
2.Mose 12,33-36 *: Und die Ägypter drangen sehr in das Volk, daß sie dasselbe eilends aus dem Lande trieben; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes! Und das Volk trug seinen Teig, ehe er gesäuert war, nämlich ihre Backtröge in ihre Kleider gebunden, auf ihren Achseln. Und die Kinder Israel taten, wie Mose sagte, und forderten von den Ägyptern silberne und goldene Geschirre und Kleider. Dazu gab der HERR dem Volke bei den Ägyptern Gunst, daß sie ihrem Begehren willfahrten; und sie beraubten Ägypten.
2.Mose 12,41-42 *: Als nun die vierhundertunddreißig Jahre verflossen waren, an eben diesem Tag ging das ganze Heer des HERRN aus Ägypten. Darum wird diese Nacht dem HERRN gefeiert, weil er sie aus Ägypten geführt hat. Diese Nacht sollen alle Kinder Israel dem HERRN feiern, auch ihre künftigen Geschlechter.
2.Mose 12,43-49 *: Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Ordnung des Passah: Kein Fremder soll davon essen. Wer aber ein um Geld erkaufter Knecht ist, den beschneide man; alsdann esse er davon. Ein Beisasse und Taglöhner soll nicht davon essen. In einem Hause soll man es essen. Ihr sollt vom Fleisch nichts vor das Haus hinaustragen, und kein Knochen werde ihm zerbrochen. Die ganze Gemeinde Israel soll es feiern. Wo sich aber ein Fremdling bei dir aufhält und dem HERRN das Passah halten will, der beschneide alles, was männlich ist; und dann erst mache er sich herzu, daß er es feiere und sei wie ein Einheimischer des Landes; denn kein Unbeschnittener soll davon essen. Einerlei Gesetz soll dem Einheimischen und dem Fremdling gelten, der unter euch wohnt.
2.Mose 12,50 *: Und alle Kinder Israel taten solches; wie der HERR dem Mose und Aaron geboten hatte, also taten sie;
2.Mose 12,51 *: aber der HERR führte an eben diesem Tag die Kinder Israel nach ihren Heerscharen aus Ägypten.
Gott bekräftigt die Ordnung des Passahfestes
2.Mose 34,25 *: Du sollst das Blut meines Opfers nicht neben dem Sauerteig opfern. Und das Opfer des Passahfestes soll nicht über Nacht bis zum Morgen bleiben.
Mose begegnet Gott am Sinai. Er darf zwar Gottes Angesicht nicht sehen, darf aber dem vorübergehenden Gott hinterherschauen. Danach empfängt er erneut die steinernen Tafeln mit den Zehn Geboten. Gott schließt einen Bund mit Israel und gibt dem Volk Verheißungen. Er bekräftigt, dass Israel nur einen Gott anbeten soll, Gott wacht eifersüchtig über seiner Ehre. Er nimmt sich die Erstgeburt zum Eigentum. Er ordnet das Fest der ungesäuerten Brote, die Heiligung des siebten Tages der Woche und das Passahfest. Dies zeigt die Bedeutung des Passahfestes, es gehört zum Kernbestand des mosaischen Gesetzes und geht auf Gottes Weisung zurück.
3.Mose 23,5 ⇩ *: Am vierzehnten Tag des ersten Monats, gegen Abend, ist das Passah des HERRN.
Im 3.Buch Moses wird berichtet, dass Gott einen Festkalender für das Volk Israel bestimmt. Auch hier geht es zunächst um die Heiligung des siebten Tages der Woche, der hier als Sabbat bezeichnet wird. Dann beginnt die Liste der „Feste des HERRN, der heiligen Versammlungen“. Sie beginnt mit dem Passahfest, das am vierzehnten Tag des ersten Monats gegen Abend begangen werden soll. Am nächsten Tag folgt das Fest der ungesäuerten Brote des HERRN, das eine ganze Woche dauert. Das Volk wird aufgefordert, die Erstlingsgarbe der Ernte dem Priester zu bringen. Fünfzig Tage später soll erneut eine Gabe vor dem HERRN dargebracht werden, zwei Webebrote. Gott ermahnt das Volk, die Felder nicht vollständig abzuernten: „So sollst du dein Feld nicht bis an den Rand abernten und nicht selbst Nachlese halten, sondern es dem Armen und Fremdling überlassen. Ich, der HERR, bin euer Gott.“ Am ersten Tag des siebten Monats soll ein Festtag gehalten werden, „ein Gedächtnistag unter Posaunenklang (Neujahrsfest), eine heilige Versammlung.“ Am zehnten Tag desselben Monats „ist der Versöhnungstag, da sollt ihr eine heilige Versammlung halten und eure Seelen demütigen und dem HERRN Feueropfer darbringen.“ Am fünfzehnten Tag desselben Monats „soll dem HERRN das Laubhüttenfest gefeiert werden, sieben Tage lang.“ Das Passahfest eröffnet also den jüdischen Festkalender.
4.Mose 9,1-14 ⇩ *: Und der HERR redete zu Mose in der Wüste Sinai im zweiten Jahr, nachdem sie aus Ägypten gezogen waren, im ersten Monat, und sprach: Laß die Kinder Israel das Passah zur bestimmten Zeit halten! Am vierzehnten Tage dieses Monats, gegen Abend, sollt ihr es halten, zur bestimmten Zeit; nach allen seinen Satzungen und Rechten haltet es. Und Mose redete mit den Kindern Israel, daß sie das Passah hielten. Und sie hielten das Passah am vierzehnten Tage des ersten Monats, gegen Abend, in der Wüste Sinai. Ganz wie der HERR Mose geboten hatte, so taten die Kinder Israel. Da waren etliche Männer unrein von einem entseelten Menschen, so daß sie das Passah an demselben Tage nicht halten konnten; sie traten vor Mose und Aaron an demselben Tag und sprachen: Wir sind unrein von einem entseelten Menschen. Warum sollen wir zu kurz kommen, daß wir des HERRN Opfergabe nicht herzubringen dürfen unter den Kindern Israel zur bestimmten Zeit? Mose sprach zu ihnen: Wartet, bis ich vernehme, was euch der HERR gebietet! Und der HERR redete zu Mose und sprach: Sage den Kindern Israel und sprich: Wenn jemand von euch oder von euren Nachkommen durch einen Entseelten unrein wird oder fern auf der Reise ist, so soll er gleichwohl dem HERRN das Passah halten. Im zweiten Monat, am vierzehnten Tage, gegen Abend, sollen sie es halten und sollen es mit ungesäuertem Brot und bittern Kräutern essen, und sollen nichts davon übriglassen bis zum Morgen, auch kein Bein daran zerbrechen; nach der ganzen Passahordnung sollen sie es halten. Wer aber rein und nicht auf der Reise ist, und läßt es anstehen, das Passah zu halten, eine solche Seele soll ausgerottet werden, weil sie des HERRN Opfergabe nicht zur bestimmten Zeit dargebracht hat; sie soll ihre Sünde tragen! Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt und dem HERRN das Passah halten will, so soll er es nach der Satzung und dem Rechte des Passah halten. Einerlei Satzung soll für euch gelten, für den Fremdling wie für die Landeskinder.
Interessant ist hier, dass die Reinheitsgebote für das Passahfest eingeschränkt werden. Alle sollen am Passahmahl teilnehmen können. Auch die Fremdlinge sind zum Passahfest eingeladen.
4.Mose 28,16 ⇩ *: Aber am vierzehnten Tage des ersten Monats ist das Passah des HERRN;
4.Mose 33,3 *: Sie brachen auf von Raemses im ersten Monat, am fünfzehnten Tage des ersten Monats; am Tage nach dem Passah zogen die Kinder Israel aus durch höhere Hand, vor den Augen aller Ägypter,
5.Mose 16,1-7 ⇩ *: Beobachte den Monat Abib, daß du dem HERRN, deinem Gott, das Passah feierst; denn im Monat Abib hat dich der HERR, dein Gott, bei Nacht aus Ägypten geführt. Und du sollst dem HERRN, deinem Gott, als Passah Rinder und Schafe opfern an dem Ort, den der HERR erwählen wird, daß sein Name daselbst wohne. Du sollst kein gesäuertes Brot an diesem Feste essen. Du sollst sieben Tage lang ungesäuertes Brot des Elends essen, denn du bist in eiliger Flucht aus Ägyptenland gezogen; darum sollst du dein Leben lang an den Tag deines Auszugs aus Ägyptenland denken! Und es soll sieben Tage lang kein Sauerteig in allen deinen Landmarken gesehen werden, und soll auch nichts von dem Fleische, das am Abend des ersten Tages geschlachtet worden ist, über Nacht bleiben bis zum Morgen. Du darfst das Passah nicht schlachten in irgend einem deiner Tore, die der HERR, dein Gott, dir gegeben hat; sondern an dem Ort, den der HERR, dein Gott, erwählen wird, daß sein Name daselbst wohne, daselbst sollst du das Passah schlachten am Abend, wenn die Sonne untergeht, zu eben der Zeit, als du aus Ägypten zogest. Und du sollst es braten und an dem Ort essen, den der HERR, dein Gott, erwählt hat, und sollst am Morgen umkehren und wieder zu deiner Hütte gehen.
Die Vorschriften für das Passahfest gehen auf Gott selber zurück. Er ist es, den Mose anweist und er ist es auch, den Mose im Zweifel fragt. Daher entziehen sich diese Passagen quellenkritischen Überlegungen, denn wenn wir sie anstellen, dann entziehen wir zumindest den fünf Büchern Mose die Qualität, durch den Heiligen Geist gewirktes Wort Gottes zu sein. Trotzdem ist es interessant, die Unterschiede einmal zu beleuchten, weil sie ja auch spiegeln, wie die Menschen zum Passah standen. Welche Bestimmungen mussten wiederholt werden, weil sie in Vergessenheit zu geraten drohten. Welche neuen Fragestellungen traten auf, etwa auch deshalb, weil irgendwann durch prophetisches Wort der Eindruck entstanden ist, dass es im gelobten Land einmal ein Zentralheiligtum geben wird, ein Ort, „den der HERR, dein Gott, erwählen wird, daß sein Name daselbst wohne.“
Wenn man aus solchen Formulierungen schließt, dass der Text später aus politischen Gründen eingefügt worden ist, dann unterstellt man, dass solche prophetischen Offenbarungen nicht möglich sind. Das kann man tun, man verlässt damit aber den Boden des geoffenbarten Wortes Gottes. Für mich sind solche Worte ein Einblick in die Natur des Mose. Er kümmerte sich um alles, wie es ja schon aus seiner Begegnung mit seinem Schwiegervater Jethro deutlich wird. So hat er Gott offensichtlich auch danach befragt, was dann aus dem Passahfest wird. Und Gott hat ihm offenbart, was wir in 5.Mose 16,5 * lesen. Wer anders vorgeht, soll das gerne tun, muss aber wissen, dass er dann eine Bibelausgabe herausgeben muss, in der alle Worte, die er für Gottes Wort hält, rot gekennzeichnet sind, damit die Menschen erkennen, was man denn nach der Meinung dieses Auslegers glauben darf und was unglaubwürdig ist.
Für mich ist die ganze Bibel Gottes Wort. Manches fordert meinen Glauben mehr heraus, manches fällt mir leicht zu glauben, manches verstehe ich nicht. Aber Gott ist größer und wird mir in der Ewigkeit offenbaren, was ich heute nicht verstehe. Dieses Wissen: «Gott ist größer!» ist ein elementarer Bestandteil meines Glaubens und hilft mir, Dinge, die ich nicht verstehe, hintan zu stellen und mich auf die Dinge zu konzentrieren, in denen die Liebe Gottes zu mir offenkundig wird: In dem für meine Schuld und meine Unvollkommenheit gekreuzigten Gottessohn. Und es ist das Gebet zu diesem Jesus und das Reden des Heiligen Geistes in meinem Leben, das es mich zu dem Bekenntnis führt: „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja!“ Dieses Erleben des gekreuzigten und auferstandenen Christus Jesus hat mich immer tiefer in den Glauben geführt. Sollte einem Gott, der einen Menschen, der drei Tage tot war, wieder zum Leben erweckt, irgend etwas unmöglich sein? «Gott ist größer!»
Diese Vorbemerkung war mir wichtig für die Deutung der nun folgenden Liste. Denn es ist schon wichtig, dass wir bei den Bibeltexten genau hinschauen und nicht etwa Teile durch Nichtbeachtung ausschließen, vielleicht, weil unser Glaube zu schwach ist, damit umzugehen. Das Gebet: „Herr, dass ist aber eigenartig, das verstehe ich nicht!“ ist ein völlig legitimes Gebet. Manche Offenbarung ist erfolgt, weil Menschen sich mit diesem Gebet an den Vater im Himmel gewandt haben.
| Ordnung | 2.M 12 | 2.M 34,5 | 3.M 23,5 | 4.M 9,1-14 | 4.M 28,16 | 4.M 33,3 | 5.M 16,1-7 |
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Auswahl des Passahlammes 10.Agib (1.Monat des Jahres) |
ja | ||||||
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Auswahlkriterium ohne Fehler, männlich, einjährig |
ja | ||||||
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Zubereitung durch Braten, nicht Kochen |
ja | (ja) -1- |
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Umgang mit den Resten Noch am Abend verbrennen |
ja | ja | ja | ||||
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Schlachten und Essen des Passahlammes am 14.Agib |
ja | ja | ja | ja | (ja)-2- | ||
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Auszug aus Ägypten 15.Agib |
ja | ||||||
| Art des Opfers |
Lamm -3- |
Schaf, Rind |
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| Ort des Opfers |
Zuhause -4- |
Tempel -5- |
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| Zutaten zum Opferfleisch |
Ungesäuertes Brot Bittere Kräuter |
Kein Sauerteig | |||||
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Umfang des Verzehrs Kopf, Unterschenkel, Eingeweide |
ja | ||||||
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Kleidung Lenden gegürtet, Schuhe, Stab, Eile |
ja | ||||||
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Verhalten am nächsten Morgen Rückkehr nach Hause |
ja | ||||||
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Erstlinge für den Herrn |
ja | ||||||
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Dreimal im Jahr vor den Herrn |
ja | ||||||
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Kein Bein daran zerbrechen Hinweis auf Jesus, das Lamm Gottes |
ja | ja | |||||
| Weitere Bestimmungen |
ja -6- |
ja -7- |
-1- Man beachte, dass hier die Übersetzung nicht eindeutig ist. Schlachter und die Elberfelder übersetzen «braten», Luther und Menge übersetzen «kochen». Da 5.Mose 16,1-7 ⇩ ⇧ * nur die positive Aussage macht und nicht, wie in 2.Mose 12,1-11 ⇩ ⇧ * auch ein Verbot der Alternative (des Kochens) hinzufügt, bleibt offen, ob hier das Gebot zu braten aufgehoben wird oder nicht.
-2- 5.Mose 16,1-7 ⇩ ⇧ * spricht nur vom Monat Agib und nennt kein Datum.
-3- „Dieses Lamm aber soll vollkommen sein, ein Männlein und einjährig. Von den Lämmern und Ziegen sollt ihr es nehmen, und sollt es behalten bis auf den vierzehnten Tag dieses Monats. Und die ganze Versammlung der Gemeinde Israel soll es zwischen den Abendstunden schächten.“
-4- Zu Hause im Kreis der Familie und, falls die Familie zu klein ist, mit Freunden
-5- „Du darfst das Passah nicht schlachten in irgend einem deiner Tore, die der HERR, dein Gott, dir gegeben hat; sondern an dem Ort, den der HERR, dein Gott, erwählen wird, daß sein Name daselbst wohne, daselbst sollst du das Passah schlachten am Abend, wenn die Sonne untergeht, zu eben der Zeit, als du aus Ägypten zogest.“
-6- „Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Ordnung des Passah: Kein Fremder soll davon essen. Wer aber ein um Geld erkaufter Knecht ist, den beschneide man; alsdann esse er davon. Ein Beisasse und Taglöhner soll nicht davon essen. In einem Hause soll man es essen. Ihr sollt vom Fleisch nichts vor das Haus hinaustragen, und kein Knochen werde ihm zerbrochen. Die ganze Gemeinde Israel soll es feiern. Wo sich aber ein Fremdling bei dir aufhält und dem HERRN das Passah halten will, der beschneide alles, was männlich ist; und dann erst mache er sich herzu, daß er es feiere und sei wie ein Einheimischer des Landes; denn kein Unbeschnittener soll davon essen. Einerlei Gesetz soll dem Einheimischen und dem Fremdling gelten, der unter euch wohnt.“
-7- „Sage den Kindern Israel und sprich: Wenn jemand von euch oder von euren Nachkommen durch einen Entseelten unrein wird oder fern auf der Reise ist, so soll er gleichwohl dem HERRN das Passah halten. Im zweiten Monat, am vierzehnten Tage, gegen Abend, sollen sie es halten und sollen es mit ungesäuertem Brot und bittern Kräutern essen, und sollen nichts davon übriglassen bis zum Morgen, auch kein Bein daran zerbrechen; nach der ganzen Passahordnung sollen sie es halten. Wer aber rein und nicht auf der Reise ist, und läßt es anstehen, das Passah zu halten, eine solche Seele soll ausgerottet werden, weil sie des HERRN Opfergabe nicht zur bestimmten Zeit dargebracht hat; sie soll ihre Sünde tragen! Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt und dem HERRN das Passah halten will, so soll er es nach der Satzung und dem Rechte des Passah halten. Einerlei Satzung soll für euch gelten, für den Fremdling wie für die Landeskinder.“
Grundsätzlich wird das Passahfest vor dem Auszug aus Ägypten und auch für die Vorbereitung zum Auszug in 2.Mose 12,1-11 ⇩ ⇧ * festgelegt. Es geht auf Gott selbst zurück, denn die Festlegung der Ordnung des Passahfestes wird eingeleitet mit den Worten: Und der HERR redete mit Mose und Aaron im Ägyptenland und sprach: (2.Mose 12,1 ⇩ ⇧ *) Diese Ordnung aus 2.Mose 12,1-11 ⇩ ⇧ * bleibt auch im Wesentlichen bestehen und wird teilweise unterstrichen, indem sie bei späteren Reden des Mose über das Passahfest wiederholt wird. Viele Punkte werden nicht wiederholt, wohl weil sie als Kernbestand des Passahfestes gesehen werden und bis heute eingehalten werden. Es gibt aber Ergänzungen, die die bestehende Ordnung abändern.
Die Festlegung des Datums für das Schlachten und Essen des Passahlammes auf den 14.Agib erfolgt 2.Mose 12,1-11 ⇩ ⇧ * durch Gott selbst. Sie wird 3.Mose 23,5 ⇧ * und 4.Mose 9,1-14 ⇩ ⇧ * und 4.Mose 28,16 ⇧ * wiederholt. In 5.Mose 16,1-7 ⇩ ⇧ * wird nur vom Monat Agib gesprochen, der 14. wird nicht ausdrücklich genannt. Die gleiche Beobachtung kann man auch für die Art des Opfers machen. War bei der Einsetzung des Passahfestes noch klar, dass ein einjähriges, männliches Lamm ohne Fehler als Passahlamm ausgewählt werden sollte, erlaubt 5.Mose 16,1-7 ⇧ * Schaf oder Rind. Soll man hier von Altersmilde sprechen, dass Mose die strikte Bindung an das Lamm in seinen Abschiedsreden aufhebt? Es passt nicht zu Mose, dass er das aus eigenem Antrieb gemacht haben sollte. Als Menschen zu ihm kommen, die unrein sind und fragen, ob es auch für sie einen Weg gibt, Passah zu feiern, da befragt er den Herrn und gibt erst eine Antwort, als der Herr zu ihm geredet hat. Wir müssen wohl zwischen dem Passahfest in Ägypten, das eine einmalige Vorbereitung auf den Auszug aus Ägypten war, und den vielen Passahfesten danach unterscheiden, die ein Gedächtnismahl war an die große Tat Gottes, die Israel die Freiheit wiedergegeben hat. Hier hat Gott offenbar Zugeständnisse gemacht.
Die Ordnung des Passahfestes, die Gott in 2.Mose 12 ⇩ ⇧ * festlegt, sieht ganz klar vor, dass kein Unbeschnittener am Passah teinehmen darf. Dies wird 4.Mose 9,1-14 ⇩ ⇧ * nicht wiederholt, aber 4.Mose 9,1-14 ⇩ ⇧ * stellt fest, dass sich alle nach der Satzung und dem Recht des Passah zu richten haben. Daher kann man annehmen, dass das Gebot der Beschneidung für Teilnehmer am Passahfest wohl bestehen bleibt. Die Aussage aus 2.Mose 12,43 ⇩ ⇧ *: Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Ordnung des Passah: Kein Fremder soll davon essen. passt dann mit 4.Mose 9,14 ⇩ ⇧ *: Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt und dem HERRN das Passah halten will, so soll er es nach der Satzung und dem Rechte des Passah halten. Einerlei Satzung soll für euch gelten, für den Fremdling wie für die Landeskinder. zusammen. Wenn der Fremdling beschnitten ist, darf er teilnehmen, aber dieser Satzung des Passah, die die Beschneidung fordert, hat er sich zu unterwerfen.
Interessant ist auch, dass schon bei der Einsetzung des Passahfestes festgestellt wird: 2.Mose 12,49 ⇧ * Dies wird später wiederholt: 4.Mose 9,14 ⇧ * Einerlei Recht für Einheimische wie für Fremde ist eine sehr modern anmutende Forderung, die bis heute nicht wirklich durchgesetzt ist.
Insgesamt kann man feststellen, dass all die verschiedenen Erwähnungen des Passah gut zusammenpassen. Eine Unterstellung, dass einige der Texte erst Jahrhunderte später geschrieben sind, ist nicht zwingend erforderlich, solange man glaubt, dass in diesen Texten tatsächlich der lebendige Gott redet, der weiß, was die Zukunft bringen wird, und der es seinen Knechten, hier dem Mose, nach Bedarf offenbart. Erst wenn man diesen Glauben aufgibt, ist man gezwungen, Konstrukte zu bemühen und literarkritische Verrenkungen zu machen. Die Bibel ist ein kraftvoller Erweis der großen Taten des lebendigen Gottes. Dem Ungläubigen aber liefert sie kein Mäntelchen für seinen Unglauben. Er muss sie künstlich dazu machen. Das geschieht zwar, muss aber den Gläubigen nicht beirren.
Wir haben keinen vollständigen Überblick, wie Israel mit dem Passahfest nach Mose umging. Es wird bei Josua, dem Nachfolger Moses, einige Male erwähnt. Danach wird es erst wieder bei König Hiskia und bei König Josia erwähnt. Nach der babylonischen Gefangenschaft feiert Esra das Passahfest:
Das Passahfest des wandernden Volkes in Kanaan
Josua 5,7-12 *: Derselben Kinder nun, die der HERR an ihrer Statt erweckt hatte, beschnitt Josua; denn sie waren unbeschnitten, weil man sie auf dem Wege nicht beschnitten hatte. Als nun das ganze Volk beschnitten war, blieben sie an ihrem Ort im Lager, bis sie heil wurden. Und der HERR sprach zu Josua: Heute habe ich die Schande Ägyptens von euch abgewälzt. Darum wurde jener Ort Gilgal genannt bis auf diesen Tag. Während nun die Kinder Israel sich in Gilgal lagerten, hielten sie das Passah am vierzehnten Tage des Monats am Abend auf der Ebene von Jericho. Und sie aßen von den Früchten des Landes am Tage nach dem Passah, nämlich ungesäuertes Brot und geröstetes Korn, an eben diesem Tage. Und das Manna hörte auf am folgenden Tage, da sie von der Frucht des Landes aßen; und es gab für die Kinder Israel kein Manna mehr, sondern in jenem Jahre aßen sie von den Früchten des Landes Kanaan.
Israel hatte während der Wüstenwanderung die Beschneidung aufgegeben und demzufolge wohl auch kein Passah gefeiert. Auf göttlichen Befehl wird das Volk, das den Jordan überschritten hat, nun beschnitten und feiert das Passahfest im Schatten von Jericho. Die Normalität des sesshaften Volkes beginnt. Das Manna der Wüste bleibt aus. Die Person des Mose gerät dadurch in ein ganz anderes Licht. Er hat zugelassen, dass das Volk die Beschneidung nicht durchführt. Er hat also Gebote Gottes, die er in persönlicher Gotteserfahrung empfangen hat, nicht befolgt. Das erinnert an Moses ersten, erfolglosen Auftritt vor dem Pharao, wo er zwar diplomatisch geschickt, aber ohne Gottes Anweisungen zu beachten, sein Anliegen vorgetragen hat (2.Mose 5,1-5 *).
Heiligung des Volkes und erneute Feier des Passahfestes unter Hiskia
2.Chronika 30,1-18 *: Und Hiskia sandte Boten an ganz Israel und Juda und schrieb auch Briefe an Ephraim und Manasse, daß sie zum Hause des HERRN nach Jerusalem kommen sollten, um dem HERRN, dem Gott Israels, Passah zu feiern. Denn der König beschloß mit seinen Obersten und der ganzen Gemeinde zu Jerusalem, das Passah im zweiten Monat zu feiern; denn sie konnten es nicht zur bestimmten Zeit feiern, weil sich die Priester nicht in genügender Zahl geheiligt hatten und das Volk noch nicht in Jerusalem versammelt war. Und der Beschluß gefiel dem König und der ganzen Gemeinde wohl. Und sie verfaßten einen Aufruf, der in ganz Israel, von Beerseba bis Dan, verkündigt werden sollte, daß sie kämen, um dem HERRN, dem Gott Israels, zu Jerusalem Passah zu halten; denn sie hatten es nicht in Menge gefeiert, wie es vorgeschrieben ist. Und die Läufer gingen mit den Briefen von der Hand des Königs und seiner Obersten durch ganz Israel und Juda und sprachen nach dem Befehl des Königs: Ihr Kinder Israel, kehret zurück zum HERRN, dem Gott Abrahams, Isaaks und Israels, so wird er sich zu den Entronnenen kehren, die euch aus der Hand der assyrischen Könige noch übriggeblieben sind, und seid nicht wie eure Väter und eure Brüder, die sich an dem HERRN, dem Gott ihrer Väter, versündigt haben, daß er sie der Verwüstung preisgab, wie ihr sehet! So seid nun nicht halsstarrig wie eure Väter, sondern reichet dem HERRN die Hand und kommt zu seinem Heiligtum, welches er auf ewig geheiligt hat, und dienet dem HERRN, eurem Gott, so wird sich die Glut seines Zorns von euch wenden. Denn wenn ihr zum HERRN zurückkehret, so werden eure Brüder und eure Söhne Barmherzigkeit finden vor denen, die sie gefangen halten, daß sie wieder in dieses Land zurückkehren. Denn der HERR, euer Gott, ist gnädig und barmherzig, und er wird das Angesicht nicht von euch wenden, wenn ihr euch zu ihm kehret! Und die Läufer gingen von einer Stadt zur andern im Lande Ephraim und Manasse und bis nach Sebulon; aber jene verlachten sie und spotteten ihrer. Doch etliche von Asser und Manasse und Sebulon demütigten sich und kamen nach Jerusalem. Auch in Juda wirkte die Hand Gottes, daß er ihnen ein einmütiges Herz gab, des Königs und der Obersten Gebot zu erfüllen nach dem Wort des HERRN. So versammelte sich denn zu Jerusalem eine große Volksmenge, um das Fest der ungesäuerten Brote zu feiern im zweiten Monat, eine sehr große Gemeinde. Und sie machten sich auf und schafften die Altäre weg, die zu Jerusalem waren, auch alle Räucheraltäre beseitigten sie und warfen sie in den Bach Kidron. Dann schächteten sie das Passah am vierzehnten Tag des zweiten Monats. Und die Priester und Leviten schämten sich und heiligten sich und brachten Brandopfer zum Hause des HERRN; und sie standen auf ihren Posten, wie es sich gebührt, nach dem Gesetze Moses, des Mannes Gottes. Und die Priester sprengten das Blut, das sie empfingen , aus der Hand der Leviten. Denn es waren viele in der Gemeinde, die sich nicht geheiligt hatten; darum schächteten die Leviten die Passahlämmer für alle, die nicht rein waren, um sie dem HERRN zu heiligen. Auch waren viele vom Volk, von Ephraim, Manasse, Issaschar und Sebulon, die sich nicht gereinigt hatten, so daß sie das Passah nicht aßen, wie es vorgeschrieben ist;
König Hiskia begann, als er König wurde, den Tempel zu reinigen und wies die Leviten und später auch die Priester an, sich nach den Vorschriften des Gesetzes Moses sich zu heiligen. Danach feierte er mit allen Willigen aus Juda und Israel das Passahfest und das Fest der ungesäuerten Brote. „Denn der König beschloß mit seinen Obersten und der ganzen Gemeinde zu Jerusalem, das Passah im zweiten Monat zu feiern; denn sie konnten es nicht zur bestimmten Zeit feiern, weil sich die Priester nicht in genügender Zahl geheiligt hatten und das Volk noch nicht in Jerusalem versammelt war.“ Es gab also ganz offensichtlich zu Zeiten König Hiskias keine Tradition des Passahfeierns in Israel. Der Tempel war verunreinigt und geschlossen und die Priester waren nicht in Jerusalem. Es wird auch nicht berichtet, dass damit eine Tradition des Passah neu aufgenommen wurde, es erscheint, als handelte es sich hier um eine einmalige Feier, die bald wieder in Vergessenheit geraten ist, denn Jerusalem wurde danach von den Assyrern belagert und musste sich um seine Verteidigung kümmern.
Die Passahfeier des Königs Josia hat eine Vorgeschichte:
Josia war acht Jahre alt, als er König ward, und regierte einunddreißig Jahre lang zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Jedida, eine Tochter Adajas von Bozkat. Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, und wandelte in allen Wegen Davids, seines Vaters, und wich nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken. Und im achtzehnten Jahre des Königs Josia sandte der König Saphan, den Sohn Azaljas, des Sohnes Mesullams, den Schreiber, in das Haus des HERRN und sprach: Gehe hinauf zu Hilkia, dem Hohenpriester, er soll das Geld auszahlen, das zum Hause des HERRN gebracht worden ist, welches die Schwellenhüter vom Volk gesammelt haben, damit man es den Aufsehern über die Arbeiter im Hause des HERRN gebe; diese sollen es den Arbeitern am Hause des HERRN geben, daß sie ausbessern, was am Hause baufällig ist; nämlich den Zimmerleuten und Bauleuten und den Maurern, um Holz und behauene Steine für die Ausbesserung des Hauses zu kaufen; doch soll man nicht abrechnen mit ihnen betreffs des Geldes, das ihnen eingehändigt wird, denn sie handeln auf Treu und Glauben! (2.Könige 22,1-7 ⇩ *)
Ganz offenbar ist Josia ein sehr zugewandter König, der seinen Mitarbeitern vertraut. Die Bezahlung der Arbeiter soll auf Treu und Glauben basieren und nicht abgerechnet werden. Es muss ein sehr offenes Klima geherrscht haben, denn der Hohepriester Hilkia, zu dem Saphan geschickt wird, hat etwas gefunden und erzählt Saphan davon:
Da sprach Hilkia, der Hohepriester, zu Saphan, dem Schreiber: Ich habe das Gesetzbuch im Hause des HERRN gefunden! Und Hilkia übergab Saphan das Buch, und er las es. (2.Könige 22,8 ⇩ ⇧ *)
Eigentlich eine unglaubliche Geschichte, dass ein Volk sein Gesetzbuch verliert. Wie konnte in Israel Recht gesprochen werden, wenn es kein Gesetzbuch gab. Es ist ganz offenbar nicht nur das Gesetzbuch verloren gegangen, sondern auch die sittlichen und moralischen Vorstellungen sind damit in Vergessenheit geraten.
Und Saphan, der Schreiber, kam zum König und brachte dem König Bericht und sprach: Deine Knechte haben das Geld ausgeschüttet, das im Hause vorhanden war, und haben es den Aufsehern über die Arbeiter im Hause des HERRN gegeben. Auch sagte Saphan, der Schreiber, dem König und sprach: Hilkia, der Priester, gab mir ein Buch. Und Saphan las es vor dem König. (2.Könige 22,9-10 ⇩ ⇧ *)
Saphan liest es und hält es für so relevant, dass er es auch dem König zeigt und ihm vorliest. Das was in dem Buch stand muss so weit von der Realität des Rechtswesens in Israel weg gewesen sein, dass es den König entsetzte:
Als aber der König die Worte des Gesetzbuches hörte, zerriß er seine Kleider. Und der König gebot dem Priester Hilkia und Achikam, dem Sohne Saphans, und Achbor, dem Sohne Michajas, und dem Schreiber Saphan und Asaja, dem Knechte des Königs, und sprach: Gehet hin und befraget den HERRN für mich und das Volk und für ganz Juda wegen der Worte dieses Buches, das gefunden worden ist; denn groß ist der Zorn des HERRN, der wider uns entbrannt ist, weil unsre Väter nicht auf die Worte dieses Buches gehört haben, daß sie getan hätten alles, was uns darin vorgeschrieben ist! (2.Könige 22,11-13 ⇩ ⇧ *)
Josia hatte ganz offensichtlich auch ohne dieses Buch versucht, auf Gott zu hören. Denn es gab eine Reihe von Menschen in seiner Umgebung, die er bitten konnte, den Herrn JHWH zu befragen: Der Priester Hilkia und Achikam, der Sohn Saphans, und Achbor, der Sohn Michajas, und der Schreiber Saphan und Asaja, der Knecht des Königs. Josia fürchtete Gott, er war sich bewusst, dass die Missachtung des Gotteswortes Konsequenzen für ihn und für das Volk haben würde. Da gingen der Priester Hilkia, Achikam, Achbor, Saphan und Asaja zu der Prophetin Hulda, dem Weibe Sallums, des Sohnes, Tikwas, des Sohnes Harhas, des Hüters der Kleider. Sie wohnte aber zu Jerusalem, im andern Stadtteil. Und sie redeten mit ihr. Sie aber sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Sagt dem Manne, der euch zu mir gesandt hat: So spricht der HERR: Siehe, ich will Unglück bringen über diesen Ort und über seine Bewohner, nämlich alle Worte des Buches, welches der König von Juda gelesen hat, weil sie mich verlassen und andern Göttern geräuchert haben, so daß sie mich erzürnten mit allen Werken ihrer Hände; darum wird mein Grimm wider diesen Ort entbrennen und nicht ausgelöscht werden. (2.Könige 22,14-17 ⇩ ⇧ *)
Und Gott antwortet dem König auch. Wir lesen von der Antwort Gottes und wir lesen auch, wie die Antwort Gottes erfolgte. Bemerkenswert ist, dass diese Männer nun zu einer Frau gehen, zu der Prophetin Hulda, dem Weibe Sallums, des Sohnes, Tikwas, des Sohnes Harhas, des Hüters der Kleider. Keiner von den beauftragten hohen Herren fühlte sich in der Lage, den Herrn zu befragen. Sie kannten aber jemanden, Sallum, den Hüter der Kleider, der war mit einer Frau verheiratet, die eine Prophetin war, Hulda. Und zu dieser Frau gingen sie und baten sie, den Herrn zu befragen. Dies ist ein schönes Beispiel, wie sich der Stellenwert des Wortes Gottes in der Gemeinde Gottes, hier also in Israel, aber wohl auch im christlichen Umfeld, verändern kann. Da ist der König, der nach dem Willen Gottes fragt. Dies ist schon ein positives Zeichen, denn nicht alle Gemeindeleiter fragen nach dem Willen Gottes, vielen reicht ihr menschliches Dafürhalten schon aus für den Kleinkrieg in der Gemeindeleitung.
Auch das Fragen des Josia wurde nur dadurch ausgelöst, dass jemand beim Aufräumen ein Buch gefunden hat. Wir sollten den Text hier so nehmen, wie er ist. Das Buch wurde gefunden. Hier hat nicht jemand, weil der politische Wind sich gedreht hat, schnell das fünfte Buch Mose verfasst. Hier wurde ein Buch gefunden, welches Buch auch immer, das bleibt offen. Es könnte das zweite Buch Mose mit der Gottesoffenbarung am Sinai und den zehn Geboten und dem Eifer Moses um den Willen Gottes gewesen sein. Es könnte aber auch das dritte oder fünfte Buch Mose gewesen sein oder gar der gesamte Pentateuch. Das bleibt offen und sollten wir auch offen lassen. Wir nehmen dem Text die Spitze, wenn wir annehmen, der Hohepriester Hilkia habe in aller Eile ein Buch geschrieben, um es dem jungen Josia unterzuschieben. Der Hohepriester Hilkia war dabei, den Tempel aufzuräumen und die Reparaturen durchzuführen, vielleicht auch durchführen zu lassen, da hatten er und sein Stab genug zu tun. Wir wissen aber, dass im Tempel die Bundeslade stand, in der sich die Gesetzestafeln befanden: Und er nahm das Zeugnis und legte es in die Lade, und tat die Stangen an die Lade; und brachte die Lade in die Wohnung und hing den Vorhang vor die Lade des Zeugnisses, wie der HERR Mose geboten hatte. (2.Mose 40,20-21 *)(Menge übersetzt Gesetzestafeln statt Zeugnis) und ebenso Zu derselben Zeit sprach der HERR zu mir: Haue dir zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und steige zu mir auf den Berg und mache dir eine hölzerne Lade, so will ich auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast, und du sollst sie in die Lade legen. (5.Mose 10,1-2 *) So kann es auch sein, dass Hilkia die in der Bundeslade liegenden Gesetzestafeln gefunden hat.
Die Antwort Gottes ist schmerzlich. Der Zorn Gottes über die Abgötterei des Volkes ist so stark, dass er das Volk verworfen hat, „darum wird mein Grimm wider diesen Ort entbrennen und nicht ausgelöscht werden.“ Dabei sollten wir nicht zu schnell dieses Wort Gottes auf den Alten Bund beschränken. Nur geht Gott im Neuen Bund anders vor. Wenn eine Gemeinde nicht mehr nach dem Willen Gottes fragt, ihre Gebete in formales, selbstgefälliges Reden degenerieren oder gar nicht mehr außerhalb des Gottesdienstes stattfinden, dann geht der Heilige Geist aus dieser Gemeinde. Er macht die Tür ganz leise zu, nachdem er gegangen ist, so dass es kaum einer merkt. Die Strukturen der Gemeinde arbeiten weiter, vielleicht noch verbissener als zuvor. Aber sie leiden unter der Arbeit. Es kommt keine Freude mehr auf, außer, wenn dem anderen ein Missgeschick passiert. Die Gemeinde wird zum Verein. Dann ist ein neuer Mann erforderlich wie Josia, der neu nach Gott fragt. Und es ist interessant zu sehen, wie Gott auf Josia reagiert. Denn die Prophetin Hulda hat auch noch ein Wort an den König Josia:
Aber dem König von Juda, der euch gesandt hat, den HERRN zu befragen, sollt ihr also sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels, betreffs der Worte, welche du gehört hast: Weil dein Herz weich geworden ist und du dich vor dem HERRN gedemütigt hast, als du hörtest, was ich wider diesen Ort und seine Bewohner geredet habe, daß sie zum Entsetzen und zum Fluch werden sollen; und weil du deine Kleider zerrissen und vor mir geweint hast, so habe auch ich darauf gehört, spricht der HERR; und darum, siehe, will ich dich zu deinen Vätern versammeln, daß du in Frieden in dein Grab gebracht werdest, und deine Augen sollen alles Unglück, das ich über diesen Ort bringen will, nicht sehen. Und sie brachten dem König diese Antwort. (2.Könige 22,18-20 ⇩ ⇧ *)
Auch der König Hiskia hat eine solche Zusage durch den Propheten Jesaja erhalten: Da sprach Jesaja zu Hiskia: Höre das Wort des HERRN! Siehe, es kommt die Zeit, daß alles, was in deinem Hause ist und was deine Väter bis auf diesen Tag gesammelt haben, gen Babel hinweggetragen werden wird; es wird nichts übriggelassen werden, spricht der HERR! Auch von deinen Söhnen, die von dir abstammen werden, die du zeugen wirst, wird man nehmen, daß sie Kämmerer seien im Palast des Königs zu Babel! (2.Könige 20,16-18 ⇩ *) Er freut sich über die Zusage. Hiskia aber sprach zu Jesaja: Das Wort des HERRN, welches du geredet hast, ist gut. Und er sprach: Es wird ja doch Friede und Sicherheit sein zu meinen Lebzeiten! (2.Könige 20,19 ⇧ *) Josia reagiert ganz anders. Er ist noch jung, 16 Jahre alt, aber schon seit acht Jahren König, als er diese Zusage erhält. Er ruft die Ältesten Jerusalems und Judas zusammen und geht ins Haus des Herrn und ließ dort das Buch erneut vorlesen:
Da sandte der König hin und ließ alle Ältesten von Juda und Jerusalem zu sich versammeln. Und der König ging hinauf in das Haus des HERRN, und alle Männer von Juda und alle Einwohner von Jerusalem mit ihm, auch die Priester und Propheten und alles Volk, klein und groß, und man las vor ihren Ohren alle Worte des Bundesbuches, das man im Hause des HERRN gefunden hatte. (2.Könige 23,1-2 ⇩ ⇧ *)
Er denkt in diesem Augenblick nicht an sich selbst, sondern an das Volk und die Bedrohung, die das Wort Gottes für das Volk bedeutet. Wir hören keine Reaktion des Volkes oder der Ältesten. Stattdessen ergreift der König das Wort.
Der König aber trat an die Säule und machte einen Bund vor dem HERRN, dem HERRN nachzuwandeln und seine Gebote und Zeugnisse und Satzungen von ganzem Herzen und von ganzer Seele zu beobachten, die Worte dieses Bundes, welche in diesem Buche geschrieben standen, auszuführen. Und das ganze Volk trat in den Bund. (2.Könige 23,3 ⇩ ⇧ *)
Das Schweigen des Volkes wird nicht ausdrücklich festgestellt, zeigt aber auf jeden Fall, dass keine starke Reaktion da war. Diese war nur beim König. Er erneuert den Bund mit Gott. Erst jetzt heißt es, dass auch das Volk in diesen Bund eintrat. Man kann sich das gut vorstellen. Der Chef ist von einer Idee begeistert und die Mannschaft zieht notgedrungen und ein wenig skeptisch mit. Kunst der Führung von Menschen ist es auch, diese Menschen mitzunehmen, Zeit zu investieren, um die eigene Begeisterung auf das Volk überspringen zu lassen. Die Tatsache, das wir so wenig über die Reaktion des Volkes hören, auch kein Zeichen von Buße erkennen, lässt schon Zweifel aufkommen, ob das Volk über das Gehörte begeistert war.
Aber zunächst wird es auch gar nicht gefragt, der König handelt und lässt handeln. Wir erfahren, dass Israel und Juda zu der Zeit wohl ein Gemischtwarenladen der Religionen der umliegenden Völker war:
Und der König gebot dem Hohenpriester Hilkia und den Priestern der zweiten Ordnung und den Hütern der Schwelle, daß sie aus dem Tempel des HERRN alle Geräte entfernen sollten, die man dem Baal und der Aschera und dem ganzen Heer des Himmels gemacht hatte; und er verbrannte sie draußen vor Jerusalem, auf den Feldern des Kidron, und trug ihren Staub nach Bethel. Und er setzte die Götzenpriester ab, welche die Könige von Juda eingesetzt hatten und die auf den Höhen in den Städten Judas und um Jerusalem her räucherten; auch die, welche dem Baal, der Sonne und dem Mond und den Gestirnen und dem ganzen Heer des Himmels räucherten. Er ließ auch die Aschera aus dem Hause des HERRN hinausführen vor Jerusalem, an den Bach Kidron, und verbrannte sie beim Bach Kidron und machte sie zu Staub und warf ihren Staub auf die Gräber der gemeinen Leute. Und er brach die Häuser der Buhler ab, die am Hause des HERRN waren, darin die Weiber für die Aschera Zelte wirkten. Auch ließ er alle Priester aus den Städten kommen und verunreinigte die Höhen, wo die Priester geräuchert hatten, von Geba an bis gen Beerseba; und er brach die Höhen der Tore ab, die am Eingang des Tores Josuas, des Stadtobersten, waren, zur Linken, wenn man zum Stadttor kommt. Doch durften die Höhenpriester nicht auf dem Altar des HERRN zu Jerusalem opfern, dagegen aßen sie von dem ungesäuerten Brot unter ihren Brüdern. Er verunreinigte auch das Tophet im Tale der Söhne Hinnom, damit niemand mehr seinen Sohn oder seine Tochter dem Moloch durchs Feuer gehen lasse. Und er schaffte die Rosse ab, welche die Könige von Juda der Sonne geweiht hatten, beim Eingang des Hauses des HERRN, gegen die Kammer Netan-Melechs, des Kämmerers, die im Anbau war; und die Wagen der Sonne verbrannte er mit Feuer. Der König brach auch die Altäre ab auf dem Dache, dem Söller des Ahas, welche die Könige von Juda gemacht hatten; desgleichen die Altäre, welche Manasse in den beiden Vorhöfen des Hauses des HERRN gemacht hatte, er zerstörte sie und schaffte sie fort und warf ihren Staub in den Bach Kidron. Auch die Höhen, die gegenüber von Jerusalem, zur Rechten am Berge des Verderbens waren, welche Salomo, der König von Israel, der Astarte, dem Greuel der Zidonier, und Kamos, dem Greuel der Moabiter, und Milkom, dem Greuel der Kinder Ammon, gebaut hatte, verunreinigte der König. Er zerbrach die Säulen und hieb die Ascheren um und füllte ihren Platz mit Menschengebeinen. Desgleichen auch den Altar zu Bethel und die Höhe, die Jerobeam, der Sohn Nebats, der Israel zur Sünde verführte, erbaut hatte: auch diesen Altar und die Höhe brach er ab und verbrannte die Höhe und machte sie zu Staub und verbrannte die Aschera. Und Josia sah sich um und erblickte die Gräber, welche dort auf dem Berge waren, und sandte hin und ließ die Gebeine aus den Gräbern nehmen und verbrannte sie auf dem Altar und verunreinigte ihn, nach dem Worte des HERRN, welches der Mann Gottes verkündigt hatte, als er solches ausrief. Und er sprach: Was ist das für ein Grabmal, das ich hier sehe? Da sprachen die Leute der Stadt zu ihm: Es ist das Grab des Mannes Gottes, der von Juda kam, und diese Dinge, die du getan hast, wider den Altar zu Bethel ankündigte. Da sprach er: So laßt ihn liegen; niemand rühre seine Gebeine an! Also blieben seine Gebeine erhalten, samt den Gebeinen des Propheten, der von Samaria gekommen war. Josia beseitigte auch alle Höhenhäuser in den Städten Samarias, welche die Könige von Israel gemacht hatten, den HERRN zu erzürnen, und verfuhr mit ihnen ganz so, wie er zu Bethel getan hatte. Und er opferte alle Höhenpriester, die daselbst waren, auf den Altären; und verbrannte also Menschengebeine darauf und kehrte dann nach Jerusalem zurück. (2.Könige 23,4-20 ⇩ ⇧ *)
Zurück in Jerusalem feiert Josia ein Passahfest, so wie er es in dem Buch gefunden hat. Eine Passahordnung kann Josia in 2.Mose 12 ⇩ * oder in 5.Mose 16,1-8 * gelesen haben. Zwar wird das Passah auch in 3.Mose 23,5 * erwähnt, aber nur kurz im Rahmen eines Festkalenders, die Passahordnung wird dort nicht wiederholt. In 4.Mose 9,1-14 * wird Mose von Gott erinnert, das Passah zu halten. Regeln für Menschen, die unrein sind, und auch für die Fremdlinge in Israel werden aufgestellt, aber die Ordnung des Festes wird als bekannt vorausgesetzt. Diese sind in so fern interessant, weil sie den Fremdlingen den Zugang zum Passah erlauben, das war beim ersten Passah im Zusammenhang mit dem Auszug anders. Da hieß es noch: 2.Mose 12,43 ⇧ * Beide Aussagen erfolgen in einer Gottesrede. Gott unterscheidet also zwischen dem Urpassah vor dem Auszug und dem Passah als Gedächtnismahl. Er erlaubt also eine Fortentwicklung des Festes, etwas, was wir mit dem christlichen Abendmahl auch in vielfältiger Weise vollzogen haben. So haben unsere Väter das Brot gebrochen. Heute wird es vielfach geschnitten, weil das hygienischer ist. Manche reichen Oblaten (Hostien) zum Abendmahl. Dem Gedächtnischarakter des Mahls tut das keinen Abbruch. Die weiteren Vorkommen des Passah im vierten Buch Moses sind nur Erwähnungen: 4.Mose 28,16+33,3 * ohne weitere Ausführungen. Wenn es nicht der gesamte Pentateuch war, so kommen aus diesen Betrachtungen also nur das zweite oder fünfte Buch Mose in Frage.
Josia zieht also Konsequenzen aus dem, was er da gelesen hat. Es sind Konsequenzen negativer Art, dass er die fremden Götter aus Israel ausrottet und ihre Priester umbringt. Es sind aber auch positive Konsequenzen, die Feier des Passah etwa, die er auch für die Zukunft festschreibt:
Dann gebot der König allem Volk und sprach: Feiert dem HERRN, eurem Gott, das Passah, wie es in diesem Bundesbuch geschrieben steht! Denn es war kein solches Passah gehalten worden, seit der Zeit der Richter, die Israel gerichtet hatten, und während der ganzen Zeit der Könige von Israel und der Könige von Juda; erst im achtzehnten Jahre des Königs Josia ist dieses Passah dem HERRN zu Jerusalem gefeiert worden. (2.Könige 23,21-23 ⇩ ⇧ *)
Er macht auch einen neuen Bund mit dem Gott Israels und auch das Volk trat diesem Bund bei. Gott stellt sich zu diesem Bund, wie wir 2.Könige 22,18-20 ⇩ ⇧ * lesen. Aber Gott sieht auch weiter, er weiß, dass dieser Beitritt des Volkes nicht nachhaltig sein wird. Deshalb gibt er nur König Josia selbst die Zusagen für seine Lebzeiten. Das Unglück, das mit der babylonischen Gefangenschaft über das Volk kommen wird, kann König Josia mit seinen Reformen nicht verhindern.
Damit erging es Israel nicht anders als der KIrche, die große Tage voll Glaubens erlebt hat, aber dann immer wieder in Zeiten zurückgefallen ist, in denen es mehr um Macht ging als um das Wort Gottes, in der keine Spur der Demut des Gottessohnes, wohl aber der Glanz königlicher Ornate in den Vordergrund rückte. Da wurde nicht dem Kaiser gegeben, was des Kaisers ist, sondern da wurde gestritten, ob der Papst über dem Kaiser oder der Kaiser über dem Papst steht. Und doch hat die Kirche immer wieder Menschen hervorgebracht, die das Werk Josias getan haben. Der Glaube ist nicht vererbbar. Jede Generation muss ihn sich neu erwerben. Tut sie das nicht, so nützen ihr die guten Taten der Großvätergeneration wenig. Wir sollten all das mit großer Demut lesen, wir sind genauso, auch wenn wir keine Götzen aus Holz aufstellen, sondern uns selbst zum Maßstab gemacht haben, zu einem Götzen, der keine höhere Macht mehr anerkennt. Das zeigt uns, wie wichtig unsere Beschäftigung mit unseren Kindern ist. Wir sollten sie nicht dem Kindergarten und der Schule überlassen, sondern intensiv an ihrer Entwicklung teilhaben, statt uns selbst auszubeuten, damit wir unsere Konsumbedürfnisse befriedigen können.
Wie einsam König Josia in seiner Familie war, zeigt sein Ende. Er wollte noch eine große Tat tun, dem Pharao widerstehen, der auf einem Kriegszug gegen die Assyrer war und eigentlich nur an Juda vorbeiziehen wollte. König Josia befragt nicht den Herrn, sondern zieht los, weil er dem Pharao misstraut. Im Buch der Chroniken wir die Entscheidung Josias kritisch gesehen: Nach alledem, als Josia das Haus des HERRN wieder hergestellt hatte, zog Necho, der König von Ägypten, herauf, um bei Karkemisch am Euphrat eine Schlacht zu liefern. Und Josia zog aus, ihm entgegen. Jener aber sandte Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Was habe ich mit dir zu schaffen, König von Juda? Nicht wider dich komme ich heute, sondern wider ein Haus, das mit mir im Streite liegt, und Gott hat gesagt, ich solle eilen. Laß ab von deinem Widerstand gegen Gott, der mit mir ist, damit er dich nicht verderbe. (2.Chronika 35,20-21 ⇩ *) Der Pharao wird zum Übermittler des Willens Gottes, so sieht es zumindest der Chronist, denn er schreibt weiter Aber Josia wandte sein Angesicht nicht von ihm ab, sondern verkleidete sich, um mit ihm zu kämpfen, und gehorchte nicht den Worten Nechos, die aus dem Munde Gottes kamen , sondern kam, mit ihm zu streiten auf der Ebene bei Megiddo. (2.Chronika 35,22 ⇩ ⇧ *) Das Unglück nimmt seinen Lauf: Aber die Schützen trafen den König Josia. Und der König sprach zu seinen Knechten: Traget mich hinüber, denn ich bin schwer verwundet! Da hoben ihn seine Knechte von dem Kriegswagen auf seinen andern Wagen hinüber, den er bei sich hatte, und brachten ihn nach Jerusalem. Und er starb und ward begraben in den Gräbern seiner Väter. Und ganz Juda und Jerusalem trug Leid um Josia. Und Jeremia dichtete ein Klagelied auf Josia, und alle Sänger und Sängerinnen haben seitdem in ihren Klageliedern von Josia geredet, bis auf diesen Tag; und man machte sie zum Brauch in Israel. Und siehe, sie sind aufgezeichnet in den Klageliedern. (2.Chronika 35,23-25 ⇩ ⇧ *) Josia bleibt als großer König und treuer Zeuge Gottes in Erinnerung. Und doch hat er sein Ende dadurch so vorschnell herbeigeführt, dass er nicht auf Gott gehört hat. Nach ihm werden noch viele Gottesmänner, die in ihrem Leben auf Gott gehört haben, im Alter meinen, sie müssten sich jetzt ein Denkmal setzen und deshalb Dinge tun, von den Gott sagt, er habe sie nicht veranlasst. Manchmal verblendet uns die Größe unserer eigenen Werke, über die doch der Apostel Paulus schreibt: Denn wir sind sein Werk, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, daß wir darin wandeln sollen. (Epheser 2,10 *) Gott ist es, der uns die Möglichkeit zu guten Werken gibt, nicht wir selbst. Im Alter übersehen wir das gerne.
Und im Folgenden lesen wir, wie die Söhne Josias das Erbe des Vaters behandeln:
Da ist zunächst sein Sohn Joahas: Und die Landbevölkerung nahm Joahas, den Sohn Josias, und machte ihn in Jerusalem zum König an seines Vaters Statt. Dreiundzwanzig Jahre alt war Joahas, als er König ward, und regierte drei Monate lang zu Jerusalem. Und der König von Ägypten setzte ihn ab zu Jerusalem und legte dem Land eine Buße auf von hundert Talenten Silber und einem Talent Gold. (2.Chronika 36,1-3 ⇩ ⇧ *) Das Buch der Könige kommentiert seine kurze Amtszeit noch: Er tat, was dem HERRN übel gefiel, ganz wie seine Väter getan hatten. (2.Könige 23,32 ⇩ ⇧ *) Das Buch der Chroniken lässt diese Bewertung weg, vielleicht, weil sie über diese kurze Amtszeit nicht urteilen wollten. Trotzdem zeigt der Hinweis, was unter der Oberfläche der Reformen Josias geschah: Wenn ein König nach nur drei Monaten Amtszeit schon Abgötterei treibt, - denn das sind üblicherweise die Dinge, die die Bibel meint, wenn es heißt: „Er tat, was dem HERRN übel gefiel.“ - dann hat er es auch vorher schon mehr oder weniger heimlich getrieben. Dasselbe gilt für den zweiten Sohn Josias, der vom Pharao an Stelle von Joahas als Vasallenkönig eingesetzt wird. Gleichlautend lesen wir über ihn: 2.Könige 23,34-37 ⇧ *: Und der Pharao Necho machte Eljakim, den Sohn Josias, zum König an Stelle seines Vaters Josia und veränderte seinen Namen in Jehojakim. Aber den Joahas nahm er und brachte ihn nach Ägypten, wo er starb. Und Jehojakim gab das Silber und das Gold dem Pharao; doch schätzte er das Land ein, um das Silber nach dem Befehl des Pharao geben zu können; er zwang das Volk des Landes, daß ein jeder nach seiner Schätzung Silber und Gold dem Pharao Necho gäbe. Fünfundzwanzig Jahre alt war Jehojakim, als er König ward, und regierte elf Jahre lang zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Sebudda, die Tochter Pedajas von Ruma. Und er tat, was dem HERRN übel gefiel, ganz wie seine Väter getan hatten. und 2.Chronika 36,4-5 ⇧ *: Und der König von Ägypten machte Eljakim, seinen Bruder, zum König über Juda und Jerusalem, und änderte seinen Namen in Jehojakim. Necho aber nahm seinen Bruder Joahas und brachte ihn nach Ägypten. Fünfundzwanzig Jahre alt war Jehojakim, als er König ward, und regierte elf Jahre lang zu Jerusalem und tat, was böse war in den Augen des HERRN, seines Gottes.
So ist diese Geschichte eine Blaupause für so viele Erweckungen, die Großes bewegen, es aber nicht schaffen, in die nachfolgenden Generationen zu übertragen. Die Kindtaufe, die in vielen Kirchen praktiziert wird, vertuscht diese Effekte oft, weil die Kinder nie zu ihrem Schöpfer ein klares „JA“ sprechen müssen. Aber wie die Mitgliederzahlen der Kirchen, die man in der Vergangenheit als Volkskirchen bezeichnete, kann auch die Kindtaufe eine zunehmende Erosion nicht verhindern. Sie zeigt auch, wie wichtig in der Passahordnung die Belehrung der Kinder ist. Und Kinder merken sehr genau, ob die Eltern die Texte pflichtgemäß vorlesen oder mit Begeisterung von den großen Taten Gottes reden. Dies gilt nicht nur für das jüdische Passah, sondern genauso für unser Weihnachten und insbesondere Ostern. Wieviele christliche Eltern sind wohl in der Lage, über das Pfingstfest korrekt zu berichten, geschweige denn, mit Begeisterung davon zu erzählen, was Pfingsten in ihrem eigenen Leben bedeutet.
Unser Abendmahl, wie wir es auf unterschiedliche Weise in den verschiedenen christlichen Denominationen feiern, ist aus dem jüdischen Passahfest hervorgegangen. Jesus ist nach Jerusalem gezogen, um dort das Passah zu feiern. Er hatte auf dem Weg dorthin Lazarus auferweckt und damit die Tatsache, dass er der verheißene Messias ist, sichtbar unter Beweis gestellt. Dabei nimmt er diese Auferweckung nicht für sich selbst in Anspruch, sondern er verweist auf den Vater, wie er später den Jüngern sagt: Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Sohn kann nichts von sich selbst tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. (Johannes 5,19 *) Dieses enge Verhältnis zum Vater, dieses «den Vater tun sehen und das Gleiche tun wie der Vater» ist wohl ein Schlüssel zum Verständnis des Wirkens Jesu und seiner Demut. Der Hohe Rat weigerte sich, seinen Blick auf Gott den Vater zu wenden. Er war sich dessen bewusst, dass er jetzt schnell handeln musste, damit sich im Volk die Meinung nicht verfestigt, dass Jesus tatsächlich der verheißene Sohn Davids ist: Es war aber zwei Tage vor dem Passah und dem Fest der ungesäuerten Brote. Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List ergreifen und töten könnten; denn sie sprachen: Nicht auf das Fest, damit nicht ein Aufruhr unter dem Volk entsteht! (Markus 14,1-2 *) Jesus hält sich zunächst verborgen, geht nachts nach Bethanien zurück, um nicht vorzeitig gefangen genommen zu werden: Und Jesus zog in Jerusalem ein und in den Tempel, und, nachdem er alles besichtigt hatte, ging er, da die Stunde schon vorgerückt war, mit den Zwölfen hinaus nach Bethanien. (Markus 11,11 *) Später ist er dann zum Ölberg gegangen, um sich zu verbergen. Weil Judas Iskarioth davon wusste, konnte er ihn verraten. Ohne seine Hilfe war der Hoher Rat machtlos, denn bei Tag trauten sie sich nicht, Jesus zu behelligen, weil sie Angst vor dem Volk hatten: (G21-45) Und sie suchten ihn zu ergreifen, fürchteten aber das Volk, weil es ihn für einen Propheten hielt. (Matthäus 21,46 *)
Bevor der Hohe Rat handeln durfte, hatte Jesu noch einiges zu tun und auch den Jüngern noch einiges zu sagen, wie Johannes 14-17 * und auch die Synoptiker mit Matthäus 21,1-43+45-25,46 * und Markus 12-13 * und Lukas 20-21 * bezeugen.
Fast beiläufig schenkt Jesus uns das Abendmahl. Es lag ihm sehr am Herzen, denn er sagt zu seinen Jüngern: Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich leide. (Lukas 22,15 *)
Matthäus 26,17-29 *: Am ersten Tage nun der ungesäuerten Brote traten die Jünger zu Jesus und sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir dir das Passahmahl zu essen bereiten? Und er sprach: Gehet hin in die Stadt zu dem und dem und sprechet zu ihm: Der Meister läßt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Passah halten! Und die Jünger taten, wie Jesus ihnen befohlen, und bereiteten das Passah. Als es nun Abend geworden, setzte er sich mit den zwölf Jüngern zu Tische. Und während sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten! Da wurden sie sehr betrübt und fingen an, einer nach dem andern, ihn zu fragen: Herr, doch nicht ich? Er antwortete aber und sprach: Der mit mir die Hand in die Schüssel taucht, der wird mich verraten. Des Menschen Sohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; aber wehe dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es wäre diesem Menschen besser, daß er nicht geboren wäre. Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Rabbi, doch nicht ich? Er spricht zu ihm: Du hast es gesagt! Als sie nun aßen, nahm Jesus das Brot, dankte, brach es, gab es den Jüngern und sprach: Nehmet, esset! Das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch, dankte, gab ihnen denselben und sprach: Trinket alle daraus! Denn das ist mein Blut des Bundes, welches für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden! Ich sage euch aber, ich werde von jetzt an von diesem Gewächs des Weinstocks nicht mehr trinken, bis zu jenem Tage, da ich es neu mit euch trinken werde im Reiche meines Vaters.
Der Zusammenhang der Passahfeier Jesu bei Matthäus:
Vom Einzug in Jerusalem bis zur Passahfeier:
Triumphaler Einzug in Jerusalem (Matthäus 21,1-11 *)
Tempelreinigung (Matthäus 21,12-13 *)
Huldigung durch Kinder – Jesus verlässt Jerusalem und geht für die Nacht nach Bethanien (Matthäus 21,14-17 *)
Rückkehr nach Jerusalem – Der unfruchtbare Feigenbaum (Matthäus 21,18-19 *)
Die Kraft des Glaubens (Matthäus 21,20-22 *)
Die Hohenpriester und Ältesten stellen Jesus im Tempel zur Rede – Frage nach Jesu Vollmacht (Matthäus 21,23-27 *)
Die Hohenpriester und Ältesten stellen Jesus im Tempel zur Rede – Das Gleichnis vom Reden und Tun des Willen des Vaters (Matthäus 21,28-32 *)
Die Hohenpriester und Ältesten stellen Jesus im Tempel zur Rede – Gleichnis vom Mord an dem Sohn des Hausherrn des Weinberges (Matthäus 21,33-44 *)
Die Hohenpriester und Ältesten stellen Jesus im Tempel zur Rede – Pläne zur Festnahme Jesu (Matthäus 21,45-46 *)
Jesus predigt im Tempel – Das Gleichnis vom Hochzeitsmahl und den unwürdigen und den würdigen Gästen (Matthäus 22,1-14 *)
Jesus predigt im Tempel – Die Steuerfrage der Pharisäer als Fangfrage – Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist (Matthäus 22,15-22 *)
Jesus predigt im Tempel – Die Frage der Sadduzäer nach der Ehe in der Auferstehung – … wie die Engel im Himmel (Matthäus 22,23-30 *)
Jesus predigt im Tempel – Jesus bekennt sich gegenüber den Sadduzäern zur Auferstehung – Gott ist ein Gott der Lebenden (Matthäus 22,31-33 *)
Jesus predigt im Tempel – Die Pharisäer versuchen Jesus mit der Frage nach dem höchsten Gebot (Matthäus 22,34-40 *)
Jesus predigt im Tempel – Jesus fragt die Pharisäer nach Davids Sohn, den David im Geist HERR nennt (Matthäus 22,41-46 *)
Jesus predigt im Tempel – Rede an das Volk (Matthäus 23,1 *)
Jesus predigt im Tempel – Rede an das Volk – Über die Diskrepanz zwischen Reden und Tun der geistlichen Führer (Matthäus 23,2-7 *)
Jesus predigt im Tempel – Rede an das Volk – Lasst Euch weder Meister noch Vater nennen, denn beides steht nur Gott zu (Matthäus 23,8-12 *)
Jesus predigt im Tempel – Wehrufe über Schriftgelehrte und Pharisäer – Ihr verschließt das Himmelreich (Matthäus 23,13 *)
Jesus predigt im Tempel – Wehrufe über Schriftgelehrte und Pharisäer – Ihr seid Erbschleicher, betet nur zum Schein (Matthäus 23,14 *)
Jesus predigt im Tempel – Wehrufe über Schriftgelehrte und Pharisäer – Ihr erzieht Proselyten zum Bösen (Matthäus 23,15 *)
Jesus predigt im Tempel – Wehrufe über Schriftgelehrte und Pharisäer – Ihr verkennt die Heiligkeit des Tempels und beachtet nur die Gaben (Matthäus 23,16-22 *)
Jesus predigt im Tempel – Wehrufe über Schriftgelehrte und Pharisäer – Ihr ignoriert die wichtigsten Gebote (Matthäus 23,23-24 *)
Jesus predigt im Tempel – Wehrufe über Schriftgelehrte und Pharisäer – Ihr seid nur auf das äußere bedacht (Matthäus 23,25-26 *)
Jesus predigt im Tempel – Wehrufe über Schriftgelehrte und Pharisäer – Ihr seid geistlich tot (Matthäus 23,27-28 *)
Jesus predigt im Tempel – Wehrufe über Schriftgelehrte und Pharisäer – Ihr bringt wie euere Väter die Propheten um (Matthäus 23,29-33 *)
Jesus predigt im Tempel – Jesus erweist sich als Gott – Ich sende Propheten, ihr verfolgt und tötet sie (Matthäus 23,34-36 *)
Jesus predigt im Tempel – Wehruf über Jerusalem – Jerusalem wird veröden, aber Jesus kommt wieder in diese Stadt (Matthäus 23,37-39 *)
Jesus mit seinen Jüngern auf dem Ölberg - Jesus kündigt die Zerstörung des Tempels ausdrücklich an (Matthäus 24,1-2 *)
Jesus mit seinen Jüngern auf dem Ölberg – Frage der Jünger nach Zeit und Vorzeichen für das Ende der Weltzeit (Matthäus 24,3 *)
Jesus mit seinen Jüngern auf dem Ölberg – Falsche Christusse, Kriege und Hungersnöte – Noch nicht das Ende (Matthäus 24,4-8 *)
Jesus mit seinen Jüngern auf dem Ölberg – Falsche Propheten, Gesetzlosigkeit, erkaltete Liebe (Matthäus 24,9-13 *)
Jesus mit seinen Jüngern auf dem Ölberg – Verkündigung der Heilsbotschaft auf der ganzen Welt – Das Ende kommt (Matthäus 24,14 *)
Jesus mit seinen Jüngern auf dem Ölberg – Die große Drangsal (Matthäus 24,15-20 *)
Jesus mit seinen Jüngern auf dem Ölberg – Verkürzung der Zeit der Drangsal (Matthäus 24,21-22 *)
Jesus mit seinen Jüngern auf dem Ölberg – Erneute Warnung vor falschen Christussen (Matthäus 24,23-28 *)
Jesus mit seinen Jüngern auf dem Ölberg – Die Wiederkunft des Menschensohnes (Matthäus 24,29-31 *)
Jesus mit seinen Jüngern auf dem Ölberg – Gleichnis vom Feigenbaum (Matthäus 24,32-35 *)
Jesus mit seinen Jüngern auf dem Ölberg – Nur der Vater weiß den Zeitpunkt der Wiederkunft (Matthäus 24,36 *)
Jesus mit seinen Jüngern auf dem Ölberg – Sorglosigkeit der Menschen vor der Wiederkunft des Menschensohnes (Matthäus 24,37-41 *)
Jesus mit seinen Jüngern auf dem Ölberg – Mahnung zur Wachsamkeit (Matthäus 24,42-44 *)
Jesus mit seinen Jüngern auf dem Ölberg – Gleichnis vom klugen und bösen Knecht (Matthäus 24,45-51 *)
Jesus mit seinen Jüngern auf dem Ölberg – Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen – Aufruf zur Wachsamkeit (Matthäus 25,1-13 *)
Jesus mit seinen Jüngern auf dem Ölberg – Gleichnis von den Knechten mit fünffachem, zweifachem und einfachem Kapital – Umgang mit Begabungen (Matthäus 25,14-30 *)
Jesus mit seinen Jüngern auf dem Ölberg – Vom Kommen des Menschensohnes in Herrlichkeit (Matthäus 25,31 *)
Jesus mit seinen Jüngern auf dem Ölberg – Das Gericht an den Völkern – Scheidung in vom Vater Gesegnete und Verfluchte (Matthäus 25,32-46 *)
Dritte Ankündigung des Leidens ohne Hinweis auf die Auferstehung – Übermorgen … (Matthäus 26,1-2 *)
Beratung der Hohenpriester und Ältesten über das weitere Vorgehen mit Jesus (Matthäus 26,3-5 *)
Jesus zurück in Bethanien – Eine Frau mit einem Alabasterfläschen salbt Jesus für sein Sterben (Matthäus 26,6-13 *)
Judas Iskarioth geht zu den Hohenpriestern und bietet ihnen an, Jesus in ihre Hände zu liefern (Matthäus 26,14-16 *)
Es folgt die Passahfeier.
Ereignisse direkt nach der Passahfeier Jesu bis zu seiner Gefangennahme:
Und nachdem sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. Da spricht Jesus zu ihnen: Ihr werdet euch in dieser Nacht alle an mir ärgern; denn es steht geschrieben: «Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.» Wenn ich aber auferstanden sein werde, will ich euch nach Galiläa vorangehen. Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Wenn sich auch alle an dir ärgern, so werde doch ich mich niemals ärgern! (Matthäus 26,30-33 *)
Danach:
Jesus kehrt mit den Jüngern zum Ölberg zurück (Matthäus 26,30 *)
Jesus mit seinen Jüngern am Ölberg – Ankündigung des Versagens der Jünger (Matthäus 26,31-32 *)
Jesus mit seinen Jüngern am Ölberg – Widerspruch von Simon Petrus und Prophezeiung, dass Petrus Jesus dreimalig verleugnen wird (Matthäus 26,33-35 *)
Jesus geht nach Gethsemane (Matthäus 26,36 *)
Jesus im Garten Gethsemane – Jesus nimmt Petrus und die Zebedäussöhne mit zum Gebet (Matthäus 26,37-39 *)
Jesus im Garten Gethsemane – Jesus findet Petrus und die Zebedäussöhne schlafend und ruft sie zur Wachsamkeit auf (Matthäus 26,40-41 *)
Jesus im Garten Gethsemane – Jesus zieht sich ein zweites Mal zum Gebet zurück (Matthäus 26,42 *)
Jesus im Garten Gethsemane – Jesus findet Petrus und die Zebedäussöhne erneut schlafend und sagt aber nichts (Matthäus 26,43 *)
Jesus im Garten Gethsemane – Jesus zieht sich ein drittes Mal zum Gebet zurück und betet mit denselben Worten (Matthäus 26,44 *)
Jesus im Garten Gethsemane – Jesus weckt die Jünger weil seine Stunde gekommen ist und der Verräter naht (Matthäus 26,45-46 *)
Jesus im Garten Gethsemane – Judas erscheint mit einer großen Schar Bewaffneter und lässt Jesus festnehmen (Matthäus 26,47-50 *)
Jesus im Garten Gethsemane – Einer nimmt ein Schwert und haut einem Knecht des Hohenpriesters ein Ohr ab (Matthäus 26,51 *)
Jesus im Garten Gethsemane – Jesus verurteilt den Einsatz des Schwertes und verweist auf seinen Auftrag, die Schrift zu erfüllen (Matthäus 26,52-55 *)
Jesus im Garten Gethsemane – Alle Jünger verlassen Jesus und ergreifen die Flucht (Matthäus 26,56 *)
Markus 14,12-25 *: Und am ersten Tage der ungesäuerten Brote, da man das Passahlamm schlachtete, sprachen seine Jünger zu ihm: Wo willst du, daß wir hingehen und das Passah zubereiten, damit du es essen kannst? Und er sendet zwei seiner Jünger und spricht zu ihnen: Gehet in die Stadt; da wird euch ein Mensch begegnen, der einen Wasserkrug trägt; dem folget, und wo er hineingeht, da sprechet zum Hausherrn: Der Meister läßt fragen: Wo ist meine Herberge, in der ich mit meinen Jüngern das Passah essen kann? Und er wird euch einen großen Saal zeigen, der mit Polstern belegt und gerüstet ist, daselbst bereitet es für uns zu. Und seine Jünger gingen hin und kamen in die Stadt und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passah. Und da es Abend geworden, kam er mit den Zwölfen. Und als sie zu Tische saßen und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch, der mit mir ißt, wird mich verraten! Da fingen sie an traurig zu werden und fragten ihn einer nach dem andern: Doch nicht ich? Er aber sprach zu ihnen: Einer von den Zwölfen, der mit mir in die Schüssel taucht! Des Menschen Sohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; aber wehe dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es wäre besser, wenn jener Mensch nicht geboren wäre! Und während sie aßen, nahm Jesus Brot, lobpreisete, brach und gab es ihnen und sprach: Nehmet, das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch, sagte Dank und gab ihnen denselben; und sie tranken alle daraus. Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des neuen Bundes, welches für viele vergossen wird. Wahrlich, ich sage euch, ich werde hinfort nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, da ich es neu trinken werde im Reiche Gottes.
Der Zusammenhang der Passahfeier Jesu bei Markus:
Vom Einzug in Jerusalem bis zur Passahfeier:
Jesus sendet die Jünger, ein Eselsfüllen zu holen (Markus 11,1-6 *)
Jesu triumphaler Einzug nach Jerusalem (Markus 11,7-11 *)
Jesus verflucht den unfruchtbaren Feigenbaum (Markus 11,12-14 *)
Jesus reinigt den Tempel von den Händlern (Markus 11,15-17 *)
Die Hohenpriester und Schriftgelehrten wollen Jesus unschädlich machen, haben aber noch Angst vor dem Volk (Markus 11,18-19 *)
Jesus über den verdorrten Feigenbaum und die Macht des Glaubens (Markus 11,20-23 *)
Jesus über die Macht des Gebets und die Vergebung (Markus 11,24-26 *)
Jesus weist die Frage der religiösen Führer Israels nach seiner Vollmacht zurück (Markus 11,27-33 *)
Gleichnis vom treulosen Weingärtner als Antwort auf die Frage nach seiner Vollmacht (Markus 12,1-9 *)
Das Schriftwort vom Stein, den die Bauleute verworfen haben, als Bild für das Verhalten der religiösen Führer (Markus 12,10-11 *)
Die Reaktion der religiösen Führer und ihre Angst vor dem Volk (Markus 12,12 *)
Der Versuch der Pharisäer, Jesus mit der Frage nach Steuern für den Kaiser unbeliebt zu machen (Markus 12,13-17 *)
Der Versuch der Sadduzäer, mit Jesus über die Auferstehung der Toten zu streiten (Markus 12,18-25 *)
Jesus über den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der ein Gott der Lebenden ist (Markus 12,26-27 *)
Die Frage eines Schriftgelehrten nach dem wichtigsten Gebot (Markus 12,28-34 *)
Jesus fragt, warum der Messias, der doch Davids Sohn ist, von David Herr genannt wird (Markus 12,35-37 *)
Jesus warnt vor der Scheinfrömmigkeit der Schriftgelehrten (Markus 12,38-40 *)
Jesus lobt die Opfergabe der armen Witwe (Markus 12,41-44 *)
Jesus prophezeit die Zerstörung des Tempels (Markus 13,1-2 *)
Die Frage der Jünger nach dem Zeitpunkt der Zerstörung des Tempels (Markus 13,3-4 *)
Jesus zu den Vorzeichen des Endes der Weltzeit (Markus 13,5-13 *)
Jesus über die Drangsalszeit (Markus 13,14-20 *)
Jesus über die falschen Propheten, die am Ende der Zeiten kommen werden (Markus 13,21-23 *)
Jesus über die Katastrophen nach dem Ende der Drangsalszeit (Markus 13,24-25 *)
Jesus über das Kommen des Menschensohnes (Markus 13,26-27 *)
Gleichnis vom Feigenbaum als Bild für das Ende der Zeiten (Markus 13,28-30 *)
Jesus über die Unvergänglichkeit seines Wortes (Markus 13,31 *)
Nur der Vater kennt den Tag des Endes dieser Weltzeit (Markus 13,32 *)
Ermahnung zur Wachsamkeit (Markus 13,33-37 *)
Der Plan der religiösen Führer, Jesus vor dem Passahfest festzunehmen und zu töten (Markus 14,1-2 *)
Jesu Haupt wird mit Nardensalböl gesalbt - Jesus bezieht dies auf sein Sterben (Markus 14,3-9 *)
Judas Iskarioth verrät Jesus an die Hohenpriester (Markus 14,10-11 *)
Es folgt die Passahfeier.
Ereignisse direkt nach der Passahfeier Jesu bis zu seiner Gefangennahme:
Und nachdem sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. Und Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle an mir ärgern. Denn es steht geschrieben: «Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden sich zerstreuen.» Aber nachdem ich auferstanden bin, will ich euch nach Galiläa vorangehen. Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle ärgern werden, doch nicht ich! Und Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen! Er aber sagte desto mehr: Wenn ich mit dir sterben müßte, werde ich dich nicht verleugnen. Gleicherweise sprachen aber auch alle. (Markus 14,26-31 *)
Danach:
Jesus geht zum Ölberg und sagt die Verleugnung durch Petrus voraus (Markus 14,26-31 *)
Jesus betet in Gethsemaneh. Die Jünger schlafen (Markus 14,32-42 *)
Jesus wird auf Grund des Verrates durch Judas Iskarioth festgenommen (Markus 14,43-46 *)
Der Schwertangriff auf den Knecht des Hohenpriesters (Markus 14,47-48 *)
Jesus Erstaunen über die nächtliche Festnahme (Markus 14,49 *)
Die Flucht der Jünger (Markus 14,50 *)
Die Flucht eines jungen Mannes (Markus?) (Markus 14,51-52 *)
Jesu Vorführung vor die religiösen Führer des Volkes (Markus 14,53 *)
Petrus im Hof des Hauses des Hohenpriesters (Markus 14,54 *)
Lukas 22,7-23 *: Es kam aber der Tag der ungesäuerten Brote, da man das Passah schlachten mußte. Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Gehet hin, bereitet uns das Passah, damit wir es essen! Sie aber sprachen: Wo willst du, daß wir es bereiten? Er aber sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr in die Stadt hineinkommet, so wird euch ein Mensch begegnen, der einen Krug mit Wasser trägt; dem folget in das Haus, in das er hineingeht, und sprechet zu dem Hausherrn: Der Meister läßt dir sagen: Wo ist die Herberge, in der ich das Passah mit meinen Jüngern essen kann? Und jener wird euch einen großen, mit Polstern belegten Saal zeigen; daselbst bereitet es zu. Sie gingen hin und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passah. Und als die Stunde kam, setzte er sich zu Tische und die zwölf Apostel mit ihm. Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich leide. Denn ich sage euch, ich werde es nicht mehr essen, bis es erfüllt sein wird im Reiche Gottes. Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmet diesen und teilet ihn unter euch! Denn ich sage euch, ich werde hinfort nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken, bis das Reich Gottes gekommen ist. Und er nahm das Brot, dankte, brach es, gab es ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis! ebenso auch den Kelch nach dem Mahle und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blute, das für euch vergossen wird. Doch siehe, die Hand dessen, der mich verrät, ist mit mir auf dem Tische. Denn des Menschen Sohn geht zwar dahin, wie es bestimmt ist; aber wehe dem Menschen, durch welchen er verraten wird! Und sie fingen an, sich untereinander zu befragen, welcher von ihnen es wohl wäre, der solches tun würde.
Der Zusammenhang der Passahfeier Jesu bei Lukas:
Vom Einzug in Jerusalem bis zur Passahfeier:
Jesu Einzug in Jerusalem (Lukas 19,28-38 *)
Die Pharisäer widersprechen dem Messiasbekenntnis der Volksmenge (Lukas 19,39-40 *)
Jesus weint über die kommende Zerstörung Jerusalems (Lukas 19,41-44 *)
Jesus treibt die Händler aus dem Tempel (Lukas 19,45-48 *)
Frage des Hohen Rates nach Jesu Vollmacht (Lukas 20,1-8 *)
Jesu Gleichnis von den Weingärtnern, die selbst den Sohn des Herren des Weinberges umbringen (Lukas 20,9-16 *)
Jesus zitiert das Psalmwort vom Eckstein (Lukas 20,17-18 *)
Der Wunsch, Jesus festzunehmen, und die Angst vor dem Volk (Lukas 20,19-20 *)
Fangfrage an Jesus nach der Rechtmäßigkeit von Steuern (Lukas 20,21-26 *)
Fangfrage der Sadduzäer nach der Auferstehung der Toten (Lukas 20,27-36 *)
Jesus bekennt sich zur Auferstehung der Toten, weil Gott ein Gott der Lebenden ist (Lukas 20,37-40 *)
Jesu Gegenfrage nach dem Messias als dem Sohn Davids, den David Herr nennt (Lukas 20,41-44 *)
Jesus warnt vor dem Beispiel der Schriftgelehrten (Lukas 20,45-47 *)
Jesus beobachtet das Verhalten am Opferkasten (Lukas 21,1-4 *)
Jesus prophezeit die Zerstörung des Tempels (Lukas 21,5-6 *)
Jesus nimmt die Frage nach dem Zeitpunkt der Tempelzerstörung zum Anlass, über das Ende der Weltzeit zu sprechen (Lukas 21,7 *)
Zeichen des Endes – Falsche Christusse (Lukas 21,8 *)
Zeichen des Endes – Kriege und Aufstände (Lukas 21,9-10 *)
Zeichen des Endes – Erdbeben, Seuchen, Hungersnöte und große Zeichen am Himmel (Lukas 21,11 *)
Zeichen des Endes – Jüngerverfolgung (Lukas 21,12-19 *)
Zeichen und Verhaltensregeln für die Zeit der Zerstörung Jerusalem (Lukas 21,20-24 *)
Zeichen des Endes – Zeichen an Sonne, Mond, Sternen und Meer (Lukas 21,25-26 *)
Das Kommen des Menschensohnes (Lukas 21,27-28 *)
Jesu Gleichnis vom Feigenbaum (Lukas 21,29-31 *)
Aussage Jesu, dass diese Generation noch die Zerstörung Jerusalems erlebt (Lukas 21,32 *)
Unvergänglichkeit des Wortes Jesu (Lukas 21,33 *)
Mahnung zur Wachsamkeit (Lukas 21,34-36 *)
Jesus predigt tagsüber im Tempel und übernachtet am Ölberg (Lukas 21,37-38 *)
Pläne der religiösen Führer (Lukas 22,1-2 *)
Judas Iskariot bietet an, Jesus zu verraten (Lukas 22,3-6 *)
Es folgt die Passahfeier.
Ereignisse direkt nach der Passahfeier Jesu bis zu seiner Gefangennahme:
Es entstand aber auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen für den Größten zu halten sei. Er aber sagte zu ihnen: Die Könige der Völker herrschen über sie, und ihre Gewalthaber heißt man Wohltäter. Ihr aber nicht also; sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste, und der Gebieter wie der Diener. Denn wer ist größer: wer zu Tische sitzt, oder der Diener? Ist es nicht der, welcher zu Tische sitzt? Ich aber bin mitten unter euch wie der Diener. Ihr aber seid die, welche bei mir ausgeharrt haben in meinen Anfechtungen. Und ich verordne euch, wie mir mein Vater das Reich verordnet hat, daß ihr an meinem Tische in meinem Reiche essen und trinken und auf Thronen sitzen sollt, um die zwölf Stämme Israels zu richten. (Lukas 22,24-30 *)
Danach:
Rangstreit der Jünger – Jesus mahnt zur Demut (Lukas 22,24-27 *)
Jesus verheißt seinen Jünger die Königswürde (Lukas 22,28-30 *)
Jesus betet um Glauben für Petrus (Lukas 22,31-33 *)
Jesus kündigt die Verleugnung durch Petrus an (Lukas 22,34 *)
Jesus bereitet seine Jünger auf die Zeit nach seiner Himmelfahrt vor (Lukas 22,35-36 *)
Jesus und das Schwert (Lukas 22,37-38 *)
Jesus betet am Ölberg – Erscheinung eines Engels – Schlaf der Jünger (Lukas 22,39-46 *)
Jesu Gefangennahme (Lukas 22,47-48 *)
Verteidigungsversuche der Begleiter Jesu (Lukas 22,49-50 *)
Jesus heilt den Knecht des Hohenpriesters (Lukas 22,51 *)
Jesus beschuldigt die Hohenpriester, in der Macht der Finsternis zu handeln (Lukas 22,52-53 *)
Im Hof des Hohenpriesters – Petrus verleugnet Jesus (Lukas 22,54-62 *)
Johannes 13,1-30 ⇩ *: Vor dem Passahfeste aber, da Jesus wußte, daß seine Stunde gekommen sei, aus dieser Welt zum Vater zu gehen: wie er geliebt hatte die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Und während der Mahlzeit, als schon der Teufel dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten, obgleich Jesus wußte, daß ihm der Vater alles in die Hände gegeben habe und daß er von Gott ausgegangen sei und zu Gott hingehe, steht er vom Mahle auf, legt seine Kleider ab, nimmt einen Schurz und umgürtet sich; darauf goß er Wasser in das Becken und fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und sie mit dem Schurz zu trocknen, mit dem er umgürtet war. Da kommt er zu Simon Petrus, und dieser spricht zu ihm: Herr, solltest du mir die Füße waschen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, weißt du jetzt nicht, du wirst es aber hernach erfahren. Petrus spricht zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du keine Gemeinschaft mit mir. Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, nicht meine Füße nur, sondern auch die Hände und das Haupt! Jesus spricht zu ihm: Wer gebadet ist, hat nicht nötig, gewaschen zu werden, ausgenommen die Füße, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er kannte seinen Verräter; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein. Nachdem er nun ihre Füße gewaschen und seine Kleider angezogen hatte, setzte er sich wieder zu Tische und sprach zu ihnen: Versteht ihr, was ich euch getan habe? Ihr heißet mich Meister und Herr und saget es mit Recht; denn ich bin es auch. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr einander die Füße waschen. Denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr tut, wie ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Knecht ist nicht größer als sein Herr, noch der Gesandte größer als der ihn gesandt hat. Wenn ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr es tut. Ich rede nicht von euch allen; ich weiß, welche ich erwählt habe. Doch muß die Schrift erfüllt werden: «Der mit mir das Brot ißt, hat seine Ferse wider mich erhoben.» Jetzt sage ich es euch, ehe es geschieht, damit, wenn es geschehen ist, ihr glaubet, daß ich es bin. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer aufnimmt, welchen ich senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Da Jesus solches gesprochen hatte, ward er im Geiste erregt, bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, einer unter euch wird mich verraten! Da sahen die Jünger einander an und wußten nicht, von welchem er redete. Es hatte aber einer seiner Jünger, den Jesus liebte, bei Tische seinen Platz an der Seite Jesu. Diesem winkt nun Simon Petrus, daß er forschen möchte, wer es sei, von dem er rede. Da lehnt sich jener an die Brust Jesu und spricht zu ihm: Herr, wer ist's? Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauchen und geben werde. Und er taucht den Bissen ein und gibt ihn dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot. Und nach dem Bissen, da fuhr der Satan in ihn. Da spricht Jesus zu ihm: Was du tun willst, das tue bald! Das aber verstand keiner von denen, die zu Tische saßen, wozu er es ihm sagte. Denn etliche meinten, weil Judas den Beutel hatte, sage Jesus zu ihm: Kaufe, was wir zum Feste bedürfen; oder er solle den Armen etwas geben. Da nun jener den Bissen genommen hatte, ging er alsbald hinaus. Es war aber Nacht.
Der Zusammenhang der Passahfeier Jesu bei Johannes:
Vom Einzug in Jerusalem bis zur Passahfeier:
Juden bereiten Jesus auf dem Weg nach Jerusalem einen großen Empfang mit Palmenzweigen (Johannes 12,12-16 *)
Breitenwirkung der Auferweckung des Lazarus und Verzweiflung der Pharisäer (Johannes 12,17-19 *)
Griechen begehren, Jesus zu sehen (Johannes 12,20-22 *)
Jesu Gleichnis vom Weizenkorn, vom Leben und vom ewigen Leben (Johannes 12,23-26 *)
Jesu Todesangst und sein Wunsch, den Vater zu verherrlichen – Die Antwort Gottes (Johannes 12,27-29 *)
Jesus über seine Erhöhung, den Messias und das Licht, das nur noch kurze Zeit leuchtet (Johannes 12,30-36 *)
Jesu Wunderzeichen und der Unglaube der Juden – Erfüllung alttestamentlicher Prophetie (Johannes 12,37-40 *)
Glaube unter den religiösen Führern, die sich aber aus Angst vor den Pharisäer nicht dazu bekannten (Johannes 12,41-43 *)
Jesu Predigt über den Glauben an Gott, der ihn gesandt hat, das Licht und das Wort Gottes, das über Glaube und Unglaube richten wird (Johannes 12,44-50 *)
Es folgt die Passahfeier.
Ereignisse direkt nach der Passahfeier Jesu bis zu seiner Gefangennahme:
Als er nun hinausgegangen war, sprach Jesus: Jetzt ist des Menschen Sohn verherrlicht, und Gott ist verherrlicht durch ihn! Ist Gott verherrlicht durch ihn, so wird Gott auch ihn verherrlichen durch sich selbst und wird ihn alsbald verherrlichen. Kindlein, nur noch eine kleine Weile bin ich bei euch. Ihr werdet mich suchen, und wie ich zu den Juden sagte: Wohin ich gehe, dahin könnt ihr nicht kommen, so sage ich jetzt auch zu euch. Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebet; daß, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebet. Daran wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, wohin gehst du? Jesus antwortete ihm: Wohin ich gehe, dahin kannst du mir jetzt nicht folgen, du wirst mir aber später folgen. Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich lassen! Jesus antwortete: Dein Leben willst du für mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, der Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast! (Johannes 13,31-38 *)
Danach:
Jesus kündigt seine Verherrlichung im Leiden an (Johannes 13,31-33 *)
Jesu Liebesgebot (Johannes 13,34-35 *)
Petrus fragt, wohin Jesus geht (Johannes 13,36-37 *)
Jesus kündigt Petrus Verleugnung an (Johannes 13,38 *)
Jesus über die vielen Wohnungen in seines Vaters Haus (Johannes 14,1-4 *)
Frage des Thomas über den Weg – Jesus offenbart sich als Weg, Wahrheit und Leben (Johannes 14,5-7 *)
Wunsch des Philippus, den Vater zu sehen – Jesus im Vater, der Vater in Jesus (Johannes 14,8-11 *)
Verheißung der Vollmacht des Glaubenden – Ermutigung zum Bitten in Jesu Namen (Johannes 14,12-14 *)
Jesus erwartet, dass die ihn lieben seine Gebote halten (Johannes 14,15 *)
Jesus verheißt die Sendung des Heiligen Geistes (Johannes 14,16-17 *)
Jesus verheißt, in den Jüngern zu sein und die Jünger in ihm (Johannes 14,18-20 *)
Jesus wiederholt seine Erwartung, dass die ihn lieben seine Gebote halten (Johannes 14,21 *)
Judas fragt, warum Jesus sich nicht der Welt offenbart – Grundlage der Offenbarung ist die Liebe (Johannes 14,22-24 *)
Jesus verheißt erneut die Sendung des Heiligen Geistes – Er wird die Jünger lehren (Johannes 14,25-26 *)
Jesus verheißt Frieden (Johannes 14,27 *)
Jesu prophetische Wort von seinem Weg zum Vater sollen den Glauben der Jünger stärken (Johannes 14,28-29 *)
Jesus geht gehorsam seinen Weg zum Vater, auch Angesichts der Macht des Fürsten der Welt (Johannes 14,30 *)
Jesus verlässt mit seinen Jünger den Ort des Abendmahls (Johannes 14,31 *)
Jesu Gleichnis vom Weingärtner, Weinstock und den Reben (Johannes 15,1-5 *)
Jesus über das Bleiben in ihm (Johannes 15,6-8 *)
Jesus beschreibt das Wesen der Liebesgemeinschaft zwischen dem Vater, ihm und den Jüngern (Johannes 15,9-13 *)
Jesus nennt seine Jünger Freunde, die er erwählt hat, damit sie Frucht bringen (Johannes 15,14-16 *)
Jesus bereitet seine Jünger auf den Hass der Welt vor (Johannes 15,17-21 *)
Jesus über die Schuld der Welt, die die Werke nicht anerkennt, die Jesus getan hat (Johannes 15,22-25 *)
Jesus über den Heiligen Geist, der Zeugnis von Jesus ablegen wird (Johannes 15,26-27 *)
Jesus bereitet seine Jünger auf Verfolgungen vor (Johannes 16,1-4 *)
Jesus geht zum Vater, damit der Heiliger Geist kommen kann, der die Welt überführen wird (Johannes 16,5-11 *)
Jesus verheißt den Heiligen Geist, der das Zukünftige offenbaren wird (Johannes 16,12-13 *)
Jesu Verherrlichung und die Trauer der Jünger, die sich in Freude wandeln wird (Johannes 16,14-22 *)
Jesus über die zukünftige Gemeinschaft der Jünger mit dem Vater, die alle Fragen klärt (Johannes 16,23-28 *)
Jesus dämpft die Begeisterung der Jünger über ihr neu gewonnenes Verständnis und kündigt die Zerstreuung der Jünger an (Johannes 16,29-32 *)
Jesus über den Frieden, den die Jünger haben werden, weil Jesus die Welt überwunden hat (Johannes 16,33 *)
Jesu Bitte um Verherrlichung (Johannes 17,1 *)
Jesu Anbetung Gottes wegen der Gabe des ewigen Lebens (Johannes 17,2-4 *)
Jesus legt Rechenschaft ab über die Menschen, die Gott ihm anvertraut hat (Johannes 17,5-8 *)
Jesu Fürbitte für die Menschen, die Gott ihm anvertraut hat (Johannes 17,9-10 *)
Jesu Bitte um das Einssein der Jünger (Johannes 17,11 *)
Jesu Bitte um Freude für die Jünger (Johannes 17,12-13 *)
Jesu Bitte um Bewahrung vor dem Bösen für die Jünger (Johannes 17,14-15 *)
Jesu Bitte um Heiligung in Wahrheit für die Jünger (Johannes 17,16-17 *)
Jesu Rechenschaft vor Gott: Er sendet seine Jünger in die Welt und heiligt sich stellvertretend für sie (Johannes 17,18-19 *)
Jesu Bitte um Einssein seiner Jünger mit denen, die noch durch das Wort der Jünger zum Glauben kommen werden (Johannes 17,20-21 *)
Jesu Rechenschaft vor Gott über die Herrlichkeit, die er seinen Jüngern verliehen hat (Johannes 17,22-23 *)
Jesus will, dass die, die der Vater ihm gegeben hat, auch dort seien, wo Jesus ist (Johannes 17,24-25 *)
Jesus verpflichtet sich, Gottes Namen kundzutun, damit Gottes Liebe in den Jüngern sei (Johannes 17,26 *)
Jesus geht in den Garten Gethsemane – Judas Iskarioth führt die Knechte der Hohenpriester ebenfalls dorthin (Johannes 18,1-9 *)
Petrus zieht das Schwert, aber Jesus weist diese Art der Unterstützung zurück (Johannes 18,10-11 *)
Jesu Festnahme und Vorführung bei Hannas (Johannes 18,12-14 *)
Petrus und ein weiterer Jünger folgen Jesus in den Hof des Hauses des Hohenpriesters (Johannes 18,15-16 *)
Petrus verleugnet Jesus das erste Mal (Johannes 18,17-18 *)
Die Darstellung zeigt sehr deutlich, wie gedrängt voll die letzten Tage Jesu waren. Jesus wollte seine Jünger auf das vorbereiten, was ihnen bevorstand. Daraus wird die Seelsorge Jesu deutlich. Er fällt nicht mit der Tür ins Haus, sondern er beginnt, indem er die Jünger beruft und an seinem Heilungsdienst teilhaben lässt. Es dauert sehr lange, bis Jesus die Jünger fragt: „Für wen haltet ihr mich?“ Diese Frage stellt Jesus erst, als er mit ihnen nach Jerusalem geht. Erst jetzt beginnt er, sie auf sein Leiden vorzubereiten. Jesus verhehlt den Jüngern nichts, aber er offenbart ihnen Dinge erst, wenn sie soweit gewachsen sind, dass sie sie auch ertragen können. Dies dürfen wir auch für uns erwarten. Unser Herr wird uns zur rechten Zeit offenbaren, was uns bevorsteht. Und er wird dafür sorgen, dass wir dann auch die Kraft haben es zu ertragen. Aber er ist mit uns behutsam. Nicht alles, was wir gerne wissen wollen, wird uns auch offenbart werden. Auch Simon Petrus muss das erfahren. Jesus spricht darüber, „durch welchen Tod er Gott verherrlichen werde.“ Und Simon Petrus schaut auf Apostel Johannes und fragt sich, wie es diesem Jünger wohl ergehen mag: Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was soll aber dieser? Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach! Daher kam nun das Gerede unter den Brüdern: «Dieser Jünger stirbt nicht.» Und doch hat Jesus nicht zu ihm gesagt, er sterbe nicht, sondern: Wenn ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? (Johannes 21,21-23 *) Jesus schweigt über das Schicksal dieses Jüngers und schon beginnen die Spekulationen. Selbst den Jüngern Jesu fiel es schwer zu schweigen, wenn ihr Meister schwieg.
Dieses Haltung Jesu, erst dann zu reden, wenn die Dinge reif sind, führt dazu, dass diese letzte Reiste nach Jerusalem so intensiv ist, so vollgepackt mich wichtigen Informationen, auch für uns heute. Aber unter all diesem Druck feiert Jesus mit den Jüngern Abendmahl. Er wird sogar selbst aktiv: „Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Gehet hin, bereitet uns das Passah, damit wir es essen!“ Er hat den Jüngern so viel zu sagen. Und trotzdem wird er nicht hektisch. Er feiert das Passah mit ihnen, nicht aus Pflichtbewusstsein, sondern: „Mich hat herzlich verlangt, dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich leide.“ Später wird er sich in den Garten Gethsemane zurückziehen und beten. Aber vorher feiert er mit seinen Jüngern.
Bei der Betrachtung der Reden Jesu vor und nach der Passahfeier fällt auf, dass die Reden immer persönlicher werden. Die Reden Jesu nach der Passahfeier wurden von den Jüngern als so persönlich empfunden, dass sie sie gar nicht mitteilen mochten. Matthäus berichtet nur noch von Gethsemane und dem dreimaligen Scheitern der Jünger, wach zu bleiben. Danach berichtet er von der Gefangennahme Jesu. Markus wurde wohl von Simon Petrus aufgetragen, auf jeden Fall davon zu berichten, dass Jesus ihm vorhergesagt hat, dass Simon Petrus Jesus verleugnen würde. Ansonsten berichtet er wie Matthäus und fügt vermutlich seine eigene Geschichte hinzu, wie er als junger Mann neugierig hinter dem gefangenen Jesu hergegangen ist. Lukas fügt noch den Rangstreit der Jünger und die Verheißung der Königswürde für die Jünger mit an, berichtet ansonsten wie Markus, allerdings ohne die Episode mit dem jungen Mann, der Jesus folgt. Dies mag daran liegen, dass die Jünger die nachfolgenden Reden Jesu als ihr persönliches Eigentum gesehen haben. Erst Apostel Johannes, der vermutlich der letzte überlebende Jünger war, wurde es bewusst, welch ein Verlust es wäre, wenn diese persönlichen Worte Jesu nicht auch nachfolgenden Generationen bekannt würden.
Umgekehrt setzt Apostel Johannes die Einsetzung des Abendmahls wohl als bekannt voraus. Er schildert die Fußwaschung und die damit einhergehende Demutsforderung Jesu und im Anschluss die Entlarvung des Verräters. Damit macht er mehrere Dinge deutlich. Zum einen, dass auch dieses Abendmahl kein lustiges Plauschen war, sondern dass es eingebettet war in die Belehrungen Jesu: Er spricht über Demut, über das Verhältnis von Meister und Knecht, über Reinheit, aber auch über fehlende Reinheit. Und er zeigt den Jüngern, dass er sie besser kennt als sie selbst, denn als er ihnen voraussagt, dass einer von ihnen ihn verraten wird, werden sie ganz unsicher. Zum anderen zeigt die Art, wie Apostel Johannes über die Passahfeier berichtet, dass in den Worten Jesu nichts sakramentales zu finden ist, keine Formel, die so und nicht anders gesprochen werden muss, denn wenn es Heilsbedeutung gehabt hätte, hätte er es ganz sicher mitgeteilt. Damit wird der Bedeutung des Gedächtnisses an Jesu Tod, das im Abendmahl erfolgt, kein Abbruch getan. Eher sollte umgekehrt uns dieser Gedanke leiten, dass wir hier keinem Ritus zu folgen haben, sondern dass wir an Jesu Tod zu denken haben, dass wir uns seinen Tod in Erinnerung zu rufen haben, dass wir zu bekennen haben, dass unser Heil nicht in unseren Werken, sondern allein in Jesu Tod zu finden ist.
Man mag nun mit 1.Korinther 11,17-34 * argumentieren. Spricht Paulus hier nicht eine Abendmahlsformel aus? Er gibt den Korinthern in der Tat eine Abendmahlsordnung:
Das aber kann ich, da ich am Verordnen bin, nicht loben, daß eure Zusammenkünfte nicht besser, sondern eher schlechter werden. Denn erstens höre ich, daß, wenn ihr in der Gemeinde zusammenkommt, Spaltungen unter euch sind, und zum Teil glaube ich es; denn es müssen ja auch Parteiungen unter euch sein, damit die Bewährten offenbar werden unter euch! Wenn ihr nun auch am selben Orte zusammenkommt, so ist das doch nicht, um des Herrn Mahl zu essen; denn ein jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, so daß der eine hungrig, der andere trunken ist. Habt ihr denn keine Häuser, wo ihr essen und trinken könnt? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschämet die, welche nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? Dafür lobe ich nicht! Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, nämlich daß der Herr Jesus in der Nacht, da er verraten wurde, Brot nahm, es mit Danksagung brach und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird, solches tut zu meinem Gedächtnis! Desgleichen auch den Kelch, nach dem Mahl, indem er sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; solches tut, so oft ihr ihn trinket, zu meinem Gedächtnis! Denn so oft ihr dieses Brot esset und den Kelch trinket, verkündiget ihr den Tod des Herrn, bis daß er kommt. Wer also unwürdig das Brot ißt oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig am Leib und am Blut des Herrn. Es prüfe aber ein Mensch sich selbst, und also esse er von dem Brot und trinke aus dem Kelch; denn wer unwürdig ißt und trinkt, der ißt und trinkt sich selbst ein Gericht, weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet. Deshalb sind unter euch viele Schwache und Kranke, und eine beträchtliche Zahl sind entschlafen; denn wenn wir uns selbst richteten, würden wir nicht gerichtet werden; werden wir aber vom Herrn gerichtet, so geschieht es zu unserer Züchtigung, damit wir nicht samt der Welt verdammt werden. Darum, meine Brüder, wenn ihr zum Essen zusammenkommt, so wartet aufeinander! Hungert aber jemand, so esse er daheim, damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Das übrige will ich anordnen, sobald ich komme.
Zunächst einmal fällt auf, dass der Apostel beiläufig auf das Thema Abendmahl zu sprechen kommt: „Das aber kann ich, da ich am Verordnen bin, nicht loben, daß eure Zusammenkünfte nicht besser, sondern eher schlechter werden.“ Er hat zunächst über schickliche Kleidung im Gottesdienst gesprochen und dazu Anordnungen getroffen. Dabei fällt ihm ein, dass er ja auch noch etwas zum Abendmahl sagen wollte. Paulus kann auch ganz anders reden. Das 13. Kapitel des ersten Korintherbriefes, das hohe Lied der Liebe, leitet er so ein: „Doch zeige ich euch jetzt einen noch weit vortrefflicheren Weg!“ (1.Korinther 12,31 *) Hier betont er, wie wichtig das folgende für die Gemeinde ist. Er weiß also schon, wie man Dinge betont, die man für besonders wichtig hält. Beim Abendmahl ist sein Hauptpunkt nicht etwa das Abendmahl als Element des Heils, sondern die rechte Feier des Abendmahls. Dazu macht er wichtige Anmerkungen:
So ist das Herrenmahl nach Paulus keineswegs auf die leichte Schulter zu nehmen:
Diese Forderungen des Apostels Paulus sind nicht etwa Erfindungen des Apostels, sondern sie sind originäre Forderungen Jesu Christi:
Zur Vorbereitung:
Das Einssein in der Gemeinde und damit das Verbot von Parteiungen finden wir bei Jesus etwa im hohepriesterlichen Gebet:
Johannes 17,11 *: Und ich bin nicht mehr in der Welt, sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie wir!
Johannes 17,20-23 *: Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf daß auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt hast. Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind. Ich in ihnen und du in mir, auf daß sie zu vollendeter Einheit gelangen, damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst.
Zum Thema „Essen, während den Bruder hungert:“ Römer 14,5 ⇩ *: Dieser achtet einen Tag höher als den andern, jener hält alle Tage gleich; ein jeglicher sei seiner Meinung gewiß!
Zur Frage der Selbstprüfung und Vergebung zwei Bibelstellen:
Matthäus 5,23-24 *: Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und daselbst eingedenk wirst, daß dein Bruder etwas wider dich habe, so laß deine Gabe dort vor dem Altar und gehe zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder und alsdann komm und opfere deine Gabe.
Matthäus 18,15-22 *: Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so gehe hin und weise ihn zurecht unter vier Augen. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Hört er aber nicht, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen beruhe. Hört er aber diese nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er aber auch die Gemeinde nicht, so gelte er dir wie ein Heide und Zöllner. Wahrlich, ich sage euch, was ihr auf Erden binden werdet, das wird im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, das wird im Himmel gelöst sein. Weiter sage ich euch, wenn zwei von euch übereinkommen werden auf Erden über irgend eine Sache, für die sie bitten wollen, so soll sie ihnen zuteil werden von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Da trat Petrus herzu und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, welcher gegen mich sündigt? Bis siebenmal? Jesus antwortete ihm: Ich sage dir, nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmalsiebenmal!
Das Ziel des Abendmahl wird auch bei Jesus in den von den Synoptikern überlieferten Einsetzungsworten Jesu deutlich formuliert. Der Apostel Paulus spricht hier also nur aus, was Jesus bereits formuliert hat. Zusätzlich lesen wir bei ihm von den Folgen der Missachtung des Herrenmahls: Gericht, Schwäche, Krankheit und Tod. Dabei spricht er bei Schwäche, Krankheit und Tod nicht von einer direkten Folge. Er sagt also nicht: Wer missachtet, der wird mit Schwäche, Krankheit oder Tod bestraft. Für mich klingt die Aussage des Apostels eher wie: „Euere Machtlosigkeit gegenüber Schwäche, Krankheit und Tod ist eine Folge der Tatsache, dass ihr in eueren Versammlungen den Leib des Herrn nicht unterscheidet.“
An keiner Stelle sagt der Apostel etwas darüber, dass das Abendmahl heilsnotwendig ist. Genauso könnte man argumentieren, dass unsere Gemeinden nicht vor Gott bestehen, weil wir die Fußwaschung nicht praktizieren, die Jesus ja ebenfalls uns als Vorbild gesetzt hat: „Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr einander die Füße waschen. Denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr tut, wie ich euch getan habe.“ (Johannes 13,14-15 ⇧ *) Welchen biblischen Grund haben wir, die Fußwaschung zu ignorieren. Reicht es aus, darauf hinzuweisen, dass weder die Synoptiker noch die Lehrbücher die Fußwaschung thematisieren? Mit diesem Hinweis will ich nur zeigen, dass die Kirchengeschichte und auch die apostolische Zeit die Freiheit hatte, bestimmte Feste zu feiern und andere Feste nicht zu feiern. Paulus diskutiert im Römerbrief ausführlich die Frage, welche Tage besonders zu feiern sind, etwa der Sabbat oder der Tag des Herrn, der Tag nach dem Sabbat, der Tag, an dem Jesus von den Toten auferstanden ist: Dieser achtet einen Tag höher als den andern, jener hält alle Tage gleich; ein jeglicher sei seiner Meinung gewiß! (Römer 14,5 ⇩ ⇧ *) Und er führt dann im Folgenden aus, dass es dabei um den Glauben geht, dass jemand etwas im Glauben tun kann. Und er beschließt das 14. Kapitel mit dem starken Wort: „Alles aber, was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde.“
Im Blick auf das Abendmahl heißt das nun, dass sich die einzelnen Gemeinden nicht gegenseitig Vorschriften machen sollten. Wenn ich also einem katholischen Christen zwinge, gegen sein Gewissen das Abendmahl als Gedächnismahl zu nehmen, ohne dass er selbst dies als Gottes Willen im Glauben annehmen kann, so zwinge ich ihn zu sündigen, weil er etwas gegen seinen Glauben tun muss. So soll eine jede Ortsgemeinde das Abendmahl so feiern, wie sie es im Glauben tun kann. Dabei ist Glauben mehr als ein Dafürhalten: „Ich denke mir das so und so ...“ Der Hebräerbrief macht ganz deutlich, was Glauben ist: Es ist aber der Glaube ein Beharren auf dem, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht. (Hebräer 11,1 *) Der Glaube bezieht sich auf unser Hoffen auf die unsichtbare Welt Gottes, nicht auf diesen oder jenen lehrmäßigen Unterschied.
Zu oft hat sich die Christenheit in lehrmäßige Kleinkriege verstrickt, statt die Größe des Apostels Paulus zur Kenntnis zu nehmen: „Ein jeglicher sei seiner Meinung gewiß!“ Der Schreiber des Hebräerbriefes fordert uns auf: Lasset uns festhalten am Bekenntnis der Hoffnung, ohne zu wanken (denn er ist treu, der die Verheißung gegeben hat); (Hebräer 10,23 *) Der Apostel Petrus fordert die Gemeinde auf: Aber wenn ihr auch um Gerechtigkeit willen zu leiden habt, seid ihr selig. Ihr Drohen aber fürchtet nicht und erschrecket nicht; sondern heiliget den Herrn Christus in euren Herzen! und seid allezeit bereit zur Verantwortung gegen jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, (1.Petrus 3,14-15 *) Wir haben, wo immer es möglich ist, Rechenschaft abzugeben von unserer Hoffnung. Wir sind eher geneigt, Fragen zu stellen, um zu prüfen, ob der Bruder den rechten Glauben hat. Wir sollten uns mehr auf die Hoffnung konzentrieren, die wir gemeinsam haben, statt über Unterschiede zu streiten, die ein Mensch, der keinen theologischen Hintergrund hat, gar nicht versteht. Dabei sollten wir auch an das Wort Jesu denken, das uns warnen will: Ich sage euch aber, daß die Menschen am Tage des Gerichts Rechenschaft geben müssen von jedem unnützen Wort, das sie geredet haben. (Matthäus 12,36 *) Paulus sagt Ähnliches in dem bereits zitierten 14.Kapitel des Römerbriefes: So wird also ein jeglicher für sich selbst Gott Rechenschaft geben. (Römer 14,12 ⇧ *) Angesichts eines solchen Wortes kann ich für mich nur sagen: „Herr, sei mir Sünder gnädig.“
Das Passahfest, seine verschiedenen Ausprägungen und insbesondere die unterschiedlichen Gottesreden in diesem Zusammenhang haben mich veranlasst, einmal an Hand einen Textes von Werner H. Schmidt zum Thema Passah auf die Auswirkungen der Quellenhypothese auf unser Verständnis des Alten Testamentes und insbesondere des Handelns Gottes einzugehen. Dabei habe ich keine Würdigung des Gesamtwerkes von Werner H. Schmidt, einem Alttestamentler, der in Wien, Kiel und Marburg und von 1984 bis 2000 als Professor für Altes Testament in Bonn lehrte, angestrebt, sondern nur einen kurzen Text aus seinem Buch:
Alttestamentlicher Glaube in seiner Geschichte (S.144 ff)
Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1987
über das Passah ausgewählt. Man muss sich bewusst sein, das die Quellenhypothese der Interpretation, wie wir sie hier gegeben haben, konträr entgegensteht. Sie verstellt den Blick auf Gott. Die Gottesreden sind dann nicht mehr Ausdruck des souveränen Wollens Gottes, sondern sie sind Sichtweisen unterschiedlicher Autoren, die zu unterschiedlichen Zeiten ihre Sicht Gottes darlegen. Der geplante Absatz wurde so lang, dass ich dafür einen eigenständigen Text erstellt habe, da seine Bedeutung eher zu unserem Bibelverständnis insgesamt passt, die Beziehung zum Passahfest hat dabei nur noch den Charakter eines Beispiels.
Die Quellentheorie zu den Büchern Moses - Unser Gottesverständnis unter dem Einfluss der Quellentheorie
Zusammenfassung: Eigentlich schreibe ich nur ungern Negativ-Rezensionen, weil ich anregen und nicht aufregen möchte. Trotzdem soll hier einmal über die Quellentheorie zu den fünf Büchern Mose geschrieben werden. Werner H. Schmidt ist ein vehementer Vertreter dieser Theorie und hat sie bei allen seinen Betrachtungen über das Alte Testament durchgehalten. Das ist konsequent, hat aber Folgen für das Gottesverständnis. Er muss sich doch die Frage stellen: Ist da ein Gott, der sich uns im Alten Testament offenbart, oder sind da mehr oder minder brauchbare Gottesverständnisse unterschiedlicher Autoren, die zwar interessant sind, aber doch nur menschliche Vorstellungen über eine uns eigentlich unbekannte Welt darstellen? Gibt es überhaupt so etwas wie eine Selbstoffenbarung Gottes? Die Quellentheorie trübt unseren Blick auf Gott. Das ist auf jeden Fall festzustellen. Ob sie das mit Recht tut oder nicht, dass mag jeder für sich selbst entscheiden. Nach meiner Meinung ist die Bibel dann aber bestenfalls ein schlecht gemachtes und in vielen Teilen unglaubwürdiges Geschichtsbuch, wenn wir der Quellentheorie folgen. Ihr Gott ist dann ein vierfaches Gottesbild, von vier Autorengruppen erdacht, aber eigentlich beliebig. Welche Authorität von einem solchen Buch noch ausgeht, diese Antwort habe ich bei den Vertretern der Quellentheorie noch nicht gefunden.
Die Quellentheorie zu den Büchern Moses
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Bibelstellen Bibel zu verschiedenen Themenbereichen des Alten und Neuen Testamentes Lesefrüchte gesammelt aus verschiedenen Publikationen, thematisch geordnet |
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Euer Gott Sehet, da ist Euer Gott Ein Versuch, die Handlungsweisen Gottes an Hand biblischer Texte zu zeigen. |
Die Plagen Gott ringt um den Pharao |
Durchzug durch das Schilfmeer Gottes Gedanken sind höher als Menschengedanken |
Bibelarbeiten Bibelarbeiten für verschiedene Zielgruppen Die Faszination des Wortes Gottes |
Die Plagen Gott ringt um den Pharao |
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Menschen in der Bibel Menschen in der Begegnung mit Gott Die großen Glaubensfrauen und -männer der Bibel - Ihre Stärken und ihre Schwächen |
Die Plagen Gott ringt um den Pharao |
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| Die Gotteserfahrungen des Mose und die Grenzen, die Gott setzt | << 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 > >> | |
| Bereich | Anzahl der Bibelstellen (Zitate) | bezogen auf die Verse | relativ zum Durchschnitt der Bibel | Anteil an allen Zitaten | Gesamtzahl der Verse |
| Bibel ⇩ | 290 | 0,93 % | 100,00 % | 100,00 % | 31105 |
| Altes Testament ⇩ | 30 | 0,13 % | 13,90 % | 10,34 % | 23146 |
| AT Geschichtsbücher ⇩ | 30 | 0,23 % | 25,00 % | 10,34 % | 12871 |
| AT Lehrbücher ⇩ | 0 | 0,00 % | 0,00 % | 0,00 % | 4785 |
| AT Prophetische Bücher ⇩ | 0 | 0,00 % | 0,00 % | 0,00 % | 5490 |
| Neues Testament ⇩ | 260 | 3,27 % | 350,39 % | 89,66 % | 7959 |
| NT Geschichtsbücher ⇩ | 253 | 5,29 % | 567,00 % | 87,24 % | 4786 |
| NT Lehrbücher ⇩ | 7 | 0,25 % | 27,12 % | 2,41 % | 2768 |
| NT Prophetisches Buch ⇩ | 0 | 0,00 % | 0,00 % | 0,00 % | 405 |
| Bücher | Anzahl der Bibelstellen (Zitate) | bezogen auf die Verse | relativ zum Durchschnitt der Bibel | Anteil an allen Zitaten | Gesamtzahl der Verse |
| 2.Mose ⇧ ↓ | 14 | 1,15 % | 123,79 % | 4,83 % | 1213 |
| 3.Mose ⇧ ↓ | 2 | 0,23 % | 24,97 % | 0,69 % | 859 |
| 4.Mose ⇧ ↓ | 5 | 0,39 % | 41,64 % | 1,72 % | 1288 |
| 5.Mose ⇧ ↓ | 4 | 0,42 % | 44,74 % | 1,38 % | 959 |
| Josua ⇧ ↓ | 1 | 0,15 % | 16,30 % | 0,34 % | 658 |
| 2.Könige ⇧ ↓ | 2 | 0,28 % | 29,84 % | 0,69 % | 719 |
| 2.Chronika ⇧ ↓ | 2 | 0,24 % | 26,10 % | 0,69 % | 822 |
| Matthäus ⇧ ↓ | 76 | 7,10 % | 761,13 % | 26,21 % | 1071 |
| Markus ⇧ ↓ | 53 | 7,82 % | 838,45 % | 18,28 % | 678 |
| Lukas ⇧ ↓ | 52 | 4,52 % | 484,57 % | 17,93 % | 1151 |
| Johannes ⇧ ↓ | 72 | 8,19 % | 878,57 % | 24,83 % | 879 |
| Römer ⇧ ↓ | 1 | 0,23 % | 24,77 % | 0,34 % | 433 |
| 1.Korinther ⇧ ↓ | 2 | 0,46 % | 49,09 % | 0,69 % | 437 |
| Epheser ⇧ ↓ | 1 | 0,65 % | 69,20 % | 0,34 % | 155 |
| Hebräer ⇧ ↓ | 2 | 0,66 % | 70,80 % | 0,69 % | 303 |
| 1.Petrus ⇧ ↓ | 1 | 0,95 % | 102,15 % | 0,34 % | 105 |
| Nr. | Bibelstelle | Bibeltext |
| 1 ↑ | 2.Mose 5,1-5 1 |
Darnach gingen Mose und Aaron hinein und redeten mit dem Pharao: So spricht der HERR, der Gott Israels: Laß mein Volk ziehen, daß es mir in der Wüste ein Fest halte! Der Pharao antwortete: Wer ist der HERR, dessen Stimme ich hören soll, um Israel ziehen zu lassen? Ich weiß nichts von dem HERRN, ich will auch Israel nicht ziehen lassen! Sie sprachen: Der Hebräer Gott ist uns begegnet; wir wollen... |
| 2 ↑ | 2.Mose 12,1-20 1 2 3 4 5 6 7 8 9 |
Und der HERR redete mit Mose und Aaron im Ägyptenland und sprach: Dieser Monat soll euch der erste Monat sein, und von ihm sollt ihr die Monate des Jahres anheben. Saget der ganzen Gemeinde Israel und sprechet: Am zehnten Tage dieses Monats verschaffe sich jeder Hausvater ein Lamm, ein Lamm für jede Haushaltung; wenn aber die Haushaltung zu klein ist für ein Lamm, so nehme er es gemeinsam mit... |
| 3 ↑ | 2.Mose 12 1 2 |
Und der HERR redete mit Mose und Aaron im Ägyptenland und sprach: Dieser Monat soll euch der erste Monat sein, und von ihm sollt ihr die Monate des Jahres anheben. Saget der ganzen Gemeinde Israel und sprechet: Am zehnten Tage dieses Monats verschaffe sich jeder Hausvater ein Lamm, ein Lamm für jede Haushaltung; wenn aber die Haushaltung zu klein ist für ein Lamm, so nehme er es gemeinsam mit... |
| 4 ↑ | 2.Mose 12,21-27 1 |
Und Mose berief alle Ältesten in Israel und sprach zu ihnen: Machet euch auf und nehmet euch Lämmer für eure Familien und schächtet das Passah! Und nehmet einen Büschel Ysop und tauchet ihn in das Blut im Becken und bestreicht mit diesem Blut im Becken die Oberschwelle und die zwei Türpfosten; und kein Mensch von euch gehe zu seiner Haustüre hinaus bis an den Morgen! Denn der HERR wird umhergehen... |
| 5 ↑ | 2.Mose 12,28 1 |
Da neigte sich das Volk und betete an. Und die Kinder Israel gingen hin und taten solches; wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte, also taten sie. |
| 6 ↑ | 2.Mose 12,29 1 |
Und es begab sich zu Mitternacht, da schlug der HERR alle Erstgeburt in Ägypten, von dem ersten Sohne des Pharao, der auf dem Throne saß, bis auf den ersten Sohn der Gefangenen, die in dem Gefängnisse waren, auch alle Erstgeburt des Viehes. |
| 7 ↑ | 2.Mose 12,30-32 1 |
Da stand der Pharao auf in derselben Nacht, er und alle seine Knechte und alle Ägypter; und es war ein großes Geschrei in Ägypten, denn es gab kein Haus, darin nicht ein Toter war. Und er berief Mose und Aaron in der Nacht und sprach: Machet euch auf und ziehet aus von meinem Volke, ihr und die Kinder Israel, und gehet hin, dienet dem HERRN, wie ihr gesagt habt! Nehmet auch eure Schafe und eure... |
| 8 ↑ | 2.Mose 12,33-36 1 |
Und die Ägypter drangen sehr in das Volk, daß sie dasselbe eilends aus dem Lande trieben; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes! Und das Volk trug seinen Teig, ehe er gesäuert war, nämlich ihre Backtröge in ihre Kleider gebunden, auf ihren Achseln. Und die Kinder Israel taten, wie Mose sagte, und forderten von den Ägyptern silberne und goldene Geschirre und Kleider. Dazu gab der HERR dem... |
| 9 ↑ | 2.Mose 12,41-42 1 |
Als nun die vierhundertunddreißig Jahre verflossen waren, an eben diesem Tag ging das ganze Heer des HERRN aus Ägypten. Darum wird diese Nacht dem HERRN gefeiert, weil er sie aus Ägypten geführt hat. Diese Nacht sollen alle Kinder Israel dem HERRN feiern, auch ihre künftigen Geschlechter. |
| 10 ↑ | 2.Mose 12,43-49 1 |
Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Ordnung des Passah: Kein Fremder soll davon essen. Wer aber ein um Geld erkaufter Knecht ist, den beschneide man; alsdann esse er davon. Ein Beisasse und Taglöhner soll nicht davon essen. In einem Hause soll man es essen. Ihr sollt vom Fleisch nichts vor das Haus hinaustragen, und kein Knochen werde ihm zerbrochen. Die ganze Gemeinde Israel... |
| 11 ↑ | 2.Mose 12,50 1 |
Und alle Kinder Israel taten solches; wie der HERR dem Mose und Aaron geboten hatte, also taten sie; |
| 12 ↑ | 2.Mose 12,51 1 |
aber der HERR führte an eben diesem Tag die Kinder Israel nach ihren Heerscharen aus Ägypten. |
| 13 ↑ | 2.Mose 34,25 1 |
Du sollst das Blut meines Opfers nicht neben dem Sauerteig opfern. Und das Opfer des Passahfestes soll nicht über Nacht bis zum Morgen bleiben. |
| 14 ↑ | 2.Mose 40,20-21 1 |
Und er nahm das Zeugnis und legte es in die Lade, und tat die Stangen an die Lade; und brachte die Lade in die Wohnung und hing den Vorhang vor die Lade des Zeugnisses, wie der HERR Mose geboten hatte. |
| 15 ↑ | 3.Mose 23,5 1 2 |
Am vierzehnten Tag des ersten Monats, gegen Abend, ist das Passah des HERRN. |
| 16 ↑ | 3.Mose 23,5 1 |
Am vierzehnten Tag des ersten Monats, gegen Abend, ist das Passah des HERRN. |
| 17 ↑ | 4.Mose 9,1-14 1 2 3 4 5 6 |
Und der HERR redete zu Mose in der Wüste Sinai im zweiten Jahr, nachdem sie aus Ägypten gezogen waren, im ersten Monat, und sprach: Laß die Kinder Israel das Passah zur bestimmten Zeit halten! Am vierzehnten Tage dieses Monats, gegen Abend, sollt ihr es halten, zur bestimmten Zeit; nach allen seinen Satzungen und Rechten haltet es. Und Mose redete mit den Kindern Israel, daß sie das Passah hielten. Und... |
| 18 ↑ | 4.Mose 9,1-14 1 |
Und der HERR redete zu Mose in der Wüste Sinai im zweiten Jahr, nachdem sie aus Ägypten gezogen waren, im ersten Monat, und sprach: Laß die Kinder Israel das Passah zur bestimmten Zeit halten! Am vierzehnten Tage dieses Monats, gegen Abend, sollt ihr es halten, zur bestimmten Zeit; nach allen seinen Satzungen und Rechten haltet es. Und Mose redete mit den Kindern Israel, daß sie das Passah hielten. Und... |
| 19 ↑ | 4.Mose 28,16 1 2 |
Aber am vierzehnten Tage des ersten Monats ist das Passah des HERRN; |
| 20 ↑ | 4.Mose 28,16-33,3 (4.Mose 28,16+33,3) 1 |
Aber am vierzehnten Tage des ersten Monats ist das Passah des HERRN; ... Sie brachen auf von Raemses im ersten Monat, am fünfzehnten Tage des ersten Monats; am Tage nach dem Passah zogen die Kinder Israel aus durch höhere Hand, vor den Augen aller Ägypter, |
| 21 ↑ | 4.Mose 33,3 1 |
Sie brachen auf von Raemses im ersten Monat, am fünfzehnten Tage des ersten Monats; am Tage nach dem Passah zogen die Kinder Israel aus durch höhere Hand, vor den Augen aller Ägypter, |
| 22 ↑ | 5.Mose 10,1-2 1 |
Zu derselben Zeit sprach der HERR zu mir: Haue dir zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und steige zu mir auf den Berg und mache dir eine hölzerne Lade, so will ich auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast, und du sollst sie in die Lade legen. |
| 23 ↑ | 5.Mose 16,1-7 1 2 3 4 5 |
Beobachte den Monat Abib, daß du dem HERRN, deinem Gott, das Passah feierst; denn im Monat Abib hat dich der HERR, dein Gott, bei Nacht aus Ägypten geführt. Und du sollst dem HERRN, deinem Gott, als Passah Rinder und Schafe opfern an dem Ort, den der HERR erwählen wird, daß sein Name daselbst wohne. Du sollst kein gesäuertes Brot an diesem Feste essen. Du sollst sieben Tage lang ungesäuertes Brot... |
| 24 ↑ | 5.Mose 16,1-8 1 |
Beobachte den Monat Abib, daß du dem HERRN, deinem Gott, das Passah feierst; denn im Monat Abib hat dich der HERR, dein Gott, bei Nacht aus Ägypten geführt. Und du sollst dem HERRN, deinem Gott, als Passah Rinder und Schafe opfern an dem Ort, den der HERR erwählen wird, daß sein Name daselbst wohne. Du sollst kein gesäuertes Brot an diesem Feste essen. Du sollst sieben Tage lang ungesäuertes Brot... |
| 25 ↑ | 5.Mose 16,5 1 |
Du darfst das Passah nicht schlachten in irgend einem deiner Tore, die der HERR, dein Gott, dir gegeben hat; |
| 26 ↑ | Josua 5,7-12 1 |
Derselben Kinder nun, die der HERR an ihrer Statt erweckt hatte, beschnitt Josua; denn sie waren unbeschnitten, weil man sie auf dem Wege nicht beschnitten hatte. Als nun das ganze Volk beschnitten war, blieben sie an ihrem Ort im Lager, bis sie heil wurden. Und der HERR sprach zu Josua: Heute habe ich die Schande Ägyptens von euch abgewälzt. Darum wurde jener Ort Gilgal genannt bis auf diesen... |
| 27 ↑ | 2.Könige 20,16-19 1 2 |
Da sprach Jesaja zu Hiskia: Höre das Wort des HERRN! Siehe, es kommt die Zeit, daß alles, was in deinem Hause ist und was deine Väter bis auf diesen Tag gesammelt haben, gen Babel hinweggetragen werden wird; es wird nichts übriggelassen werden, spricht der HERR! Auch von deinen Söhnen, die von dir abstammen werden, die du zeugen wirst, wird man nehmen, daß sie Kämmerer seien im Palast des Königs... |
| 28 ↑ | 2.Könige 22 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 |
Josia war acht Jahre alt, als er König ward, und regierte einunddreißig Jahre lang zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Jedida, eine Tochter Adajas von Bozkat. Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, und wandelte in allen Wegen Davids, seines Vaters, und wich nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken. Und im achtzehnten Jahre des Königs Josia sandte der König Saphan, den Sohn Azaljas,... |
| 29 ↑ | 2.Chronika 30,1-18 1 |
Und Hiskia sandte Boten an ganz Israel und Juda und schrieb auch Briefe an Ephraim und Manasse, daß sie zum Hause des HERRN nach Jerusalem kommen sollten, um dem HERRN, dem Gott Israels, Passah zu feiern. Denn der König beschloß mit seinen Obersten und der ganzen Gemeinde zu Jerusalem, das Passah im zweiten Monat zu feiern; denn sie konnten es nicht zur bestimmten Zeit feiern, weil sich die Priester... |
| 30 ↑ | 2.Chronika 35,20-21 1 2 3 4 5 |
Nach alledem, als Josia das Haus des HERRN wieder hergestellt hatte, zog Necho, der König von Ägypten, herauf, um bei Karkemisch am Euphrat eine Schlacht zu liefern. Und Josia zog aus, ihm entgegen. Jener aber sandte Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Was habe ich mit dir zu schaffen, König von Juda? Nicht wider dich komme ich heute, sondern wider ein Haus, das mit mir im Streite liegt, und Gott hat... |
| 31 ↑ | Matthäus 5,23-24 1 |
Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und daselbst eingedenk wirst, daß dein Bruder etwas wider dich habe, so laß deine Gabe dort vor dem Altar und gehe zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder und alsdann komm und opfere deine Gabe. |
| 32 ↑ | Matthäus 12,36 1 |
Ich sage euch aber, daß die Menschen am Tage des Gerichts Rechenschaft geben müssen von jedem unnützen Wort, das sie geredet haben. |
| 33 ↑ | Matthäus 18,15-22 1 |
Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so gehe hin und weise ihn zurecht unter vier Augen. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Hört er aber nicht, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen beruhe. Hört er aber diese nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er aber auch die Gemeinde nicht, so gelte er dir wie ein Heide und... |
| 34 ↑ | Matthäus 21-25 (Matthäus 21,1-43+45-25,46) 1 |
Und als sie sich Jerusalem näherten und nach Bethphage an den Ölberg kamen, sandte Jesus zwei Jünger und sprach zu ihnen: Gehet in den Flecken, der vor euch liegt, und alsbald werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr, die bindet los und führet sie zu mir! Und wenn euch jemand etwas sagt, so sprechet: Der Herr bedarf ihrer; dann wird er sie alsbald senden. Das ist aber geschehen,... |
| 35 ↑ | Matthäus 21,1-11 1 |
Und als sie sich Jerusalem näherten und nach Bethphage an den Ölberg kamen, sandte Jesus zwei Jünger und sprach zu ihnen: Gehet in den Flecken, der vor euch liegt, und alsbald werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr, die bindet los und führet sie zu mir! Und wenn euch jemand etwas sagt, so sprechet: Der Herr bedarf ihrer; dann wird er sie alsbald senden. Das ist aber geschehen,... |
| 36 ↑ | Matthäus 21,12-13 1 |
Und Jesus ging in den Tempel Gottes hinein und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften und kauften, und stieß die Tische der Wechsler um und die Stühle derer, welche Tauben verkauften. Und er sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: «Mein Haus soll ein Bethaus heißen!» Ihr aber macht es zu einer Räuberhöhle. |
| 37 ↑ | Matthäus 21,14-17 1 |
Und es kamen Blinde und Lahme im Tempel zu ihm, und er heilte sie. Als aber die Hohenpriester und die Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat, und die Kinder hörten, die im Tempel schrieen und sprachen: Hosianna dem Sohne Davids! wurden sie entrüstet und sprachen zu ihm: Hörst du, was diese sagen? Jesus aber sprach zu ihnen: Ja! Habt ihr noch nie gelesen: «Aus dem Munde der Unmündigen und... |
| 38 ↑ | Matthäus 21,18-19 1 |
Da er aber des Morgens früh in die Stadt zurückkehrte, hungerte ihn. Und als er einen einzelnen Feigenbaum am Wege sah, ging er zu ihm hin und fand nichts daran als nur Blätter. Da sprach er zu ihm: Nun komme von dir keine Frucht mehr in Ewigkeit! Und auf der Stelle verdorrte der Feigenbaum. |
| 39 ↑ | Matthäus 21,20-22 1 |
Und als die Jünger es sahen, verwunderten sie sich und sprachen: Wie ist der Feigenbaum so plötzlich verdorrt? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht nur tun, was mit dem Feigenbaum geschah, sondern auch, wenn ihr zu diesem Berge sagt: Hebe dich und wirf dich ins Meer! so wird es geschehen. Und alles, was... |
| 40 ↑ | Matthäus 21,23-27 1 |
Und als er in den Tempel kam, traten die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes zu ihm, während er lehrte, und sprachen: In welcher Vollmacht tust du das, und wer hat dir diese Vollmacht gegeben? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch etwas fragen; wenn ihr mir darauf antwortet, will auch ich euch sagen, in welcher Vollmacht ich solches tue. Woher war die Taufe des Johannes?... |
| 41 ↑ | Matthäus 21,28-32 1 |
Was dünkt euch aber? Ein Mensch hatte zwei Söhne. Und er ging zu dem ersten und sprach: Sohn, mache dich auf und arbeite heute in meinem Weinberg! Der aber antwortete und sprach: Ich will nicht! Hernach aber reute es ihn, und er ging. Als aber der Vater zu dem andern dasselbe sagte, antwortete dieser und sprach: Ja, Herr! und ging nicht. Welcher von diesen beiden hat den Willen des Vaters getan?... |
| 42 ↑ | Matthäus 21,33-44 (Matthäus 21,33-43) 1 |
Höret ein anderes Gleichnis: Es war ein Hausherr, der pflanzte einen Weinberg, zog einen Zaun darum, grub eine Kelter darin, baute einen Wachtturm, verpachtete ihn an Weingärtner und reiste ab. Als nun die Zeit der Früchte nahte, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, um seine Früchte in Empfang zu nehmen. Aber die Weingärtner ergriffen seine Knechte und schlugen den einen, den andern töteten... |
| 43 ↑ | Matthäus 21,45-46 1 |
(G21-44) Und als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, merkten sie, daß er von ihnen redete. (G21-45) Und sie suchten ihn zu ergreifen, fürchteten aber das Volk, weil es ihn für einen Propheten hielt. |
| 44 ↑ | Matthäus 21,46 1 |
(G21-45) Und sie suchten ihn zu ergreifen, fürchteten aber das Volk, weil es ihn für einen Propheten hielt. |
| 45 ↑ | Matthäus 22,1-14 1 |
Und Jesus hob an und redete wieder in Gleichnissen zu ihnen und sprach: Das Himmelreich ist einem menschlichen König gleich, der seinem Sohne Hochzeit machte. Und er sandte seine Knechte aus, um die Geladenen zur Hochzeit zu rufen; aber sie wollten nicht kommen. Da sandte er nochmals andere Knechte und sprach: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet; meine Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet,... |
| 46 ↑ | Matthäus 22,15-22 1 |
Da gingen die Pharisäer und hielten Rat, wie sie ihn in der Rede fangen könnten. Und sie sandten ihre Jünger samt den Herodianern zu ihm und sprachen: Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und auf niemand Rücksicht nimmst; denn du siehst die Person der Menschen nicht an. Darum sage uns, was dünkt dich: Ist es erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben, oder... |
| 47 ↑ | Matthäus 22,23-30 1 |
An jenem Tage traten Sadduzäer zu ihm, die da sagen, es gebe keine Auferstehung, fragten ihn und sprachen: Meister, Mose hat gesagt: «Wenn jemand ohne Kinder stirbt, so soll sein Bruder dessen Frau zur Ehe nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken.» Nun waren bei uns sieben Brüder. Der erste heiratete und starb; und weil er keine Nachkommen hatte, hinterließ er seine Frau seinem Bruder. Desgleichen... |
| 48 ↑ | Matthäus 22,31-33 1 |
Was aber die Auferstehung der Toten betrifft, habt ihr nicht gelesen, was euch von Gott gesagt ist, der da spricht: «Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs»? Er ist aber nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen. Und als die Menge solches hörte, erstaunte sie über seine Lehre. |
| 49 ↑ | Matthäus 22,34-40 1 |
Als nun die Pharisäer hörten, daß er den Sadduzäern den Mund gestopft, versammelten sie sich; und einer von ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach: Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetz? Jesus sprach zu ihm: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemüt.» Das ist das erste und größte Gebot. Ein... |
| 50 ↑ | Matthäus 22,41-46 1 |
Als nun die Pharisäer versammelt waren, fragte sie Jesus und sprach: Was dünkt euch von Christus? Wessen Sohn ist er? Sie sagten zu ihm: Davids. Er spricht zu ihnen: Wie nennt ihn denn David im Geiste «Herr», da er spricht: «Der Herr hat zu meinem Herrn gesagt: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße»? Wenn also David ihn Herr nennt, wie ist er denn... |
| 51 ↑ | Matthäus 23,1 1 |
Da sprach Jesus zum Volk und zu seinen Jüngern: |
| 52 ↑ | Matthäus 23,2-7 1 |
Die Schriftgelehrten und Pharisäer haben sich auf Moses Stuhl gesetzt. Alles nun, was sie euch sagen, das tut und haltet; aber nach ihren Werken tut nicht; denn sie sagen es wohl, tun es aber nicht. Sie binden aber schwere und kaum erträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; sie selbst aber wollen sie nicht mit einem Finger berühren. Alle ihre Werke aber tun sie, um von den... |
| 53 ↑ | Matthäus 23,8-12 1 |
Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen, denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder. Nennet auch niemand auf Erden euren Vater; denn einer ist euer Vater, der himmlische. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn einer ist euer Lehrer, Christus. Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein. Wer sich aber selbst erhöht, der wird erniedrigt werden, und... |
| 54 ↑ | Matthäus 23,13 1 |
Aber wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr das Himmelreich vor den Menschen zuschließet! Ihr selbst geht nicht hinein, und die hinein wollen, die laßt ihr nicht hinein. |
| 55 ↑ | Matthäus 23,14 1 |
Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr der Witwen Häuser fresset und zum Schein lange betet. Darum werdet ihr ein schwereres Gericht empfangen! |
| 56 ↑ | Matthäus 23,15 1 |
Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr Meer und Land durchziehet, um einen einzigen Judengenossen zu machen, und wenn er es geworden ist, macht ihr ein Kind der Hölle aus ihm, zwiefältig mehr, als ihr seid! |
| 57 ↑ | Matthäus 23,16-22 1 |
Wehe euch, ihr blinden Führer, die ihr saget: Wer beim Tempel schwört, das gilt nichts; wer aber beim Gold des Tempels schwört, der ist gebunden. Ihr Narren und Blinde, was ist denn größer, das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt? Und: Wer beim Brandopferaltar schwört, das gilt nichts; wer aber beim Opfer schwört, welches darauf liegt, der ist gebunden. Ihr Blinden! Was ist denn größer,... |
| 58 ↑ | Matthäus 23,23-24 1 |
Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr die Minze und den Anis und den Kümmel verzehntet und das Wichtigere im Gesetz vernachlässiget, nämlich das Gericht und das Erbarmen und den Glauben! Dies sollte man tun und jenes nicht lassen. Ihr blinden Führer, die ihr Mücken seihet und Kamele verschlucket! |
| 59 ↑ | Matthäus 23,25-26 1 |
Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr das Äußere des Bechers und der Schüssel reiniget; inwendig aber sind sie voller Raub und Unmäßigkeit! Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Inwendige des Bechers und der Schüssel, damit auch das Äußere rein werde! |
| 60 ↑ | Matthäus 23,27-28 1 |
Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr getünchten Gräbern gleichet, welche auswendig zwar schön scheinen, inwendig aber voller Totengebeine und allen Unrats sind! So erscheinet auch ihr äußerlich vor den Menschen als gerecht, inwendig aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzwidrigkeit. |
| 61 ↑ | Matthäus 23,29-33 1 |
Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr die Gräber der Propheten bauet und die Denkmäler der Gerechten schmücket und saget: Hätten wir in den Tagen unsrer Väter gelebt, wir hätten uns nicht mit ihnen des Blutes der Propheten schuldig gemacht. So gebt ihr ja über euch selbst das Zeugnis, daß ihr Söhne der Prophetenmörder seid. Ja, machet nur das Maß eurer Väter voll! Ihr... |
| 62 ↑ | Matthäus 23,34-36 1 |
Darum, siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und etliche von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, und etliche werdet ihr in euren Synagogen geißeln und sie verfolgen von einer Stadt zur andern; auf daß über euch komme alles gerechte Blut, das auf Erden vergossen worden ist, vom Blute Abels, des Gerechten, an bis auf das Blut Zacharias, des Sohnes Barachias, welchen ihr... |
| 63 ↑ | Matthäus 23,37-39 1 |
Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küchlein unter die Flügel sammelt, aber ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen werden; denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen, bis ihr sprechen werdet: Gelobt sei, der da kommt im Namen des... |
| 64 ↑ | Matthäus 24,1-2 1 |
Und Jesus ging hinaus und vom Tempel hinweg. Und seine Jünger traten herzu, um ihm die Gebäude des Tempels zu zeigen. Jesus aber sprach zu ihnen: Sehet ihr nicht dieses alles? Wahrlich, ich sage euch, hier wird kein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen wird! |
| 65 ↑ | Matthäus 24,3 1 |
Als er aber auf dem Ölberge saß, traten die Jünger zu ihm besonders und sprachen: Sage uns, wann wird das alles geschehen, und welches wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein? |
| 66 ↑ | Matthäus 24,4-8 1 |
Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Sehet zu, daß euch niemand irreführe! Denn es werden viele unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin Christus, und werden viele irreführen. Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; sehet zu, erschrecket nicht; denn es muß so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende. Denn ein Volk wird sich wider das andere erheben und ein Königreich... |
| 67 ↑ | Matthäus 24,9-13 1 |
Alsdann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten; und ihr werdet gehaßt sein von allen Völkern um meines Namens willen. Und dann werden viele Anstoß nehmen und einander verraten und einander hassen. Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen. Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten; wer aber ausharrt bis ans... |
| 68 ↑ | Matthäus 24,14 1 |
Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt gepredigt werden, zum Zeugnis allen Völkern, und dann wird das Ende kommen. |
| 69 ↑ | Matthäus 24,15-20 1 |
Wenn ihr nun den Greuel der Verwüstung, von welchem durch den Propheten Daniel geredet worden ist, stehen sehet an heiliger Stätte (wer es liest, der merke darauf!), alsdann fliehe, wer in Judäa ist, auf die Berge; wer auf dem Dache ist, der steige nicht hinab, etwas aus seinem Hause zu holen; und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht zurück, um sein Kleid zu holen. Wehe aber den Schwangern... |
| 70 ↑ | Matthäus 24,21-22 1 |
Denn alsdann wird eine große Trübsal sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird. Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch errettet werden; aber um der Auserwählten willen sollen jene Tage verkürzt werden. |
| 71 ↑ | Matthäus 24,23-28 1 |
Wenn alsdann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist Christus, oder dort, so glaubet es nicht. Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um womöglich auch die Auserwählten zu verführen. Siehe, ich habe es euch vorhergesagt. Wenn sie nun zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste, so gehet nicht hinaus; siehe, er ist in... |
| 72 ↑ | Matthäus 24,29-31 1 |
Bald aber nach der Trübsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond wird seinen Schein nicht mehr geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels in Bewegung geraten. Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und dann werden alle Geschlechter der Erde sich an die Brust schlagen und werden des Menschen Sohn kommen sehen auf den Wolken... |
| 73 ↑ | Matthäus 24,32-35 1 |
Am Feigenbaum aber lernet das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon saftig wird und Blätter gewinnt, so merket ihr, daß der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr dies alles sehet, so merket, daß er nahe vor der Türe ist. Wahrlich, ich sage euch, dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist; Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. |
| 74 ↑ | Matthäus 24,36 1 |
Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein mein Vater. |
| 75 ↑ | Matthäus 24,37-41 1 |
Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein. Denn wie sie in den Tagen vor der Sündflut aßen und tranken, freiten und sich freien ließen bis zu dem Tage, da Noah in die Arche ging, und nichts merkten, bis die Sündflut kam und sie alle dahinraffte, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein. Dann werden zwei auf dem Felde sein; einer... |
| 76 ↑ | Matthäus 24,42-44 1 |
So wachet nun, da ihr nicht wisset, zu welcher Stunde euer Herr kommt! Das aber merket: wenn der Hausvater wüßte, in welcher Nachtstunde der Dieb käme, so würde er wohl wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Darum seid auch ihr bereit! Denn des Menschen Sohn kommt zu der Stunde, da ihr es nicht meinet. |
| 77 ↑ | Matthäus 24,45-51 1 |
Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr über sein Gesinde gesetzt hat, damit er ihnen die Speise gebe zu rechter Zeit? Selig ist dieser Knecht, welchen sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird. Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn über alle seine Güter setzen. Wenn aber jener böse Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen, und anfängt, seine Mitknechte... |
| 78 ↑ | Matthäus 25,1-13 1 |
Dann wird das Himmelreich zehn Jungfrauen gleich sein, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen aber waren töricht und fünf klug. Die törichten nahmen zwar ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit sich. Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen. Als nun der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Um Mitternacht aber... |
| 79 ↑ | Matthäus 25,14-30 1 |
Denn es ist wie bei einem Menschen, der verreisen wollte, seine Knechte rief und ihnen seine Güter übergab; dem einen gab er fünf Talente, dem andern zwei, dem dritten eins, einem jeden nach seiner Kraft, und reiste ab. Da ging der, welcher die fünf Talente empfangen, hin und handelte mit ihnen und gewann fünf andere. Desgleichen, der die zwei Talente empfangen, gewann auch zwei andere. Der... |
| 80 ↑ | Matthäus 25,31 1 |
Wenn aber des Menschen Sohn in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Throne seiner Herrlichkeit; |
| 81 ↑ | Matthäus 25,32-46 1 |
und vor ihm werden alle Völker versammelt werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken. Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommet her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt! Denn ich bin hungrig... |
| 82 ↑ | Matthäus 26,1-2 1 |
Und es begab sich, als Jesus alle diese Reden beendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern: Ihr wißt, daß in zwei Tagen das Passah ist; dann wird des Menschen Sohn überantwortet, damit er gekreuzigt werde. |
| 83 ↑ | Matthäus 26,3-5 1 |
Da versammelten sich die Hohenpriester und die Schriftgelehrten und die Ältesten des Volkes im Hofe des obersten Priesters, der Kajaphas hieß. Und sie hielten miteinander Rat, wie sie Jesus mit List greifen und töten könnten. Sie sprachen aber: Nicht am Fest, damit kein Aufruhr unter dem Volk entsteht! |
| 84 ↑ | Matthäus 26,6-13 1 |
Als nun Jesus zu Bethanien im Hause Simons des Aussätzigen war, trat ein Weib zu ihm mit einer alabasternen Flasche voll kostbarer Salbe und goß sie auf sein Haupt, während er zu Tische saß. Als das seine Jünger sahen, wurden sie entrüstet und sprachen: Wozu diese Verschwendung? Man hätte das teuer verkaufen und den Armen geben können! Da es aber Jesus merkte, sprach er zu ihnen: Warum bekümmert... |
| 85 ↑ | Matthäus 26,14-16 1 |
Da ging einer der Zwölf, namens Judas Ischariot, hin zu den Hohenpriestern und sprach: Was wollt ihr mir geben, wenn ich ihn euch verrate? Und sie wogen ihm dreißig Silberlinge dar. Und von da an suchte er eine gute Gelegenheit, ihn zu verraten. |
| 86 ↑ | Matthäus 26,17-29 1 |
Am ersten Tage nun der ungesäuerten Brote traten die Jünger zu Jesus und sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir dir das Passahmahl zu essen bereiten? Und er sprach: Gehet hin in die Stadt zu dem und dem und sprechet zu ihm: Der Meister läßt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Passah halten! Und die Jünger taten, wie Jesus ihnen befohlen, und bereiteten das Passah. Als... |
| 87 ↑ | Matthäus 26,30-33 1 |
Und nachdem sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. Da spricht Jesus zu ihnen: Ihr werdet euch in dieser Nacht alle an mir ärgern; denn es steht geschrieben: «Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.» Wenn ich aber auferstanden sein werde, will ich euch nach Galiläa vorangehen. Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Wenn sich... |
| 88 ↑ | Matthäus 26,30 1 |
Und nachdem sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. |
| 89 ↑ | Matthäus 26,31-32 1 |
Da spricht Jesus zu ihnen: Ihr werdet euch in dieser Nacht alle an mir ärgern; denn es steht geschrieben: «Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.» Wenn ich aber auferstanden sein werde, will ich euch nach Galiläa vorangehen. |
| 90 ↑ | Matthäus 26,33-35 1 |
Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Wenn sich auch alle an dir ärgern, so werde doch ich mich niemals ärgern! Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, in dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen! Petrus spricht zu ihm: Und wenn ich auch mit dir sterben müßte, werde ich dich nicht verleugnen! Gleicherweise sprachen auch alle Jünger. |
| 91 ↑ | Matthäus 26,36 1 |
Da kommt Jesus mit ihnen in ein Gut, namens Gethsemane. Und er spricht zu den Jüngern: Setzet euch hier, während ich dorthin gehe und bete. |
| 92 ↑ | Matthäus 26,37-39 1 |
Und er nahm zu sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus und fing an, betrübt zu werden, und ihm graute sehr. Da spricht er zu ihnen: Meine Seele ist tiefbetrübt bis zum Tod! Bleibet hier und wachet mit mir! Und er ging ein wenig vorwärts, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht, wie ich will, sondern wie du... |
| 93 ↑ | Matthäus 26,40-41 1 |
Und er kommt zu den Jüngern und findet sie schlafend und spricht zu Petrus: Könnt ihr also nicht eine Stunde mit mir wachen? Wachet und betet, damit ihr nicht in Anfechtung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. |
| 94 ↑ | Matthäus 26,42 1 |
Wiederum zum zweitenmal, ging er hin, betete und sprach: Mein Vater, wenn dieser Kelch nicht an mir vorübergehen kann, ohne daß ich ihn trinke, so geschehe dein Wille! |
| 95 ↑ | Matthäus 26,43 1 |
Und er kommt und findet sie abermals schlafend; denn die Augen waren ihnen schwer geworden. |
| 96 ↑ | Matthäus 26,44 1 |
Und er ließ sie, ging wieder hin, betete zum drittenmal und sprach dieselben Worte. |
| 97 ↑ | Matthäus 26,45-46 1 |
Da kommt er zu seinen Jüngern und spricht zu ihnen: Schlaft ihr noch immer und ruhet? Siehe, die Stunde ist nahe, und des Menschen Sohn wird in die Hände der Sünder überliefert! Stehet auf, laßt uns gehen! Siehe, der mich verrät, ist nahe! |
| 98 ↑ | Matthäus 26,47-50 1 |
Und während er noch redete, siehe, da kam Judas, einer der Zwölf, und mit ihm eine große Schar mit Schwertern und Stöcken, von den Hohenpriestern und Ältesten des Volkes her. Der ihn aber verriet, hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's, den ergreifet! Und alsbald trat er zu Jesus und sprach: Sei gegrüßt, Rabbi, und küßte ihn. Jesus aber sprach zu ihm:... |
| 99 ↑ | Matthäus 26,51 1 |
Und siehe, einer von denen, die bei Jesus waren, streckte die Hand aus, zog sein Schwert und schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm ein Ohr ab. |
| 100 ↑ | Matthäus 26,52-55 1 |
Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn alle, die das Schwert ergreifen, werden durch das Schwert umkommen. Oder meinst du, ich könnte nicht meinen Vater bitten, und er würde mir noch jetzt mehr als zwölf Legionen Engel schicken? Wie würden dann aber die Schriften erfüllt, daß es so kommen muß? In jener Stunde sprach Jesus zu der Schar: Wie gegen einen Mörder seid ihr... |
| 101 ↑ | Matthäus 26,56 1 |
Das alles aber ist geschehen, damit die Schriften der Propheten erfüllt würden. Da verließen ihn alle Jünger und flohen. |
| 102 ↑ | Markus 11,1-6 1 |
Und als sie sich Jerusalem näherten und gegen Bethphage und Bethanien an den Ölberg kamen, sandte er zwei seiner Jünger und sprach zu ihnen: Gehet in das Dorf, das vor euch liegt, und sobald ihr dort hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf welchem noch kein Mensch gesessen hat; bindet es los und führet es her. Und wenn jemand zu euch spricht: Warum tut ihr das? so saget: Der Herr... |
| 103 ↑ | Markus 11,7-11 1 |
Und sie führten das Füllen zu Jesus und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich auf dasselbe. Und viele breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere aber hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Und die vorangingen und die nachfolgten, schrieen und sprachen: Hosianna! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn! Gepriesen sei das kommende Reich unsres Vaters David! Hosianna... |
| 104 ↑ | Markus 11,11 1 |
Und Jesus zog in Jerusalem ein und in den Tempel, und, nachdem er alles besichtigt hatte, ging er, da die Stunde schon vorgerückt war, mit den Zwölfen hinaus nach Bethanien. |
| 105 ↑ | Markus 11,12-14 1 |
Und als sie am folgenden Tage Bethanien verließen, hungerte ihn. Und als er von ferne einen Feigenbaum sah, der Blätter hatte, ging er hin, ob er etwas daran fände. Und als er zu demselben kam, fand er nichts als Blätter; denn es war nicht die Zeit der Feigen. Und Jesus hob an und sprach zu ihm: Es esse in Ewigkeit niemand mehr eine Frucht von dir! Und seine Jünger hörten es. |
| 106 ↑ | Markus 11,15-17 1 |
Und sie kamen nach Jerusalem. Und Jesus ging in den Tempel und fing an, die hinauszutreiben, welche im Tempel verkauften und kauften; und die Tische der Wechsler und die Stühle der Taubenverkäufer stieß er um. Und er ließ nicht zu, daß jemand ein Gerät durch den Tempel trug. Und er lehrte sie und sprach: Steht nicht geschrieben: «Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker»? Ihr aber habt... |
| 107 ↑ | Markus 11,18-19 1 |
Und die Schriftgelehrten und die Hohenpriester hörten es und suchten, wie sie ihn umbringen könnten; denn sie fürchteten ihn, weil alles Volk staunte über seine Lehre. Und als es Abend geworden, ging er aus der Stadt hinaus. |
| 108 ↑ | Markus 11,20-23 1 |
Und da sie am Morgen vorbeikamen, sahen sie, daß der Feigenbaum von den Wurzeln an verdorrt war. Und Petrus dachte daran und sprach zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt! Und Jesus hob an und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gott! Denn wahrlich, ich sage euch, wenn jemand zu diesem Berge spräche: Hebe dich und wirf dich ins Meer, und in seinem Herzen nicht... |
| 109 ↑ | Markus 11,24-26 1 |
Darum sage ich euch: Alles, was ihr im Gebet verlangt, glaubet, daß ihr es empfangen habt, so wird es euch zuteil werden! Und wenn ihr steht und betet, so vergebet, wenn ihr etwas wider jemand habt, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Fehler vergebe. Wenn ihr aber nicht vergebet, so wird auch euer Vater im Himmel eure Fehler nicht vergeben. |
| 110 ↑ | Markus 11,27-33 1 |
Und sie kamen wiederum nach Jerusalem. Und als er im Tempel umherwandelte, traten die Hohenpriester und die Schriftgelehrten und die Ältesten zu ihm und sprachen zu ihm: In welcher Vollmacht tust du das? Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben, solches zu tun? Jesus aber sprach zu ihnen: Ich will auch eine Frage an euch richten; antwortet mir, so will ich euch sagen, in welcher Vollmacht ich solches... |
| 111 ↑ | Markus 12-13 1 |
Und er fing an in Gleichnissen zu ihnen zu reden: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und zog einen Zaun darum und grub eine Kelter und baute einen Turm und verpachtete ihn an Weingärtner und zog außer Landes. Und er sandte zur bestimmten Zeit einen Knecht zu den Weingärtnern, damit er von den Weingärtnern von den Früchten des Weinberges empfinge. Die aber ergriffen ihn, schlugen ihn und schickten... |
| 112 ↑ | Markus 12,1-9 1 |
Und er fing an in Gleichnissen zu ihnen zu reden: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und zog einen Zaun darum und grub eine Kelter und baute einen Turm und verpachtete ihn an Weingärtner und zog außer Landes. Und er sandte zur bestimmten Zeit einen Knecht zu den Weingärtnern, damit er von den Weingärtnern von den Früchten des Weinberges empfinge. Die aber ergriffen ihn, schlugen ihn und schickten... |
| 113 ↑ | Markus 12,10-11 1 |
Habt ihr nicht auch dieses Schriftwort gelesen: «Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbar in unsern Augen»? |
| 114 ↑ | Markus 12,12 1 |
Da suchten sie ihn zu ergreifen, aber sie fürchteten das Volk; denn sie merkten, daß er gegen sie das Gleichnis gesagt hatte. Und sie ließen ab von ihm und gingen davon. |
| 115 ↑ | Markus 12,13-17 1 |
Und sie sandten zu ihm etliche von den Pharisäern und Herodianern, um ihn in der Rede zu fangen. Diese kamen und sprachen zu ihm: Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und dich um niemand kümmerst; denn du siehst die Person der Menschen nicht an, sondern lehrst den Weg Gottes der Wahrheit gemäß. Ist es erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben, oder nicht? Sollen wir sie geben oder nicht? Da... |
| 116 ↑ | Markus 12,18-25 1 |
Und es kamen Sadduzäer zu ihm, die da sagen, es gebe keine Auferstehung; die fragten ihn und sprachen: Meister, Mose hat uns geschrieben: Wenn jemandes Bruder stirbt und eine Frau hinterläßt, aber keine Kinder, so soll sein Bruder dessen Frau nehmen und seinem Bruder eine Nachkommenschaft erwecken. Nun sind sieben Brüder gewesen. Der erste nahm eine Frau und starb und hinterließ keine Nachkommenschaft. Da... |
| 117 ↑ | Markus 12,26-27 1 |
Was aber die Toten anbelangt, daß sie auferstehen, habt ihr nicht gelesen im Buche Moses, bei der Geschichte von dem Busch, wie Gott zu ihm sprach: «Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs»? Er ist aber nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen. Darum irret ihr sehr. |
| 118 ↑ | Markus 12,28-34 1 |
Und es trat einer der Schriftgelehrten herzu, der ihrem Wortwechsel zugehört hatte, und da er sah, daß er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das vornehmste Gebot unter allen? Jesus aber antwortete ihm: Das vornehmste aller Gebote ist: «Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist alleiniger Herr; und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner... |
| 119 ↑ | Markus 12,35-37 1 |
Und Jesus hob an und sprach, indem er im Tempel lehrte: Wie können die Schriftgelehrten sagen, daß Christus Davids Sohn sei? David selbst sprach doch im heiligen Geiste: «Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße!» So nennt David selbst ihn Herr; woher ist er denn sein Sohn? Und die Menge des Volkes hörte ihn mit Lust. |
| 120 ↑ | Markus 12,38-40 1 |
Und er sprach in seiner Lehre: Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die gern im Talar einhergehen und auf den Märkten sich grüßen lassen und in den Versammlungen und bei den Mahlzeiten obenan sitzen wollen, die der Witwen Häuser fressen und zum Schein lange beten; diese werden ein schwereres Gericht empfangen. |
| 121 ↑ | Markus 12,41-44 1 |
Und Jesus setzte sich dem Gotteskasten gegenüber und schaute zu, wie das Volk Geld in den Gotteskasten legte. Und viele Reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe, die legte zwei Scherflein ein, das ist ein Heller. Und er rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die eingelegt haben. Denn alle... |
| 122 ↑ | Markus 13,1-2 1 |
Und als er aus dem Tempel ging, sprach einer seiner Jünger zu ihm: Meister! Siehe, welche Steine und welch ein Bau ist das! Und Jesus sprach zu ihm: Siehst du diese großen Bauten? Es wird kein Stein auf dem andern gelassen werden, der nicht zerbrochen wird! |
| 123 ↑ | Markus 13,3-4 1 |
Und als er am Ölberg saß, dem Tempel gegenüber, fragten ihn Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas besonders: Sage uns, wann wird das geschehen, und welches wird das Zeichen sein, wann dies alles vollendet werden soll? |
| 124 ↑ | Markus 13,5-13 1 |
Jesus aber fing an, zu ihnen zu sagen: Sehet zu, daß euch niemand irreführe! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin es, und werden viele irreführen! Wenn ihr aber von Kriegen und Kriegsgeschrei hören werdet, so erschrecket nicht; denn es muß geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. Denn ein Volk wird sich erheben wider das andere und ein Reich wider das andere; es wird... |
| 125 ↑ | Markus 13,14-20 1 |
Wenn ihr aber den Greuel der Verwüstung da stehen sehet, wo er nicht soll (wer es liest, der merke darauf!), alsdann fliehe, wer im jüdischen Lande ist, auf die Berge. Wer aber auf dem Dache ist, der steige nicht hinab und gehe nicht hinein, um etwas aus seinem Hause zu holen; und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht zurück, um sein Kleid zu holen. Wehe aber den Schwangern und den Säugenden... |
| 126 ↑ | Markus 13,21-23 1 |
Und wenn alsdann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist Christus, oder: Siehe dort, so glaubet es nicht. Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden Zeichen und Wunder tun, um womöglich auch die Auserwählten zu verführen. Ihr aber sehet euch vor! Siehe, ich habe euch alles vorhergesagt. |
| 127 ↑ | Markus 13,24-25 1 |
Aber in jenen Tagen, nach jener Trübsal, wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond wird seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte im Himmel in Bewegung geraten. |
| 128 ↑ | Markus 13,26-27 1 |
Und alsdann wird man des Menschen Sohn in den Wolken kommen sehen mit großer Kraft und Herrlichkeit. Und dann wird er seine Engel aussenden und seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels. |
| 129 ↑ | Markus 13,28-30 1 |
Von dem Feigenbaum aber lernet das Gleichnis: Wenn sein Zweig jetzt saftig wird und Blätter treibt, so merket ihr, daß der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr sehet, daß dieses geschieht, so merket, daß er nahe ist, vor der Tür. Wahrlich, ich sage euch, dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist. |
| 130 ↑ | Markus 13,31 1 |
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. |
| 131 ↑ | Markus 13,32 1 |
Von jenem Tage aber und der Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel im Himmel, auch nicht der Sohn, sondern nur der Vater. |
| 132 ↑ | Markus 13,33-37 1 |
Sehet zu, wachet und betet! Denn ihr wisset nicht, wann die Zeit da ist. Es ist wie bei einem Menschen, der verreiste, sein Haus verließ und seinen Knechten Vollmacht gab, einem jeden sein Werk, und dem Türhüter befahl, daß er wachen solle: so wachet nun, denn ihr wisset nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob am Abend oder zur Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder am Morgen; auf daß nicht,... |
| 133 ↑ | Markus 14,1-2 1 |
Es war aber zwei Tage vor dem Passah und dem Fest der ungesäuerten Brote. Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List ergreifen und töten könnten; denn sie sprachen: Nicht auf das Fest, damit nicht ein Aufruhr unter dem Volk entsteht! |
| 134 ↑ | Markus 14,1-2 1 |
Es war aber zwei Tage vor dem Passah und dem Fest der ungesäuerten Brote. Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List ergreifen und töten könnten; denn sie sprachen: Nicht auf das Fest, damit nicht ein Aufruhr unter dem Volk entsteht! |
| 135 ↑ | Markus 14,3-9 1 |
Und da er zu Bethanien im Hause Simons des Aussätzigen war und zu Tische saß, kam ein Weib mit einer alabasternen Flasche voll Salbe, echter köstlicher Narde, zerbrach die alabasterne Flasche und goß sie aus auf sein Haupt. Es wurden aber etliche unwillig bei sich selbst und sprachen: Wozu ist diese Verschwendung der Salbe geschehen? Man hätte doch diese Salbe um mehr als dreihundert Denare verkaufen... |
| 136 ↑ | Markus 14,10-11 1 |
Da ging Judas Ischariot, einer von den Zwölfen, hin zu den Hohenpriestern, um ihn an sie auszuliefern. Als sie das hörten, wurden sie froh und versprachen ihm Geld zu geben. Und er suchte eine passende Gelegenheit, um ihn zu verraten. |
| 137 ↑ | Markus 14,12-25 1 |
Und am ersten Tage der ungesäuerten Brote, da man das Passahlamm schlachtete, sprachen seine Jünger zu ihm: Wo willst du, daß wir hingehen und das Passah zubereiten, damit du es essen kannst? Und er sendet zwei seiner Jünger und spricht zu ihnen: Gehet in die Stadt; da wird euch ein Mensch begegnen, der einen Wasserkrug trägt; dem folget, und wo er hineingeht, da sprechet zum Hausherrn: Der Meister... |
| 138 ↑ | Markus 14,26-31 1 |
Und nachdem sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. Und Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle an mir ärgern. Denn es steht geschrieben: «Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden sich zerstreuen.» Aber nachdem ich auferstanden bin, will ich euch nach Galiläa vorangehen. Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle ärgern werden, doch nicht ich! Und... |
| 139 ↑ | Markus 14,26-31 1 |
Und nachdem sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. Und Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle an mir ärgern. Denn es steht geschrieben: «Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden sich zerstreuen.» Aber nachdem ich auferstanden bin, will ich euch nach Galiläa vorangehen. Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle ärgern werden, doch nicht ich! Und... |
| 140 ↑ | Markus 14,32-42 1 |
Und sie kommen in ein Gut, genannt Gethsemane. Und er spricht zu seinen Jüngern: Bleibet hier sitzen, bis ich gebetet habe! Und er nahm den Petrus und Jakobus und Johannes mit sich und fing an zu erschrecken, und ihm graute sehr. Und er sprach zu ihnen: Meine Seele ist zutode betrübt; bleibet hier und wachet! Und er ging ein wenig vorwärts, warf sich auf die Erde und betete, daß, wenn es möglich... |
| 141 ↑ | Markus 14,43-46 1 |
Und alsbald, da er noch redete, erschien Judas, einer der Zwölf, und mit ihm eine große Schar mit Schwertern und Stöcken, von den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten und den Ältesten. Der Verräter aber hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's, den ergreifet und führet ihn vorsichtig ab! Und als er nun kam, trat er alsbald auf ihn zu und sprach: Rabbi,... |
| 142 ↑ | Markus 14,47-48 1 |
Einer aber von denen, die dabei standen, zog das Schwert, schlug den Knecht des obersten Priesters und hieb ihm ein Ohr ab. Und Jesus hob an und sprach zu ihnen: Wie gegen einen Räuber seid ihr ausgezogen mit Schwertern und Stöcken, um mich zu fangen. |
| 143 ↑ | Markus 14,49 1 |
Täglich war ich bei euch im Tempel und lehrte, und ihr habt mich nicht gegriffen. Doch, damit die Schrift erfüllt würde! |
| 144 ↑ | Markus 14,50 1 |
Da verließen ihn alle und flohen. |
| 145 ↑ | Markus 14,51-52 1 |
Und ein Jüngling folgte ihm, der ein Leinengewand auf dem bloßen Leibe trug; und sie ergriffen ihn, er aber ließ das Leinengewand fahren und entfloh nackt. |
| 146 ↑ | Markus 14,53 1 |
Und sie führten Jesus ab zum Hohenpriester; und alle Hohenpriester und die Ältesten und die Schriftgelehrten kamen dort zusammen. |
| 147 ↑ | Markus 14,54 1 |
Und Petrus folgte ihm von ferne bis hinein in den Hof des Hohenpriesters; und er saß bei den Dienern und wärmte sich am Feuer. |
| 148 ↑ | Lukas 19,28-38 1 |
Und nachdem er das gesagt, zog er weiter und reiste hinauf nach Jerusalem. Und es begab sich, als er in die Nähe von Bethphage und Bethanien kam, zu dem Berge, welcher Ölberg heißt, sandte er zwei seiner Jünger und sprach: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt; und wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen ist; bindet es los und führet... |
| 149 ↑ | Lukas 19,39-40 1 |
Und etliche der Pharisäer unter dem Volk sprachen zu ihm: Meister, weise deine Jünger zurecht! Und er antwortete und sprach: Ich sage euch, wenn diese schweigen, so werden die Steine schreien! |
| 150 ↑ | Lukas 19,41-44 1 |
Und als er näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie und sprach: Wenn doch auch du erkannt hättest an diesem deinem Tage, was zu deinem Frieden dient! Nun aber ist es vor deinen Augen verborgen, daß Tage über dich kommen werden, da deine Feinde einen Wall gegen dich aufwerfen, dich ringsum einschließen und von allen Seiten ängstigen und dich dem Erdboden gleich machen werden, auch deine... |
| 151 ↑ | Lukas 19,45-48 1 |
Und er ging in den Tempel hinein und fing an, die Verkäufer und Käufer auszutreiben, und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: «Mein Haus ist ein Bethaus.» Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht! Und er lehrte täglich im Tempel; die Hohenpriester aber und die Schriftgelehrten und die Vornehmsten des Volkes suchten ihn umzubringen. Und sie fanden nicht, was sie tun sollten; denn das ganze... |
| 152 ↑ | Lukas 20-21 1 |
Es begab sich aber an einem der Tage, als er das Volk im Tempel lehrte und das Evangelium verkündigte, da traten die Hohenpriester und die Schriftgelehrten samt den Ältesten herzu und sprachen zu ihm: Sage uns, in welcher Vollmacht tust du das? Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch etwas fragen! Saget mir: War die Taufe des Johannes... |
| 153 ↑ | Lukas 20,1-8 1 |
Es begab sich aber an einem der Tage, als er das Volk im Tempel lehrte und das Evangelium verkündigte, da traten die Hohenpriester und die Schriftgelehrten samt den Ältesten herzu und sprachen zu ihm: Sage uns, in welcher Vollmacht tust du das? Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch etwas fragen! Saget mir: War die Taufe des Johannes... |
| 154 ↑ | Lukas 20,9-16 1 |
Er fing aber an, dem Volk dieses Gleichnis zu sagen: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und verpachtete ihn an Weingärtner und hielt sich längere Zeit außer Landes auf. Und als es Zeit war, sandte er einen Knecht zu den Weingärtnern, damit sie ihm von der Frucht des Weinbergs gäben. Die Weingärtner aber schlugen ihn und jagten ihn mit leeren Händen davon. Und er fuhr fort und sandte einen andern... |
| 155 ↑ | Lukas 20,17-18 1 |
Er aber blickte sie an und sprach: Was bedeutet denn das, was geschrieben steht: «Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden?» Wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschmettert werden; auf welchen er aber fällt, den wird er zermalmen. |
| 156 ↑ | Lukas 20,19-20 1 |
Da suchten die Hohenpriester und die Schriftgelehrten Hand an ihn zu legen zu derselben Stunde; aber sie fürchteten das Volk; denn sie merkten, daß er im Blick auf sie dieses Gleichnis gesagt hatte. Und sie lauerten ihm auf und sandten Aufpasser ab, die sich stellen sollten, als wären sie redlich, um ein Wort von ihm aufzufangen, damit sie ihn der Obrigkeit und der Gewalt des Landpflegers überantworten... |
| 157 ↑ | Lukas 20,21-26 1 |
Und sie fragten ihn und sprachen: Meister, wir wissen, daß du richtig redest und lehrst und nicht die Person ansiehst, sondern den Weg Gottes der Wahrheit gemäß lehrst. Ist es uns erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben, oder nicht? Da er aber ihre Arglist merkte, sprach er zu ihnen: Was versucht ihr mich? Zeiget mir einen Denar! Wessen Bild und Aufschrift trägt er? Sie antworteten: Des Kaisers. Er... |
| 158 ↑ | Lukas 20,27-36 1 |
Da traten aber etliche der Sadduzäer herzu, welche behaupten, es gebe keine Auferstehung, fragten ihn und sprachen: Meister! Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn jemandes Bruder eine Frau hat und kinderlos stirbt, so soll dessen Bruder die Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommenschaft erwecken. Nun waren sieben Brüder. Der erste nahm eine Frau und starb kinderlos. Da nahm der zweite die Frau und... |
| 159 ↑ | Lukas 20,37-40 1 |
Daß aber die Toten auferstehen, hat auch Mose angedeutet bei der Geschichte von dem Busch, wo er den Herrn nennt «den Gott Abrahams und den Gott Isaaks und den Gott Jakobs». Er ist aber nicht Gott der Toten, sondern der Lebendigen; denn ihm leben alle. Da antworteten etliche der Schriftgelehrten und sprachen: Meister, du hast trefflich geantwortet! Denn sie unterstanden sich nicht mehr, ihn etwas... |
| 160 ↑ | Lukas 20,41-44 1 |
Er aber sprach zu ihnen: Wie sagen sie, daß Christus Davids Sohn sei? Und doch sagt David selbst im Buche der Psalmen: «Der Herr hat zu meinem Herrn gesprochen: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße!» David nennt ihn also Herr; wie ist er denn sein Sohn? |
| 161 ↑ | Lukas 20,45-47 1 |
Als aber das Volk zuhörte, sprach er zu seinen Jüngern: Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die im Talar einhergehen wollen und sich gerne grüßen lassen auf den Märkten und den Vorsitz in den Synagogen und die ersten Plätze bei den Mahlzeiten lieben; sie fressen der Witwen Häuser und sprechen zum Vorwand lange Gebete; diese ziehen sich ein um so schwereres Urteil zu. |
| 162 ↑ | Lukas 21,1-4 1 |
Als er aber aufblickte, sah er, wie die Reichen ihre Gaben in den Gotteskasten legten. Er sah aber auch eine auf ihren Verdienst angewiesene Witwe, die legte dort zwei Scherflein ein; und er sprach: Wahrlich, ich sage euch, diese arme Witwe hat mehr als alle eingelegt! Denn diese alle haben von ihrem Überfluße zu den Gaben beigetragen; sie aber hat aus ihrer Armut heraus alles eingelegt, was... |
| 163 ↑ | Lukas 21,5-6 1 |
Und als etliche von dem Tempel sagten, daß er mit schönen Steinen und Weihgeschenken geschmückt sei, sprach er: Was ihr da sehet, es werden Tage kommen, wo kein Stein auf dem andern bleiben wird, der nicht zerstört würde! |
| 164 ↑ | Lukas 21,7 1 |
Sie fragten ihn aber und sprachen: Meister, wann wird denn das geschehen, und welches wird das Zeichen sein, wann es geschehen soll? |
| 165 ↑ | Lukas 21,8 1 |
Er sprach: Sehet zu, daß ihr nicht irregeführt werdet! Denn viele werden kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin es! und: Die Zeit ist nahe! Laufet ihnen nicht nach! |
| 166 ↑ | Lukas 21,9-10 1 |
Wenn ihr aber von Kriegen und Unruhen hören werdet, so erschrecket nicht; denn das muß zuvor geschehen; aber das Ende kommt nicht so bald. Dann sprach er zu ihnen: Ein Volk wird sich über das andere erheben und ein Reich über das andere; |
| 167 ↑ | Lukas 21,11 1 |
und große Erdbeben werden sein hin und wieder, Seuchen und Hungersnöte; und Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel werden sich einstellen. |
| 168 ↑ | Lukas 21,12-19 1 |
Vor diesem allem aber werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und in Synagogen und Gefängnisse überliefern und vor Könige und Fürsten führen um meines Namens willen. Das wird euch aber Gelegenheit zum Zeugnis geben. So nehmet euch nun zu Herzen, daß ihr eure Verteidigung nicht vorher überlegen sollt; denn ich will euch Mund und Weisheit geben, welcher alle eure Widersacher nicht sollen... |
| 169 ↑ | Lukas 21,20-24 1 |
Wenn ihr aber Jerusalem von Kriegsheeren belagert sehet, alsdann erkennet, daß ihre Verwüstung nahe ist. Alsdann fliehe, wer in Judäa ist, auf die Berge; und wer in der Stadt ist, der entweiche daraus; und wer auf dem Lande ist, gehe nicht hinein. Denn das sind Tage der Rache, damit alles erfüllt werde, was geschrieben steht. Wehe aber den Schwangern und den Säugenden in jenen Tagen, denn es... |
| 170 ↑ | Lukas 21,25-26 1 |
Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden Angst der Völker vor Ratlosigkeit bei dem Tosen des Meeres und der Wogen, da die Menschen in Ohnmacht sinken werden vor Furcht und Erwartung dessen, was über den Erdkreis kommen soll; denn die Kräfte des Himmels werden in Bewegung geraten. |
| 171 ↑ | Lukas 21,27-28 1 |
Und dann werden sie des Menschen Sohn kommen sehen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dieses zu geschehen anfängt, so richtet euch auf und erhebet eure Häupter, weil eure Erlösung naht. |
| 172 ↑ | Lukas 21,29-31 1 |
Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Sehet den Feigenbaum und alle Bäume! Wenn ihr sie schon ausschlagen sehet, so merket ihr von selbst, daß der Sommer jetzt nahe ist. Also auch, wenn ihr sehet, daß dieses geschieht, so merket ihr, daß das Reich Gottes nahe ist. |
| 173 ↑ | Lukas 21,32 1 |
Wahrlich, ich sage euch, dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles geschehen sein wird. |
| 174 ↑ | Lukas 21,33 1 |
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. |
| 175 ↑ | Lukas 21,34-36 1 |
Habt aber acht auf euch selbst, daß eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Trunkenheit und Nahrungssorgen und jener Tag unversehens über euch komme! Denn wie ein Fallstrick wird er über alle kommen, die auf dem ganzen Erdboden wohnen. Darum wachet jederzeit und bittet, daß ihr gewürdigt werdet, zu entfliehen diesem allem, was geschehen soll, und zu stehen vor des Menschen Sohn! |
| 176 ↑ | Lukas 21,37-38 1 |
Er war aber tagsüber im Tempel und lehrte, des Nachts aber ging er hinaus und übernachtete an dem Berge, welcher Ölberg heißt. Und alles Volk kam früh zu ihm in den Tempel, um ihn zu hören. |
| 177 ↑ | Lukas 22,1-2 1 |
Es nahte aber das Fest der ungesäuerten Brote, welches man Passah nennt. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten darnach, wie sie ihn umbringen könnten; denn sie fürchteten das Volk. |
| 178 ↑ | Lukas 22,3-6 1 |
Es fuhr aber der Satan in Judas, genannt Ischariot, der aus der Zahl der Zwölf war. Und er ging hin und besprach mit den Hohenpriestern und den Hauptleuten, wie er ihnen Jesus ausliefern wollte. Und sie wurden froh und kamen überein, ihm Geld zu geben. Und er versprach es und suchte eine gute Gelegenheit, um ihn ohne Volksauflauf an sie auszuliefern. |
| 179 ↑ | Lukas 22,7-23 1 |
Es kam aber der Tag der ungesäuerten Brote, da man das Passah schlachten mußte. Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Gehet hin, bereitet uns das Passah, damit wir es essen! Sie aber sprachen: Wo willst du, daß wir es bereiten? Er aber sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr in die Stadt hineinkommet, so wird euch ein Mensch begegnen, der einen Krug mit Wasser trägt; dem folget in das Haus,... |
| 180 ↑ | Lukas 22,15 1 |
Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich leide. |
| 181 ↑ | Lukas 22,24-30 1 |
Es entstand aber auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen für den Größten zu halten sei. Er aber sagte zu ihnen: Die Könige der Völker herrschen über sie, und ihre Gewalthaber heißt man Wohltäter. Ihr aber nicht also; sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste, und der Gebieter wie der Diener. Denn wer ist größer: wer zu Tische sitzt, oder der Diener? Ist es nicht der, welcher... |
| 182 ↑ | Lukas 22,24-27 1 |
Es entstand aber auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen für den Größten zu halten sei. Er aber sagte zu ihnen: Die Könige der Völker herrschen über sie, und ihre Gewalthaber heißt man Wohltäter. Ihr aber nicht also; sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste, und der Gebieter wie der Diener. Denn wer ist größer: wer zu Tische sitzt, oder der Diener? Ist es nicht der, welcher... |
| 183 ↑ | Lukas 22,28-30 1 |
Ihr aber seid die, welche bei mir ausgeharrt haben in meinen Anfechtungen. Und ich verordne euch, wie mir mein Vater das Reich verordnet hat, daß ihr an meinem Tische in meinem Reiche essen und trinken und auf Thronen sitzen sollt, um die zwölf Stämme Israels zu richten. |
| 184 ↑ | Lukas 22,31-33 1 |
Es sprach aber der Herr: Simon, Simon, siehe, der Satan hat euch begehrt, um euch zu sichten wie den Weizen; ich aber habe für dich gebetet, daß dein Glaube nicht aufhöre; und wenn du dich dereinst bekehrst, so stärke deine Brüder! Er aber sprach zu ihm: Herr, ich bin bereit, mit dir ins Gefängnis und in den Tod zu gehen! |
| 185 ↑ | Lukas 22,34 1 |
Er aber sprach: Ich sage dir, Petrus, der Hahn wird heute nicht krähen, ehe du dreimal geleugnet hast, daß du mich kennst! |
| 186 ↑ | Lukas 22,35-36 1 |
Und er sprach zu ihnen: Als ich euch aussandte ohne Beutel und Tasche und Schuhe, hat euch etwas gemangelt? Sie sprachen: Nichts! Nun sprach er zu ihnen: Aber jetzt, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, gleicherweise auch die Tasche; und wer es nicht hat, der verkaufe sein Kleid und kaufe ein Schwert. |
| 187 ↑ | Lukas 22,37-38 1 |
Denn ich sage euch, auch dieses Schriftwort muß sich an mir erfüllen: «Und er ist unter die Übeltäter gerechnet worden.» Denn was sich auf mich bezieht, das geht in Erfüllung! Sie sprachen: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter! Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug! |
| 188 ↑ | Lukas 22,39-46 1 |
Und er ging hinaus und begab sich nach seiner Gewohnheit an den Ölberg. Es folgten ihm aber auch die Jünger. Und als er an den Ort gekommen war, sprach er zu ihnen: Betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet! Und er riß sich von ihnen los, ungefähr einen Steinwurf weit, kniete nieder, betete und sprach: Vater, wenn du willst, so nimm diesen Kelch von mir! Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe! Da... |
| 189 ↑ | Lukas 22,47-48 1 |
Während er aber noch redete, siehe, da kam eine Schar, und der, welcher Judas hieß, einer der Zwölf, ging vor ihnen her und näherte sich Jesus, um ihn zu küssen. Jesus aber sprach zu ihm: Judas, mit einem Kuß verrätst du des Menschen Sohn? |
| 190 ↑ | Lukas 22,49-50 1 |
Als nun seine Begleiter sahen, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: Herr, sollen wir mit dem Schwerte dreinschlagen? Und einer von ihnen schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. |
| 191 ↑ | Lukas 22,51 1 |
Da antwortete Jesus und sprach: Lasset es hierbei bewenden! Und er rührte das Ohr an und heilte ihn. |
| 192 ↑ | Lukas 22,52-53 1 |
Es sprach aber Jesus zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels und den Ältesten, die an ihn herangetreten waren: Wie gegen einen Räuber seid ihr ausgezogen mit Schwertern und mit Stöcken! Als ich täglich bei euch im Tempel war, habt ihr die Hand nicht gegen mich ausgestreckt. Aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis. |
| 193 ↑ | Lukas 22,54-62 1 |
Nachdem sie ihn nun festgenommen hatten, führten sie ihn ab und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters. Petrus aber folgte von ferne. Da sie aber mitten im Hof ein Feuer angezündet hatten und beisammen saßen, setzte sich Petrus mitten unter sie. Es sah ihn aber eine Magd beim Feuer sitzen, schaute ihn an und sprach: Der war auch mit ihm! Er aber leugnete und sprach: Weib, ich kenne ihn nicht! Und... |
| 194 ↑ | Johannes 5,19 1 |
Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Sohn kann nichts von sich selbst tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. |
| 195 ↑ | Johannes 12,12-16 1 |
Als am folgenden Tage die vielen Leute, welche zum Fest erschienen waren, hörten, daß Jesus nach Jerusalem komme, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus, ihm entgegen, und riefen: Hosianna! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel! Jesus aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht: «Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König... |
| 196 ↑ | Johannes 12,17-19 1 |
Die Menge nun, die bei ihm war, bezeugte, daß er Lazarus aus dem Grabe gerufen und ihn von den Toten auferweckt habe. Darum ging ihm auch das Volk entgegen, weil sie hörten, daß er dieses Zeichen getan habe. Da sprachen die Pharisäer zueinander: Ihr seht, daß ihr nichts ausrichtet. Siehe, alle Welt läuft ihm nach! |
| 197 ↑ | Johannes 12,20-22 1 |
Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufkamen, um am Fest anzubeten. Diese gingen zu Philippus, der aus Bethsaida in Galiläa war, baten ihn und sprachen: Herr, wir möchten Jesus gern sehen! Philippus kommt und sagt es dem Andreas, Andreas und Philippus aber sagen es Jesus. |
| 198 ↑ | Johannes 12,23-26 1 |
Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, daß des Menschen Sohn verherrlicht werde! Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, so bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, so bringt es viele Frucht. Wer seine Seele liebt, der wird sie verlieren; wer aber seine Seele in dieser Welt haßt, wird sie zum ewigen Leben bewahren. Wer... |
| 199 ↑ | Johannes 12,27-29 1 |
Jetzt ist meine Seele erschüttert. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn wiederum verherrlichen! Das Volk nun, das dabeistand und solches hörte, sagte, es habe gedonnert. Andere sagten: Ein Engel hat mit ihm geredet. |
| 200 ↑ | Johannes 12,30-36 1 |
Jesus antwortete und sprach: Nicht um meinetwillen ist diese Stimme erschollen, sondern um euretwillen. Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt! Nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden; und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. Das sagte er aber, um anzudeuten, welches Todes er sterben würde. Das Volk antwortete ihm: Wir haben aus dem Gesetze gehört,... |
| 201 ↑ | Johannes 12,37-40 1 |
Solches redete Jesus und ging hinweg und verbarg sich vor ihnen. Wiewohl er aber so viele Zeichen vor ihnen getan hatte, glaubten sie nicht an ihn; auf daß das Wort des Propheten Jesaja erfüllt würde, welches er gesprochen hat: «Herr, wer hat dem geglaubt, was wir gehört haben, und wem wurde der Arm des Herrn geoffenbart?» Darum konnten sie nicht glauben, denn Jesaja spricht wiederum: «Er hat... |
| 202 ↑ | Johannes 12,41-43 1 |
Solches sprach Jesaja, als er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete. Doch glaubten sogar von den Obersten viele an ihn, aber wegen der Pharisäer bekannten sie es nicht, damit sie nicht von der Synagoge ausgestoßen würden. Denn die Ehre der Menschen war ihnen lieber als die Ehre Gottes. |
| 203 ↑ | Johannes 12,44-50 1 |
Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. Ich bin als ein Licht in die Welt gekommen, damit niemand, der an mich glaubt, in der Finsternis bleibe. Und wenn jemand meine Worte hört und nicht hält, so richte ich ihn nicht; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten,... |
| 204 ↑ | Johannes 13,1-30 1 2 |
Vor dem Passahfeste aber, da Jesus wußte, daß seine Stunde gekommen sei, aus dieser Welt zum Vater zu gehen: wie er geliebt hatte die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Und während der Mahlzeit, als schon der Teufel dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten, obgleich Jesus wußte, daß ihm der Vater alles in die Hände gegeben habe und... |
| 205 ↑ | Johannes 13,31-38 1 |
Als er nun hinausgegangen war, sprach Jesus: Jetzt ist des Menschen Sohn verherrlicht, und Gott ist verherrlicht durch ihn! Ist Gott verherrlicht durch ihn, so wird Gott auch ihn verherrlichen durch sich selbst und wird ihn alsbald verherrlichen. Kindlein, nur noch eine kleine Weile bin ich bei euch. Ihr werdet mich suchen, und wie ich zu den Juden sagte: Wohin ich gehe, dahin könnt ihr nicht kommen,... |
| 206 ↑ | Johannes 13,31-33 1 |
Als er nun hinausgegangen war, sprach Jesus: Jetzt ist des Menschen Sohn verherrlicht, und Gott ist verherrlicht durch ihn! Ist Gott verherrlicht durch ihn, so wird Gott auch ihn verherrlichen durch sich selbst und wird ihn alsbald verherrlichen. Kindlein, nur noch eine kleine Weile bin ich bei euch. Ihr werdet mich suchen, und wie ich zu den Juden sagte: Wohin ich gehe, dahin könnt ihr nicht kommen,... |
| 207 ↑ | Johannes 13,34-35 1 |
Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebet; daß, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebet. Daran wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. |
| 208 ↑ | Johannes 13,36-37 1 |
Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, wohin gehst du? Jesus antwortete ihm: Wohin ich gehe, dahin kannst du mir jetzt nicht folgen, du wirst mir aber später folgen. Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich lassen! |
| 209 ↑ | Johannes 13,38 1 |
Jesus antwortete: Dein Leben willst du für mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, der Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast! |
| 210 ↑ | Johannes 14-17 1 |
Euer Herz erschrecke nicht! Vertrauet auf Gott und vertrauet auf mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen; wo nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, auf daß auch ihr seid, wo ich bin. Wohin ich aber gehe, wisset ihr, und ihr kennet den Weg. Thomas... |
| 211 ↑ | Johannes 14,1-4 1 |
Euer Herz erschrecke nicht! Vertrauet auf Gott und vertrauet auf mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen; wo nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, auf daß auch ihr seid, wo ich bin. Wohin ich aber gehe, wisset ihr, und ihr kennet den Weg. |
| 212 ↑ | Johannes 14,5-7 1 |
Thomas spricht zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst, und wie können wir den Weg wissen? Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch mich! Hättet ihr mich erkannt, so würdet ihr auch meinen Vater kennen; und von nun an kennet ihr ihn und habt ihn gesehen. |
| 213 ↑ | Johannes 14,8-11 1 |
Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns! Spricht Jesus zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du kennst mich noch nicht? Philippus, wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen! Wie kannst du sagen: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst, sondern der... |
| 214 ↑ | Johannes 14,12-14 1 |
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe; und was ihr auch in meinem Namen bitten werdet, will ich tun, auf daß der Vater verherrlicht werde in dem Sohne. Wenn ihr etwas in meinem Namen bitten werdet, so werde ich es tun. |
| 215 ↑ | Johannes 14,15 1 |
Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote! |
| 216 ↑ | Johannes 14,16-17 1 |
Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern Beistand geben, daß er bei euch bleibe in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und kennt ihn nicht; ihr aber kennet ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. |
| 217 ↑ | Johannes 14,18-20 1 |
Ich lasse euch nicht als Waisen zurück, ich komme zu euch. Noch eine kleine Weile, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, denn ich lebe, und auch ihr sollt leben! An jenem Tage werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. |
| 218 ↑ | Johannes 14,21 1 |
Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. |
| 219 ↑ | Johannes 14,22-24 1 |
Da spricht zu ihm Judas, nicht der Ischariot: Herr, wie kommt es, daß du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer mich nicht liebt, befolgt meine Worte nicht; und doch ist das Wort, das ihr höret, nicht mein,... |
| 220 ↑ | Johannes 14,25-26 1 |
Solches habe ich zu euch gesprochen, während ich noch bei euch bin; der Beistand aber, der heilige Geist, welchen mein Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. |
| 221 ↑ | Johannes 14,27 1 |
Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz errege sich nicht und verzage nicht! |
| 222 ↑ | Johannes 14,28-29 1 |
Ihr habt gehört, daß ich sagte: Ich gehe hin, und ich komme zu euch! Hättet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. Und nun habe ich es euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubet, wenn es geschieht. |
| 223 ↑ | Johannes 14,30 1 |
Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt, und in mir hat er nichts. |
| 224 ↑ | Johannes 14,31 1 |
Damit aber die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe und also tue, wie mir der Vater befohlen hat, stehet auf und lasset uns von hinnen gehen! |
| 225 ↑ | Johannes 15,1-5 1 |
Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. Jegliches Schoß an mir, das keine Frucht bringt, nimmt er weg; jedes fruchtbare aber reinigt er, damit es mehr Frucht bringe. Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibet in mir, und ich bleibe in euch! Gleichwie das Rebschoß von sich selbst keine Frucht bringen kann, wenn es nicht am Weinstock... |
| 226 ↑ | Johannes 15,6-8 1 |
Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie das Rebschoß und verdorrt; und solche sammelt man und wirft sie ins Feuer, und sie brennen. Wenn ihr in mir bleibet und meine Worte in euch bleiben, möget ihr bitten, was ihr wollt, so wird es euch widerfahren. Dadurch wird mein Vater verherrlicht, daß ihr viel Frucht bringet und meine Jünger werdet. |
| 227 ↑ | Johannes 15,9-13 1 |
Gleichwie mich der Vater liebt, so liebe ich euch; bleibet in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie ich meines Vaters Gebote gehalten habe und in seiner Liebe geblieben bin. Solches habe ich zu euch geredet, auf daß meine Freude in euch bleibe und eure Freude völlig werde. Das ist mein Gebot, daß ihr einander liebet, gleichwie ich euch geliebt habe. Größere... |
| 228 ↑ | Johannes 15,14-16 1 |
Ihr seid meine Freunde, wenn ihr alles tut, was ich euch gebiete. Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich alles, was ich von meinem Vater gehört habe, euch kundgetan habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und gesetzt, daß ihr hingehet und Frucht bringet und eure Frucht bleibe, auf daß,... |
| 229 ↑ | Johannes 15,17-21 1 |
Das gebiete ich euch, daß ihr einander liebet. Wenn euch die Welt haßt, so wisset, daß sie mich vor euch gehaßt hat. Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihrige lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe, darum haßt euch die Welt. Gedenket an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie... |
| 230 ↑ | Johannes 15,22-25 1 |
Wenn ich nicht gekommen wäre und es ihnen gesagt hätte, so hätten sie keine Sünde; nun aber haben sie keinen Vorwand für ihre Sünde. Wer mich haßt, der haßt auch meinen Vater. Hätte ich nicht die Werke unter ihnen getan, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde; nun aber haben sie dieselben gesehen und hassen doch sowohl mich als auch meinen Vater; doch solches geschieht, damit das... |
| 231 ↑ | Johannes 15,26-27 1 |
Wenn aber der Beistand kommen wird, welchen ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir zeugen; und auch ihr werdet zeugen, weil ihr von Anfang an bei mir gewesen seid. |
| 232 ↑ | Johannes 16,1-4 1 |
Solches habe ich zu euch geredet, damit ihr keinen Anstoß nehmet. Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen; es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen. Und solches werden sie euch tun, weil sie weder den Vater noch mich kennen. Ich aber habe euch solches gesagt, damit, wenn die Stunde kommt, ihr daran denket, daß ich es euch gesagt habe.... |
| 233 ↑ | Johannes 16,5-11 1 |
Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat, und niemand unter euch fragt mich: Wohin gehst du? Sondern weil ich euch solches gesagt habe, ist euer Herz voll Trauer. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, daß ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden. Und wenn jener kommt, wird... |
| 234 ↑ | Johannes 16,12-13 1 |
Noch vieles hätte ich euch zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. |
| 235 ↑ | Johannes 16,14-22 1 |
Derselbe wird mich verherrlichen; denn von dem Meinigen wird er es nehmen und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt, daß er es von dem Meinigen nehmen und euch verkündigen wird. In kurzem werdet ihr mich nicht mehr sehen, und wiederum in kurzem werdet ihr mich sehen, denn ich gehe zum Vater. Da sprachen etliche seiner Jünger zueinander: Was bedeutet das,... |
| 236 ↑ | Johannes 16,23-28 1 |
Und an jenem Tage werdet ihr mich gar nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, was irgend ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er wird es euch geben! Bis jetzt habt ihr gar nichts in meinem Namen gebeten; bittet, so werdet ihr nehmen, auf daß eure Freude völlig werde! Solches habe ich euch in Gleichnissen gesagt; es kommt aber die Stunde, da ich nicht mehr in Gleichnissen zu euch... |
| 237 ↑ | Johannes 16,29-32 1 |
Da sagen seine Jünger: Siehe, jetzt redest du offen und brauchst kein Gleichnis! Jetzt wissen wir, daß du alles weißt und nicht nötig hast, daß dich jemand frage; darum glauben wir, daß du von Gott ausgegangen bist! Jesus antwortete ihnen: Jetzt glaubet ihr? Siehe, es kommt die Stunde, und sie ist schon da, wo ihr euch zerstreuen werdet, ein jeglicher in das Seine, und mich allein lasset; aber... |
| 238 ↑ | Johannes 16,33 1 |
Solches habe ich zu euch geredet, auf daß ihr in mir Frieden habet. In der Welt habt ihr Trübsal; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden! |
| 239 ↑ | Johannes 17,1 1 |
Solches redete Jesus und hob seine Augen zum Himmel empor und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, damit dein Sohn dich verherrliche! |
| 240 ↑ | Johannes 17,2-4 1 |
gleichwie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, auf daß er ewiges Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Ich habe dich verherrlicht auf Erden, indem ich das Werk vollendet habe, das du mir gegeben hast, daß ich es tun solle. |
| 241 ↑ | Johannes 17,5-8 1 |
Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Ich habe deinen Namen den Menschen geoffenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast; sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Nun erkennen sie, daß alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt; denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich... |
| 242 ↑ | Johannes 17,9-10 1 |
Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast, weil sie dein sind. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht. |
| 243 ↑ | Johannes 17,11 1 |
Und ich bin nicht mehr in der Welt, sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie wir! |
| 244 ↑ | Johannes 17,11 1 |
Und ich bin nicht mehr in der Welt, sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie wir! |
| 245 ↑ | Johannes 17,12-13 1 |
Als ich bei ihnen in der Welt war, erhielt ich sie in deinem Namen; die du mir gegeben hast, habe ich behütet, und keiner von ihnen ist verloren gegangen, als nur der Sohn des Verderbens, auf daß die Schrift erfüllt würde. Nun aber komme ich zu dir und rede solches in der Welt, damit sie meine Freude vollkommen in sich haben. |
| 246 ↑ | Johannes 17,14-15 1 |
Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt haßt sie; denn sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, daß du sie aus der Welt nehmest, sondern daß du sie bewahrest vor dem Argen. |
| 247 ↑ | Johannes 17,16-17 1 |
Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit. |
| 248 ↑ | Johannes 17,18-19 1 |
Gleichwie du mich in die Welt gesandt hast, so sende auch ich sie in die Welt. Und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in Wahrheit. |
| 249 ↑ | Johannes 17,20-21 1 |
Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf daß auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt hast. |
| 250 ↑ | Johannes 17,20-23 1 |
Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf daß auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt hast. Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind. Ich in ihnen... |
| 251 ↑ | Johannes 17,22-23 1 |
Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind. Ich in ihnen und du in mir, auf daß sie zu vollendeter Einheit gelangen, damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst. |
| 252 ↑ | Johannes 17,24-25 1 |
Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, daß sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt! Gerechter Vater, die Welt kennt dich nicht! Ich aber kenne dich, und diese erkennen, daß du mich gesandt hast. |
| 253 ↑ | Johannes 17,26 1 |
Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, auf daß die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen! |
| 254 ↑ | Johannes 18,1-9 1 |
Als Jesus solches gesprochen hatte, ging er mit seinen Jüngern hinaus über den Winterbach Kidron. Dort war ein Garten, in welchen Jesus samt seinen Jüngern eintrat. Aber auch Judas, der ihn verriet, kannte den Ort; denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen Jüngern. Nachdem nun Judas die Rotte und von den Obersten und Pharisäern Diener bekommen hatte, kam er dorthin mit Fackeln und Lampen... |
| 255 ↑ | Johannes 18,10-11 1 |
Da nun Simon Petrus ein Schwert hatte, zog er es und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab; der Name des Knechtes aber war Malchus. Da sprach Jesus zu Petrus: Stecke das Schwert in die Scheide! Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater gegeben hat? |
| 256 ↑ | Johannes 18,12-14 1 |
Die Rotte nun und ihr Oberst und die Diener der Juden griffen Jesus und banden ihn und führten ihn zuerst zu Hannas; denn er war der Schwiegervater des Kajaphas, welcher in jenem Jahre Hoherpriester war. Das war der Kajaphas, der den Juden geraten hatte, es sei besser, daß ein Mensch für das Volk sterbe. |
| 257 ↑ | Johannes 18,15-16 1 |
Simon Petrus aber folgte Jesus nach, und ein anderer Jünger. Dieser Jünger war mit dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesus hinein in den Hof des Hohenpriesters. Petrus aber stand draußen vor der Tür. Da ging der andere Jünger hinaus, der mit dem Hohenpriester bekannt war, und redete mit der Türhüterin und führte Petrus hinein. |
| 258 ↑ | Johannes 18,17-18 1 |
Da spricht die Magd, die Türhüterin, zu Petrus: Bist nicht auch du einer von den Jüngern dieses Menschen? Petrus spricht: Ich bin's nicht! Es standen aber die Knechte und Diener um ein Kohlenfeuer, das sie gemacht hatten (denn es war kalt) und wärmten sich; Petrus aber trat auch zu ihnen und wärmte sich. |
| 259 ↑ | Johannes 21,21-23 1 |
Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was soll aber dieser? Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach! Daher kam nun das Gerede unter den Brüdern: «Dieser Jünger stirbt nicht.» Und doch hat Jesus nicht zu ihm gesagt, er sterbe nicht, sondern: Wenn ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? |
| 260 ↑ | Römer 14,5 1 2 3 |
Dieser achtet einen Tag höher als den andern, jener hält alle Tage gleich; ein jeglicher sei seiner Meinung gewiß! |
| 261 ↑ | 1.Korinther 11,17-34 1 |
Das aber kann ich, da ich am Verordnen bin, nicht loben, daß eure Zusammenkünfte nicht besser, sondern eher schlechter werden. Denn erstens höre ich, daß, wenn ihr in der Gemeinde zusammenkommt, Spaltungen unter euch sind, und zum Teil glaube ich es; denn es müssen ja auch Parteiungen unter euch sein, damit die Bewährten offenbar werden unter euch! Wenn ihr nun auch am selben Orte zusammenkommt,... |
| 262 ↑ | 1.Korinther 12,31 1 |
Strebet aber nach den besten Gaben; doch zeige ich euch jetzt einen noch weit vortrefflicheren Weg: |
| 263 ↑ | Epheser 2,10 1 |
Denn wir sind sein Werk, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, daß wir darin wandeln sollen. |
| 264 ↑ | Hebräer 10,23 1 |
Lasset uns festhalten am Bekenntnis der Hoffnung, ohne zu wanken (denn er ist treu, der die Verheißung gegeben hat); |
| 265 ↑ | Hebräer 11,1 1 |
Es ist aber der Glaube ein Beharren auf dem, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht. |
| 266 ↑ | 1.Petrus 3,14-15 1 |
Aber wenn ihr auch um Gerechtigkeit willen zu leiden habt, seid ihr selig. Ihr Drohen aber fürchtet nicht und erschrecket nicht; sondern heiliget den Herrn Christus in euren Herzen! und seid allezeit bereit zur Verantwortung gegen jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, |
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