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Mose, der den Herrn kannte von Angesicht zu Angesicht

Die Plagen

Gott ringt um den Pharao

 


Zusammenfassung

Die Plagen sind ein Ausdruck des Ringens Gottes um den Pharao. Er sucht das Verständnis des Pharaos, Er kündigt die meisten Plagen an, so dass der Pharao reagieren kann. Der Pharao, der sich selbst als Gott empfindet, erkennt die Kraft dieses Gottes. Er erkennt, dass er ein Sünder vor diesem Gott ist, zumindestens bekennt er das vor Mose, aber er steht nicht zu seinem Wort. Ist die Plage vorbei, vergisst er alle Zusagen, die er Mose gemacht hat. Gott vernichtet den Pharao nicht, aber er eskaliert die Plagen immer weiter.

Schlagwörter: Aaron - Abel - Abraham - Apostel Johannes - Balak - Bibel - Bileam - Geduld Gottes - Gehorsam gegen Gott - Gott - Heiliger Geist - Jesaja - Jesus - Kain - Lüge - Miriam - Mose - Paulus - Pharao - Pontius Pilatus - Timotheus - Titus - Unterdrückung - Ägypten

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Inhaltsverzeichnis

Gottes Ringen um den Pharao - Die Plagen

Die Plagen im Überblick

Der erste Auftritt Moses und Aarons vor dem Pharao

Der zweite Auftritt Moses und Aarons vor dem Pharao

Die erste Plage: Das Nilwasser wird zu Blut

Die zweite Plage: Frösche

Die dritte Plage: Mücken

Die vierte Plage: Fliegen

Die fünfte Plage: Viehpest

Die sechste Plage: Beulen

Die siebte Plage: Hagel

Die achte Plage: Heuschrecken

Die neunte Plage: Finsternis

Durchzug durchs Schilfmeer und Vernichtung der ägyptischen Verfolger

Tabellarischer Überblick über die Plagen

Gott beauftragt Mose

Gott gibt Mose bekannt, was er vorhat

Aaron, der Begleiter Moses

Reaktionen und Auswirkungen der Plagen auf den Pharao und sein Volk

Ein Überblick

Der Pharao - Täter oder Opfer

Die erste Plage - Blut:

Die zweite Plage - Frösche:

Die dritte Plage - Mücken:

Die vierte Plage - Fliegen:

Die fünfte Plage - Viehpest:

Die sechste Plage - Geschwüre:

Die siebte Plage - Hagel:

Die achte Plage - Heuschrecken:

Die neunte Plage - Finsternis:

Die zehnte Plage - Erstgeburt:

Ergebnis:

Die Auswirkungen auf die Menschen

Der Gott des Alten Testamentes, ein schrecklicher Gott?

Gottes Ringen um den Pharao - Die Plagen

Im folgenden werden die Plagen nicht nur einzeln betrachtet, sondern es werden auch einzelne Aspekte gewählt, um deutlich zu machen, wie Gott mit diesem Pharao umgeht. Gott wollte ihn nicht vernichten, sondern er wollte ihn gewinnen. Der Pharao war nicht durch Gott gezwungen, das Ansinnen des Mose abzulehnen, er selbst hat sich immer stärker verstockt und ist damit in seiner Auseinandersetzung mit Gott in diese Katastrophe geraten, die ihn seinen erstgeborenen Sohn und damit seinen Thronfolger gekostet hat.

Die Plagen im Überblick

Zunächst ein Überblick über die Plagen.

Der erste Auftritt Moses und Aarons vor dem Pharao

2.Mose 5,1-4  *

Darnach gingen Mose und Aaron hinein und redeten mit dem Pharao: So spricht der HERR, der Gott Israels: Laß mein Volk ziehen, daß es mir in der Wüste ein Fest halte!  Der Pharao antwortete: Wer ist der HERR, dessen Stimme ich hören soll, um Israel ziehen zu lassen? Ich weiß nichts von dem HERRN, ich will auch Israel nicht ziehen lassen!  Sie sprachen: Der Hebräer Gott ist uns begegnet; wir wollen hingehen drei Tagereisen weit in die Wüste und dem HERRN, unserm Gott, opfern, daß er uns nicht mit Pestilenz oder mit dem Schwerte schlage.  Da sprach der König von Ägypten zu ihnen: Du, Mose und Aaron, warum zieht ihr das Volk von ihren Pflichten ab? Geht hin an eure Arbeit!

Der zweite Auftritt Moses und Aarons vor dem Pharao

2.Mose 7,1-13  *

Der HERR sprach zu Mose: Siehe zu, ich habe dich dem Pharao zum Gott gesetzt, und dein Bruder Aaron soll dein Prophet sein.  Du sollst alles reden, was ich dir gebieten werde, daß er die Kinder Israel aus seinem Lande ziehen lasse.  Aber ich will das Herz des Pharao verhärten, daß ich viele meiner Zeichen und Wunder tue im Ägyptenland.  Aber der Pharao wird euch nicht hören, so daß ich meine Hand an Ägypten legen und mein Heer, mein Volk, die Kinder Israel, durch große Gerichte aus dem Lande Ägypten führen werde.  Und die Ägypter sollen erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich meine Hand über Ägypten ausstrecken und die Kinder Israel von ihnen ausführen werde.  Mose und Aaron taten solches; wie ihnen der HERR geboten hatte, also taten sie.  Und Mose war achtzig Jahre alt und Aaron dreiundachtzig Jahre alt, als sie mit dem Pharao redeten.  Und der HERR sprach zu Mose und Aaron:  Wenn der Pharao zu euch sagen wird: Tut ein Zeichen! so sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn vor den Pharao hin, so wird er zur Schlange werden.  Da gingen Mose und Aaron zum Pharao und taten also, wie der HERR ihnen geboten hatte. Und Aaron warf seinen Stab vor den Pharao und vor seine Knechte hin, und er ward zur Schlange.  Da berief der Pharao die Weisen und Zauberer. Und auch sie, die ägyptischen Zauberer, taten also mit ihrem Beschwören.  Und ein jeder warf seinen Stab vor sich hin, und es wurden Schlangen daraus; aber Aarons Stab verschlang ihre Stäbe.  Also ward das Herz des Pharao verstockt, und er hörte nicht auf sie, wie denn der HERR gesagt hatte.

Die erste Plage: Das Nilwasser wird zu Blut

2.Mose 7,14-25  *

Und der HERR sprach zu Mose: Das Herz des Pharao ist hart; er weigert sich, das Volk ziehen zu lassen.  Geh am Morgen hin zum Pharao; siehe, er wird hinaus ans Wasser gehen; tritt ihm entgegen am Gestade des Flusses und nimm den Stab, der zur Schlange geworden, in deine Hand  und sprich zu ihm: Der HERR, der Hebräer Gott, hat mich zu dir gesandt, um dir zu sagen: Laß mein Volk gehen, daß es mir in der Wüste diene! Aber siehe, du hast bisher nicht hören wollen.  Darum spricht der HERR also: Daran sollst du erfahren, daß ich der HERR bin: Siehe, ich will mit dem Stabe, den ich in meiner Hand habe, das Wasser schlagen, das in dem Flusse ist, und es soll in Blut verwandelt werden,  so daß die Fische im Flusse sterben müssen und der Fluß stinken, und es die Ägypter ekeln wird, das Wasser aus dem Flusse zu trinken.  Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Nimm deinen Stab und strecke deine Hand aus über die Wasser in Ägypten, über ihre Flüsse, über ihre Bäche und über ihre Seen und über alle Wasserbehälter, daß sie zu Blut werden und daß in ganz Ägyptenland Blut sei in hölzernen und steinernen Geschirren.  Mose und Aaron taten, wie ihnen der HERR geboten hatte. Und er hob den Stab auf und schlug vor dem Pharao und seinen Knechten das Wasser, das im Flusse war; da ward alles Wasser im Nil in Blut verwandelt.  Und die Fische im Nil starben, und der Nil ward stinkend, so daß die Ägypter das Nilwasser nicht trinken konnten; denn dasselbe ward zu Blut in ganz Ägypten.  Aber die ägyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwören. Und so ward das Herz des Pharao verstockt, und er hörte nicht auf sie, wie denn der HERR geredet hatte.  Und der Pharao wandte sich und ging heim und kehrte sein Herz auch daran nicht.  Aber alle Ägypter gruben um den Fluß her nach Trinkwasser; denn das Nilwasser konnten sie nicht trinken.  Und das währte sieben Tage lang, nachdem der HERR den Fluß geschlagen hatte.

Die zweite Plage: Frösche

2.Mose 8,1-15  *

Der HERR sprach zu Mose: Geh hinein zum Pharao und sprich zu ihm: So spricht der HERR: Laß mein Volk gehen, daß es mir diene!  Weigerst du dich aber, dasselbe ziehen zu lassen, siehe, so will ich alle deine Landmarken mit Fröschen plagen,  daß der Fluß von Fröschen wimmle; die sollen heraufkommen in dein Haus und in deine Schlafkammer und auf dein Bett; auch in die Häuser deiner Knechte, unter dein Volk, in deine Backöfen und in deine Backtröge;  und die Frösche sollen auf dich und auf dein Volk und auf alle deine Knechte kriechen.  Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Strecke deine Hand und deinen Stab aus über die Flüsse, über die Bäche und Seen, und laß Frösche über Ägyptenland kommen.  Und Aaron streckte seine Hand über die Wasser in Ägypten; und die Frösche kamen herauf und bedeckten das Land Ägypten.  Da taten die Zauberer mit ihrem Beschwören auch also und ließen Frösche über das Land Ägypten kommen.  Da berief der Pharao den Mose und Aaron und sprach: Bittet den HERRN, daß er die Frösche von mir nehme und von meinem Volk, so will ich das Volk ziehen lassen, daß es dem HERRN opfere!  Mose sprach zum Pharao: Du sollst die Ehre haben zu bestimmen, auf wann ich für dich, für deine Knechte und für dein Volk erbitten soll, daß die Frösche von dir und deinen Häusern vertrieben werden und nur im Flusse bleiben.  Er sprach: Auf morgen! Da sprach Mose: Wie du gesagt hast; auf daß du erfahrest, daß niemand ist wie der HERR, unser Gott!  So sollen die Frösche von dir und von deinen Häusern, von deinen Knechten und von deinem Volke genommen werden; nur im Flusse sollen sie bleiben.  Also gingen Mose und Aaron vom Pharao; und Mose schrie zum HERRN der Frösche wegen, die er dem Pharao auferlegt hatte.  Und der HERR tat, wie Mose gesagt hatte. Die Frösche starben in den Häusern, in den Höfen und auf dem Felde.  Und sie häuften dieselben zusammen, hier einen Haufen und dort einen Haufen; und das Land stank davon.  Da aber der Pharao sah, daß er Luft gekriegt hatte, verhärtete er sein Herz und hörte nicht auf sie, wie denn der HERR gesagt hatte.

Die dritte Plage: Mücken

2.Mose 8,16-19  *

Da sprach der HERR zu Mose: Sage zu Aaron: Strecke deinen Stab aus und schlage den Staub auf der Erde, daß er in ganz Ägyptenland zu Mücken werde.  Sie taten also. Und Aaron streckte seine Hand aus mit seinem Stabe und schlug in den Staub auf der Erde, und er wurde zu Mücken in ganz Ägyptenland.  Die Zauberer versuchten mit ihrem Beschwören auch Mücken hervorzubringen; aber sie konnten es nicht. Und die Mücken kamen über die Menschen und das Vieh.  Da sprachen die Zauberer zu Pharao: Das ist Gottes Finger! Aber das Herz des Pharao war verstockt, daß er nicht auf sie hörte, wie der HERR gesagt hatte.

Die vierte Plage: Fliegen

2.Mose 8,20-32  *

Da sprach der HERR zu Mose: Mache dich morgen frühe auf und tritt zum Pharao (siehe, er wird ans Wasser gehen!) und sprich zu ihm: So spricht der HERR: Laß mein Volk gehen, daß es mir diene!  Denn wenn du mein Volk nicht ziehen lässest, siehe, so will ich über dich und über deine Knechte und über dein Volk und über deine Häuser Hundsfliegen kommen lassen, daß der Ägypter Häuser und das Feld, darauf sie sind, voller Hundsfliegen werden sollen.  Und ich will an demselben Tage mit dem Lande Gosen, da mein Volk wohnt, etwas Besonderes tun, daß keine Hundsfliegen daselbst seien, damit du erfahrest, daß ich, der HERR, inmitten des Landes bin.  So will ich eine Scheidung setzen zwischen meinem und deinem Volk. Morgen soll das Zeichen geschehen.  Und der HERR tat also. Und eine Menge Hundsfliegen kamen in das Haus des Pharao und in die Häuser seiner Knechte, ja über ganz Ägyptenland; und das Land ward von den Hundsfliegen verseucht.  Da berief der Pharao Mose und Aaron und sprach: Gehet hin, opfert eurem Gott in diesem Lande!  Mose sprach: Das schickt sich nicht, daß wir also tun; denn wir würden dem HERRN, unserm Gott, der Ägypter Greuel opfern! Siehe, wenn wir dann der Ägypter Greuel vor ihren Augen opferten, würden sie uns nicht steinigen?  Drei Tagereisen weit wollen wir in die Wüste ziehen und dem HERRN, unserm Gott, opfern, wie er uns befehlen wird.  Da sprach der Pharao: Ich will euch ziehen lassen, daß ihr dem HERRN, eurem Gott, in der Wüste opfert; aber ziehet ja nicht weiter! Bittet für mich!  Mose sprach: Siehe, ich gehe hinaus von dir und will den HERRN bitten, daß die Hundsfliegen morgen vom Pharao, von seinen Knechten und von seinem Volke genommen werden; nur daß der Pharao uns nicht mehr täusche, indem er das Volk doch nicht ziehen läßt, dem HERRN zu opfern!  Und Mose ging hinaus vom Pharao und bat den HERRN.  Und der HERR tat, wie Mose gesagt hatte, also daß die Hundsfliegen vom Pharao, von seinen Knechten und von seinem Volke wichen, so daß nicht eine übrigblieb.  Aber der Pharao verhärtete sein Herz auch diesmal und ließ das Volk nicht ziehen.

Die fünfte Plage: Viehpest

2.Mose 9,1-7  *

Da sprach der HERR zu Mose: Gehe hinein zum Pharao und sprich zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Laß mein Volk gehen, daß es mir diene!  Denn wenn du dich weigerst, sie ziehen zu lassen und sie weiter aufhältst,  siehe, so wird die Hand des HERRN kommen über dein Vieh auf dem Felde, über Pferde, Esel, Kamele, Rinder und Schafe, mit einer sehr schweren Viehseuche.  Und der HERR wird einen Unterschied machen zwischen dem Vieh der Israeliten und dem Vieh der Ägypter, daß aus allem, was den Kindern Israel gehört, kein einziges sterbe.  Und der HERR bestimmte eine Zeit und sprach: Morgen wird der HERR solches im Lande tun!  Und der HERR tat solches am Morgen, und alles Vieh der Ägypter starb, aber von dem Vieh der Kinder Israel starb kein einziges.  Und der Pharao sandte Boten hin, und siehe, von dem Vieh Israels war nicht eines gestorben. Gleichwohl blieb das Herz des Pharao verhärtet, daß er das Volk nicht gehen ließ.

Die sechste Plage: Beulen

2.Mose 9,8-12  *

Da sprach der HERR zu Mose und Aaron: Nehmet eure Hände voll Ofenruß, und Mose sprenge ihn vor dem Pharao gen Himmel,  daß er über ganz Ägyptenland stäube und zu Geschwüren werde, die als Blattern aufbrechen an Menschen und Vieh in ganz Ägyptenland.  Da nahmen sie Ofenruß und standen vor dem Pharao, und Mose sprengte ihn gen Himmel. Da wurden Geschwüre daraus, die als Blattern aufbrachen an Menschen und Vieh,  also daß die Zauberer wegen der Geschwüre nicht vor Mose stehen konnten. Denn an den Zauberern und an allen Ägyptern waren Geschwüre.  Aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, daß er nicht auf sie hörte, wie denn der HERR zu Mose gesagt hatte.

Die siebte Plage: Hagel

2.Mose 9,13-35  *

Da sprach der HERR zu Mose: Mache dich am Morgen früh auf und tritt vor den Pharao und sprich zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Laß mein Volk gehen, daß es mir diene!  Sonst will ich diesmal alle meine Plagen gegen dein Herz richten und gegen deine Knechte und gegen dein Volk, damit du erfahrest, daß auf der ganzen Erde nicht meinesgleichen ist.  Denn ich hätte meine Hand schon ausstrecken und dich und dein Volk mit Pestilenz schlagen können, daß du von der Erde vertilgt worden wärest;  aber ich habe dich deswegen bestehen lassen, daß ich dir meine Macht zeige, und daß mein Name auf der ganzen Erde verkündigt werde.  Stellst du dich aber meinem Volk noch weiter entgegen und willst es nicht ziehen lassen,  siehe, so will ich morgen um diese Zeit einen sehr schweren Hagel regnen lassen, desgleichen in Ägypten bisher nicht gewesen, seit der Zeit, da es gegründet wurde.  Und nun laß dein Vieh und alles, was du auf dem Felde hast, in Sicherheit bringen; denn auf alle Menschen und alles Vieh, die sich auf dem Felde befinden und nicht in den Häusern versammelt sind, auf die wird der Hagel fallen, und sie werden umkommen.  Wer nun von den Knechten des Pharao des HERRN Wort fürchtete, der ließ seine Knechte und sein Vieh in die Häuser fliehen;  welcher Herz sich aber nicht an des HERRN Wort kehrte, die ließen ihre Knechte und ihr Vieh auf dem Felde.  Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand aus gen Himmel, damit es über ganz Ägyptenland hagle, über die Menschen und über das Vieh und über alles Gewächs auf dem Felde in Ägypten.  Also streckte Mose seinen Stab gen Himmel. Und der HERR ließ donnern und hageln, daß das Feuer auf die Erde schoß. Und der HERR ließ Hagel regnen auf Ägyptenland.  Es war aber zugleich Hagel und ein unaufhörliches Blitzen mitten in den Hagel hinein, so stark, daß desgleichen in ganz Ägypten niemals gewesen, seitdem es bevölkert ist.  Und der Hagel erschlug in ganz Ägyptenland alles, was auf dem Felde war, Menschen und Vieh. Auch zerschlug der Hagel alles Gewächs auf dem Felde und zerbrach alle Bäume auf dem Lande.  Nur im Lande Gosen, wo die Kinder Israel waren, hagelte es nicht.  Da schickte der Pharao hin und ließ Mose und Aaron rufen und sprach zu ihnen: Diesmal habe ich mich versündigt! Der HERR ist gerecht; ich aber und mein Volk sind schuldig!  Bittet aber den HERRN, daß des Donners Gottes und des Hagels genug sei, so will ich euch ziehen lassen, damit ihr nicht länger hier bleibet!  Mose sprach zu ihm: Wenn ich zur Stadt hinaus komme, so will ich meine Hände gegen den HERRN ausstrecken; so wird der Donner ablassen und kein Hagel mehr sein, damit du erfahrest, daß die Erde des HERRN ist!  Ich weiß aber, daß du und deine Knechte euch vor Gott, dem HERRN, noch nicht fürchtet.  Es waren aber der Flachs und die Gerste zerschlagen; denn die Gerste hatte Ähren und der Flachs Knospen getrieben.  Aber der Weizen und der Spelt waren nicht zerschlagen; denn die kommen später.  Nun ging Mose vom Pharao weg zur Stadt hinaus und streckte seine Hand aus gegen den HERRN, und der Donner und der Hagel ließen nach, und der Regen fiel nicht mehr auf die Erde.  Da aber der Pharao sah, daß der Regen, der Hagel und der Donner nachließen, versündigte er sich weiter und verhärtete sein Herz, er und seine Knechte.  Also ward das Herz des Pharao verstockt, daß er die Kinder Israel nicht ziehen ließ, wie der HERR durch Mose geredet hatte.

Die achte Plage: Heuschrecken

2.Mose 10,1-20  *

Da sprach der HERR zu Mose: Gehe zum Pharao, denn ich habe sein und seiner Knechte Herz verstockt, daß ich diese meine Zeichen unter ihnen tue,  und daß du vor den Ohren deiner Kinder und Kindeskinder verkündigest, was ich in Ägypten ausgerichtet und wie ich meine Zeichen unter ihnen bewiesen habe, auf daß ihr erkennet, daß ich der HERR bin.  Also gingen Mose und Aaron zum Pharao und sprachen zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Wie lange willst du dich vor mir nicht demütigen? Laß mein Volk gehen, daß es mir diene!  Wenn du dich aber weigerst, mein Volk ziehen zu lassen, siehe, so lasse ich morgen Heuschrecken in dein Land kommen,  und sie sollen das Land so bedecken, daß man die Erde nicht sehen kann, und sie sollen den Rest auffressen, der gerettet worden und von dem Hagel übriggeblieben ist, und sollen alle eure grünenden Bäume auf dem Felde kahl fressen  und sollen dein Haus und aller deiner Knechte Häuser und aller Ägypter Häuser anfüllen, wie es deine Väter und Vorväter nie gesehen haben, seitdem sie im Lande sind, bis auf diesen Tag. Und er wandte sich und ging vom Pharao hinaus.  Da sprachen die Knechte des Pharao zu ihm: Wie lange soll uns dieser zum Fallstrick sein? Laß die Leute gehen, daß sie dem HERRN, ihrem Gott, dienen; merkst du noch nicht, daß Ägypten zugrunde geht?  Da holte man Mose und Aaron wieder zum Pharao; der sprach zu ihnen: Geht hin, dienet dem HERRN, eurem Gott! Welche sind es aber, die hingehen werden?  Mose sprach: Wir wollen mit unsern Jungen und Alten, mit unsern Söhnen und Töchtern, mit unsern Schafen und Rindern gehen; denn wir haben ein Fest des HERRN.  Er sprach zu ihnen: Der HERR sei ebenso mit euch, wie ich euch samt euren Kindern ziehen lasse! Sehet da, ihr habt Böses im Sinn!  Nicht also, sondern ihr Erwachsenen geht hin und dienet dem HERRN; denn das habt ihr auch begehrt! Und man jagte sie weg vom Pharao.  Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand über Ägypten, damit die Heuschrecken über Ägypten kommen und alles Gewächs im Lande auffressen samt allem, was vom Hagel übriggeblieben ist!  Da streckte Mose seinen Stab über Ägyptenland aus, und der HERR ließ einen Ostwind über das Land wehen den ganzen Tag und die ganze Nacht; und am Morgen führte der Ostwind die Heuschrecken her.  Und die Heuschrecken kamen über ganz Ägyptenland und ließen sich nieder im ganzen Gebiet von Ägypten, so sehr viele, daß zuvor desgleichen niemals gewesen ist, noch künftig sein wird.  Denn sie bedeckten das ganze Land und verfinsterten es. Und sie fraßen alle Bodengewächse und alle Baumfrüchte, die vom Hagel übriggeblieben waren, und ließen nichts Grünes übrig an den Bäumen und an den Feldgewächsen in ganz Ägyptenland.  Da ließ der Pharao Mose und Aaron eilends rufen und sprach: Ich habe mich versündigt an dem HERRN, eurem Gott, und an euch.  Und nun vergib mir meine Sünde nur noch diesmal und bittet den HERRN, euren Gott, daß er diesen Tod von mir abwende!  Und er ging hinaus vom Pharao und bat den HERRN.  Da wandte der HERR den Wind, daß er sehr stark aus dem Westen wehte und die Heuschrecken aufhob und sie ins Schilfmeer warf, so daß an allen Orten Ägyptens nicht eine übrig blieb.  Aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, daß er die Kinder Israel nicht ziehen ließ.

Die neunte Plage: Finsternis

2.Mose 10,21-29  *

Und der HERR sprach zu Mose: Strecke deine Hand gen Himmel, daß es im Ägyptenland so finster werde, daß man die Finsternis greifen kann!  Da streckte Mose seine Hand gen Himmel. Und es ward eine dicke Finsternis in ganz Ägyptenland, drei Tage lang,  daß während drei Tagen niemand den andern sah, noch jemand von seinem Platz aufstand. Aber bei allen Kindern Israel war es hell in ihren Wohnungen.  Da ließ der Pharao Mose rufen und sprach: Geht hin, dienet dem HERRN; nur eure Schafe und Rinder sollen hier bleiben; lasset auch eure Kinder mit euch ziehen!  Mose sprach: Du mußt auch Schlachtopfer und Brandopfer in unsere Hände geben, daß wir sie dem HERRN, unserm Gott, darbringen können;  aber auch unser eigenes Vieh soll mit uns gehen, und nicht eine Klaue darf dahinten bleiben; denn von demselben werden wir nehmen zum Dienste des HERRN, unseres Gottes. Auch wissen wir nicht, womit wir dem HERRN dienen sollen, bis wir dorthin kommen.  Aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, daß er sie nicht ziehen lassen wollte.  Und Pharao sprach zu ihm: Gehe weg von mir und hüte dich, daß du nicht mehr vor mein Angesicht kommest; an welchem Tage du vor mein Angesicht kommst, sollst du sterben!  Mose antwortete: Wie du gesagt hast; ich will nicht mehr vor dein Angesicht kommen!

Die zehnte Plage: Erstgeburt

2.Mose 11,1-13,16  *

Und der HERR sprach zu Mose: Ich will noch eine Plage über den Pharao und über Ägypten bringen; darnach wird er euch fortziehen lassen; und wenn er euch ziehen läßt, so wird er euch sogar völlig wegtreiben.  So sage nun zum Volk, daß ein jeder von seinem Nächsten und eine jede von ihrer Nachbarin silberne und goldene Geschirre fordere.  Und der HERR gab dem Volke Gunst in den Augen der Ägypter. So war auch Mose ein sehr großer Mann in Ägypten vor den Knechten des Pharao und vor dem Volk.  Und Mose sprach: So spricht der HERR: Ich will zu Mitternacht ausgehen mitten durch Ägypten,  und alle Erstgeburt in Ägypten soll sterben; von dem Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Throne sitzt, bis an den Erstgeborenen der Magd, die hinter der Mühle ist; auch alle Erstgeburt unter dem Vieh.  Und es wird ein großes Geschrei in ganz Ägypten sein, desgleichen niemals gewesen ist, noch sein wird.  Aber bei allen Kindern Israel soll kein Hund die Zunge regen, weder gegen Menschen noch gegen das Vieh, auf daß ihr erfahret, was der HERR für einen Unterschied macht zwischen Ägypten und Israel.  Dann werden alle diese deine Knechte zu mir herabkommen und mir zu Füßen fallen und sagen: Ziehe aus, du und alles Volk hinter dir her! Darnach werde ich ausziehen! Und er ging vom Pharao mit grimmigem Zorn.  Der HERR aber hatte zu Mose gesagt: Der Pharao wird euch nicht hören, damit meiner Wunder in Ägypten viel geschehen.  Also hatten Mose und Aaron alle diese Wunder vor dem Pharao getan; aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, daß er die Kinder Israel nicht aus seinem Lande entließ.  Und der HERR redete mit Mose und Aaron im Ägyptenland und sprach:  Dieser Monat soll euch der erste Monat sein, und von ihm sollt ihr die Monate des Jahres anheben.  Saget der ganzen Gemeinde Israel und sprechet: Am zehnten Tage dieses Monats verschaffe sich jeder Hausvater ein Lamm, ein Lamm für jede Haushaltung;  wenn aber die Haushaltung zu klein ist für ein Lamm, so nehme er es gemeinsam mit seinem Nachbar, welcher zunächst bei seinem Hause wohnt; dabei sollen sie für das Lamm die Zahl der Seelen berechnen, je nachdem ein jeder zu essen vermag.  Dieses Lamm aber soll vollkommen sein, ein Männlein und einjährig. Von den Lämmern und Ziegen sollt ihr es nehmen,  und sollt es behalten bis auf den vierzehnten Tag dieses Monats. Und die ganze Versammlung der Gemeinde Israel soll es zwischen den Abendstunden schächten.  Und sie sollen von dem Blut nehmen und beide Türpfosten und die Oberschwellen der Häuser, darin sie essen, damit bestreichen.  Und sollen also in derselben Nacht das Fleisch essen, am Feuer gebraten, mit ungesäuertem Brot; mit bitteren Kräutern sollen sie es essen.  Ihr sollt nichts davon roh essen, auch nicht im Wasser gesotten, sondern nur am Feuer gebraten, sein Haupt samt seinen Schenkeln und den innern Teilen;  und sollt nichts davon übriglassen bis zum andern Morgen. Wenn aber etwas übrigbleibt bis zum Morgen, sollt ihr es mit Feuer verbrennen.  Also sollt ihr es aber essen: Um eure Lenden gegürtet, eure Schuhe an euren Füßen und eure Stäbe in euren Händen, und in Eile sollt ihr es essen; es ist des HERRN Passah.  Denn ich will in derselben Nacht durch Ägypten gehen und alle Erstgeburt in Ägypten schlagen, vom Menschen an bis auf das Vieh, und will an allen Göttern der Ägypter Gerichte üben, ich, der HERR.  Und das Blut soll euch zum Zeichen dienen an euren Häusern, darin ihr seid, daß, wenn ich das Blut sehe, ich an euch vorübergehe und euch die Plage nicht widerfahre, die euch verderbe, wenn ich die Ägypter schlagen werde.  Und dieser Tag soll euch zum Gedächtnis sein, und ihr sollt ihn feiern als ein Fest des HERRN in allen euren Geschlechtern; als ewige Ordnung sollt ihr ihn feiern.  Sieben Tage lang sollt ihr ungesäuertes Brot essen, darum sollt ihr am ersten Tag den Sauerteig aus euren Häusern entfernen. Denn wer gesäuertes Brot ißt vom ersten Tage an bis auf den siebenten Tag, dessen Seele soll ausgerottet werden aus Israel!  Ihr sollt aber am ersten Tage eine heilige Versammlung halten, desgleichen am siebenten Tage eine heilige Versammlung. Keine Arbeit sollt ihr tun; außer was zur Speise nötig ist für alle Seelen, das allein darf von euch besorgt werden.  Und beobachtet die Tage der ungesäuerten Brote! Denn eben an demselben Tage habe ich euer Heer aus Ägypten geführt; darum sollt ihr diesen Tag als ewige Ordnung beobachten in allen euren Geschlechtern.  Am vierzehnten Tage des ersten Monats, am Abend, sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis an den einundzwanzigsten Tag des Monats, am Abend,  daß man sieben Tage lang keinen Sauerteig in euren Häusern finde. Denn wer gesäuertes Brot ißt, dessen Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israel, er sei ein Fremdling oder Einheimischer im Lande.  So esset kein gesäuertes, sondern ungesäuertes Brot in allen euren Wohnungen!  Und Mose berief alle Ältesten in Israel und sprach zu ihnen: Machet euch auf und nehmet euch Lämmer für eure Familien und schächtet das Passah!  Und nehmet einen Büschel Ysop und tauchet ihn in das Blut im Becken und bestreicht mit diesem Blut im Becken die Oberschwelle und die zwei Türpfosten; und kein Mensch von euch gehe zu seiner Haustüre hinaus bis an den Morgen!  Denn der HERR wird umhergehen und die Ägypter schlagen. Und wenn er das Blut an der Oberschwelle und an den beiden Pfosten sehen wird, so wird er, der HERR, an der Tür vorübergehen und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen, zu schlagen.  Und ihr sollt diese Verordnung beobachten als eine Satzung, welche dir und deinen Kindern auf ewig gilt!  Und wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, wie er geredet hat, so haltet diesen Dienst.  Und wenn eure Kinder zu euch sagen werden: Was habt ihr da für einen Dienst?  So sollt ihr sagen: Es ist das Passah-Opfer des HERRN, der an den Häusern der Kinder Israel vorüberschritt in Ägypten, als er die Ägypter schlug und unsere Häuser errettete.  Da neigte sich das Volk und betete an. Und die Kinder Israel gingen hin und taten solches; wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte, also taten sie.  Und es begab sich zu Mitternacht, da schlug der HERR alle Erstgeburt in Ägypten, von dem ersten Sohne des Pharao, der auf dem Throne saß, bis auf den ersten Sohn der Gefangenen, die in dem Gefängnisse waren, auch alle Erstgeburt des Viehes.  Da stand der Pharao auf in derselben Nacht, er und alle seine Knechte und alle Ägypter; und es war ein großes Geschrei in Ägypten, denn es gab kein Haus, darin nicht ein Toter war.  Und er berief Mose und Aaron in der Nacht und sprach: Machet euch auf und ziehet aus von meinem Volke, ihr und die Kinder Israel, und gehet hin, dienet dem HERRN, wie ihr gesagt habt!  Nehmet auch eure Schafe und eure Rinder mit euch, wie ihr gesagt habt, und gehet hin und segnet mich auch!  Und die Ägypter drangen sehr in das Volk, daß sie dasselbe eilends aus dem Lande trieben; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes!  Und das Volk trug seinen Teig, ehe er gesäuert war, nämlich ihre Backtröge in ihre Kleider gebunden, auf ihren Achseln.  Und die Kinder Israel taten, wie Mose sagte, und forderten von den Ägyptern silberne und goldene Geschirre und Kleider.  Dazu gab der HERR dem Volke bei den Ägyptern Gunst, daß sie ihrem Begehren willfahrten; und sie beraubten Ägypten.  Also zogen die Kinder Israel aus von Raemses gen Sukkot, bei sechshunderttausend Mann Fußvolk, die Kinder nicht inbegriffen.  Auch zogen mit ihnen viele Mischlinge und Schafe und Rinder und sehr viel Vieh.  Und sie machten aus dem Teige, den sie aus Ägypten brachten, ungesäuerte Kuchen; denn er war nicht gesäuert, weil sie aus Ägypten vertrieben wurden und nicht verziehen konnten; und sie hatten sich sonst keine Zehrung zubereitet.  Die Zeit aber, welche die Kinder Israel in Ägypten gewohnt haben, beträgt vierhundertunddreißig Jahre.  Als nun die vierhundertunddreißig Jahre verflossen waren, an eben diesem Tag ging das ganze Heer des HERRN aus Ägypten.  Darum wird diese Nacht dem HERRN gefeiert, weil er sie aus Ägypten geführt hat. Diese Nacht sollen alle Kinder Israel dem HERRN feiern, auch ihre künftigen Geschlechter.  Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Ordnung des Passah: Kein Fremder soll davon essen.  Wer aber ein um Geld erkaufter Knecht ist, den beschneide man; alsdann esse er davon.  Ein Beisasse und Taglöhner soll nicht davon essen.  In einem Hause soll man es essen. Ihr sollt vom Fleisch nichts vor das Haus hinaustragen, und kein Knochen werde ihm zerbrochen.  Die ganze Gemeinde Israel soll es feiern.  Wo sich aber ein Fremdling bei dir aufhält und dem HERRN das Passah halten will, der beschneide alles, was männlich ist; und dann erst mache er sich herzu, daß er es feiere und sei wie ein Einheimischer des Landes; denn kein Unbeschnittener soll davon essen.  Einerlei Gesetz soll dem Einheimischen und dem Fremdling gelten, der unter euch wohnt.  Und alle Kinder Israel taten solches; wie der HERR dem Mose und Aaron geboten hatte, also taten sie;  aber der HERR führte an eben diesem Tag die Kinder Israel nach ihren Heerscharen aus Ägypten.  Der HERR redete mit Mose und sprach:  Heilige mir alle Erstgeburt bei den Kindern Israel, von Menschen und Vieh; denn sie sind mein!  Da sprach Mose zum Volk: Gedenket an diesen Tag, an dem ihr aus Ägypten, aus dem Diensthause, gegangen seid, daß der HERR euch mit mächtiger Hand von dannen ausgeführt hat: darum sollt ihr nichts Gesäuertes essen!  Heute seid ihr ausgezogen, im Monat Abib.  Wenn dich nun der HERR in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Heviter und Jebusiter bringen wird, wie er deinen Vätern geschworen hat, dir ein Land zu geben, das von Milch und Honig fließt, so sollst du diesen Dienst in diesem Monat halten.  Sieben Tage lang sollst du ungesäuertes Brot essen, und am siebenten Tag ist das Fest des HERRN.  Man soll diese sieben Tage lang ungesäuertes Brot essen, daß bei dir kein Sauerteig gesehen werde; in allen deinen Grenzen soll kein gesäuertes Brot gesehen werden.  Und du sollst deinem Sohne an jenem Tage erklären und sagen: Es ist um deswillen, was der HERR an mir getan, als ich aus Ägypten zog.  Und es soll dir zum Zeichen sein in deiner Hand und zum Denkmal vor deinen Augen, daß des HERRN Gesetz in deinem Munde sei, weil der HERR dich mit mächtiger Hand aus Ägypten geführt hat.  Darum sollst du die Ordnung beobachten, zur bestimmten Zeit, Jahr für Jahr.  Wenn dich nun der HERR in das Land der Kanaaniter gebracht, wie er dir und deinen Vätern geschworen, und es dir gegeben hat,  so sollst du dem HERRN alle Erstgeburt aussondern, auch jeden ersten Wurf vom Vieh, den du bekommst; alles, was männlich ist, soll dem HERRN gehören.  Aber jede Erstgeburt vom Esel sollst du mit einem Schaf lösen; wenn du es aber nicht lösest, so brich ihm das Genick. Desgleichen alle Erstgeburt von Menschen unter deinen Kindern sollst du lösen.  Und wenn dich künftig dein Sohn fragen wird: Was ist das? So sollst du ihm sagen: Der HERR hat uns mit mächtiger Hand aus Ägypten, aus dem Diensthause, geführt.  Denn es begab sich, als der Pharao sich hart widersetzte, uns freizulassen, da erschlug der HERR alle Erstgeburt in Ägypten, von der Menschen Erstgeburt bis an die Erstgeburt des Viehes: darum opfere ich dem HERRN alle männliche Erstgeburt; alle Erstgeburt aber meiner Söhne löse ich.  Und das soll dir zum Zeichen in deiner Hand und zum Denkmal vor deinen Augen sein, daß uns der HERR mit mächtiger Hand aus Ägypten geführt hat.

Durchzug durchs Schilfmeer und Vernichtung der ägyptischen Verfolger

2.Mose 13,17-15,21  *

Als nun der Pharao das Volk gehen ließ, führte sie Gott nicht auf die Straße durch der Philister Land, wiewohl sie die nächste war; denn Gott gedachte, es möchte das Volk gereuen, wenn es Krieg sähe, und möchte wieder nach Ägypten umkehren.  Darum führte Gott das Volk den Umweg durch die Wüste am Schilfmeer. Und die Kinder Israel zogen gerüstet aus Ägypten.  Und Mose nahm die Gebeine Josephs mit sich; denn er hatte einen Eid von den Kindern Israel genommen und gesagt: Gott wird euch gewiß heimsuchen; dann führet meine Gebeine mit euch von hinnen!  Also zogen sie aus von Sukkot und lagerten sich in Etam, am Wüstenrand.  Und der HERR zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, daß er sie den rechten Weg führete, und des Nachts in einer Feuersäule, daß er ihnen leuchtete, damit sie bei Tag und bei Nacht wandeln konnten.  Die Wolkensäule wich nimmer vom Volk des Tages, noch die Feuersäule des Nachts.  Und der HERR redete mit Mose und sprach:  Sage den Kindern Israel, daß sie sich herumwenden und sich vor Pi-Hahiroth, zwischen Migdol und dem Meer, lagern; gerade gegenüber von Baal-Zephon lagert euch am Meer!  Denn der Pharao wird von den Kindern Israel sagen: Sie sind im Lande verirrt, die Wüste hat sie eingeschlossen!  Und ich will sein Herz verstocken, daß er ihnen nachjage, und will mich am Pharao und an seiner ganzen Macht verherrlichen; und die Ägypter sollen erfahren, daß ich der HERR bin!  Als nun dem König von Ägypten angezeigt ward, daß das Volk fliehe, wandte sich sein und seiner Knechte Herz gegen das Volk; und sie sprachen: Warum haben wir das getan, daß wir Israel haben ziehen lassen, daß sie uns nicht mehr dienen?  Und er spannte seinen Wagen an und nahm sein Volk mit sich.  Er nahm auch sechshundert auserlesene Wagen und alle Wagen in Ägypten und Wagenkämpfer auf jedem.  Denn der HERR verstockte das Herz des Pharao, des Königs von Ägypten, daß er denn Kindern Israel nachjagte, obwohl sie durch eine hohe Hand auszogen.  Also jagten ihnen die Ägypter nach mit allen Rossen, Wagen und Reitern des Pharao und mit seiner Macht und ereilten sie, als sie sich am Meere, bei Pi-Hahiroth, Baal-Zephon gegenüber, gelagert hatten.  Und als der Pharao nahe zu ihnen kam, erhoben die Kinder Israel ihre Augen und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her; und sie fürchteten sich sehr. Da schrieen die Kinder Israel zum HERRN  und sprachen zu Mose: Sind etwa keine Gräber in Ägypten, daß du uns genommen hast, damit wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das angetan, daß du uns aus Ägypten geführt hast?  Haben wir dir nicht in Ägypten schon gesagt: Laß ab von uns, daß wir den Ägyptern dienen? Denn es wäre uns ja besser, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben!  Mose sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, tretet hin und sehet, was für ein Heil der HERR heute an euch tun wird; denn diese Ägypter, die ihr heute sehet, sollt ihr nimmermehr sehen ewiglich!  Der HERR wird für euch streiten, und ihr sollt stille sein!  Der HERR sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Sage den Kindern Israel, daß sie ziehen!  Du aber hebe deinen Stab auf und strecke deine Hand über das Meer und zerteile es, daß die Kinder Israel mitten durch das Meer auf dem Trockenen gehen.  Ich aber, siehe, ich will das Herz der Ägypter verstocken, daß sie ihnen nachlaufen; dann will ich mich verherrlichen am Pharao und an seiner ganzen Macht, an seinen Wagen und an seinen Reitern.  Und die Ägypter sollen erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich mich am Pharao, an seinen Wagen und an seinen Reitern verherrliche.  Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, und trat hinter sie; und die Wolkensäule machte sich auch auf von ihrem Angesicht weg und trat hinter sie  und kam zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels; und sie war für die einen Wolke und Finsternis, und für die andern erleuchtete sie die Nacht, so daß diese und jene die ganze Nacht nicht zusammenkamen.  Als nun Mose seine Hand über das Meer streckte, ließ der HERR dasselbe die ganze Nacht durch einen starken Ostwind ablaufen und machte das Meer trocken, und die Wasser teilten sich voneinander.  Und die Kinder Israel gingen hinein mitten in das Meer auf dem Trockenen, und das Wasser war ihnen wie Mauern zu ihrer Rechten und zu ihrer Linken.  Und die Ägypter jagten nach und gingen hinein ihnen nach, alle Rosse des Pharao, seine Wagen und seine Reiter, mitten ins Meer.  Als nun die Morgenwache kam, schaute der HERR aus der Feuersäule und Wolke auf der Ägypter Heer und verwirrte das Heer der Ägypter  und stieß die Räder von ihren Wagen und brachte sie ins Gedränge. Da sprachen die Ägypter: Lasset uns vor Israel fliehen, denn der HERR streitet für sie wider die Ägypter!  Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand aus über das Meer, damit das Wasser wieder zurückkehre über die Ägypter, über ihre Wagen und über ihre Reiter!  Da streckte Mose seine Hand aus über das Meer, und das Meer kam beim Anbruch des Morgens wieder in seine Strömung, und die Ägypter flohen ihm entgegen. Also stürzte der HERR die Ägypter ins Meer.  Denn das Wasser kam wieder und bedeckte die Wagen und Reiter der ganzen Macht des Pharao, die ihnen ins Meer nachgefolgt waren, daß nicht einer aus ihnen übrigblieb.  Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer, und das Wasser diente ihnen als Mauern zu ihrer Rechten und zu ihrer Linken.  Also half der HERR Israel an jenem Tage von der Ägypter Hand. Und Israel sah die Ägypter tot am Gestade des Meeres.  Als nun Israel die große Hand sah, die der HERR an den Ägyptern bewiesen hatte, fürchtete das Volk den HERRN, und sie glaubten dem HERRN und seinem Knecht Mose.  Damals sangen Mose und die Kinder Israel dem HERRN diesen Lobgesang und sprachen: Ich will dem HERRN singen, denn er hat sich herrlich erwiesen: Roß und Reiter hat er ins Meer gestürzt!  Der HERR ist meine Kraft und mein Psalm, und er ward mir zum Heil! Das ist mein starker Gott, ich will ihn preisen; er ist meines Vaters Gott, ich will ihn erheben.  Der HERR ist ein Kriegsmann, HERR ist sein Name.  Die Wagen des Pharao und seine Macht warf er ins Meer. Seine auserlesenen Wagenkämpfer sind im Schilfmeer versunken.  Die Tiefe hat sie bedeckt, sie fielen zu Grunde wie Steine.  HERR, deine Rechte Hand ist mit Kraft geschmückt; HERR, deine Rechte Hand hat den Feind erschlagen.  Und mit deiner großen Macht hast du deine Widersacher vertilgt; du ließest deinen Grimm ausgehen, der verzehrte sie wie Stoppeln.  Durch den Hauch deines Zornes türmte das Wasser sich auf; es standen die Wogen wie ein Damm. Die Fluten erstarrten mitten im Meer.  Der Feind sprach: Ich will sie jagen, ich will sie ergreifen, ich will den Raub verteilen, will meinen Mut an ihnen kühlen, ich will mein Schwert ausziehen, meine Hand soll sie vertilgen!  Als du aber mit deinem Winde wehtest, da bedeckte sie das Meer, sie versanken wie Blei im mächtigen Wasser.  HERR, wer ist dir gleich unter den Göttern, wer ist in der Heiligkeit so herrlich, mit Lobgesängen so hoch zu verehren und so wundertätig wie du?  Als du deine rechte Hand ausstrecktest, verschlang sie die Erde.  Du leitest in deiner Gnade das Volk, das du erlöst hast, und bringst sie durch deine Kraft zur Wohnung deines Heiligtums.  Wenn das die Völker hören, so erzittern sie, Angst kommt die Philister an;  es erschrecken die Fürsten Edoms, Zittern befällt die Gewaltigen Moabs; alle Einwohner Kanaans werden verzagt.  Laß durch deinen großen Arm Schrecken und Furcht über sie fallen, daß sie erstarren wie Steine, bis dein Volk, HERR, hindurchziehe, bis dein Volk hindurchziehe, das du erworben hast!  Bring sie hinein und pflanze sie auf den Berg deines Erbteils, an den Ort, den du, HERR, zu deiner Wohnung gemacht hast, zu dem Heiligtum, o HERR, welches deine Hände bereitet haben!  Der HERR wird herrschen immer und ewig!  Denn der Pharao ging ins Meer hinein mit Rossen, mit seinen Wagen und Reitern, und der HERR ließ das Meer wieder über sie kommen; aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer.  Und Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, nahm die Handpauke in ihre Hand, und alle Weiber folgten ihr nach mit Handpauken und im Reigen.  Und Mirjam antwortete ihnen: Lasset uns dem HERRN singen, denn er hat sich herrlich erwiesen: Roß und Reiter hat er ins Meer gestürzt!

Tabellarischer Überblick über die Plagen

Im Folgenden finden Sie eine Tabelle, in der die einzelnen Schritte, die zu der Plage führten, aufgeführt sind. Sie wurde erstellt, um die Änderungen, die sich im Verhältnis zwischen Gott und Mose und Aaron auf der einen Seite und dem Pharao und seinem Hofstaat, seinen Zauberern und seinem Volk auf der anderen Seite darzustellen.

Unter «Ankündigung an Mose» finden Sie die Vorankündigung Gottes an Mose Sie ist zu unterscheiden von dem «Signal zum Beginn der Plage», in dem Gott zum Handeln aufruft und bei den ersten Plagen Mose auffordert, Aaron zu beauftragen, bestimmte Handlungen aufzuführen. Ab Plage sieben spielt Aaron aber keine Rolle mehr, Gott handelt durch Mose und in Plage vier und fünf und zehn handelt Gott selbst und weder Mose noch Aaron sind beteiligt. Die Verstockung des Pharao muss man differenziert sehen, denn der biblische Bericht ist hier differenziert. Grundsätzlich kündigt Gott an, dass er das Herz des Pharao verstocken wolle. Bei den einzelnen Plagen wird die Reaktion des Pharao aber unterschiedlich beschrieben. Es findet sich «Pharao verstockt sein Herz» oder «Pharao bleibt verstockt» oder «Gott verstockt das Herz des Pharao». Diese Differenzierung ist sehr erhellend. Es kommt sogar zu einer «Sündenerkenntnis des Pharao» und zur Bitte des Pharaos, für ihn zu beten. Dieser Bitte kommt Mose in jedem Fall nach, so dass es nur die Zeile «Mose betet für den Pharao» gibt.

Plagen
Nummer 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Art der Plage Blut
2.Mose 7,14-25   *
Frösche
2.Mose 8,1-15   *
Mücken
2.Mose 8,16-19   *
Fliegen
2.Mose 8,20-32   *
Viehpest
2.Mose 9,1-7   *
Beulen
2.Mose 9,8-12   *
Hagel
2.Mose 9,13-35   *
Heu-
schrecken
2.Mose 10,1-20   *
Finsternis
2.Mose 10,21-29   *
Erstgeburt
2.Mose 11,1-13,16   *
Ankündigung an Mose ja ja ja ja ja ja ja ja nein ja
Ankündigung an den Pharao am Nil im Palast nein früh am Morgen am Nil im Palast nein am Morgen im Palast nein ja
Gott gibt Mose die Ansprache vor dem Pharao vor ja ja keine Ansage an Pharao ja ja keine Ansage an Pharao ja nein keine Ansage an Pharao nein
Die Rede Moses vor dem Pharao wird zitiert nein nein - nein nein - nein ja - ja
Mose hält eine eigenständige Rede vor dem Pharao nein nein - nein nein - nein ja - ja
Verhandlung über Forderung vor Plage nein nein nein nein nein nein nein ja
nur Männer dürfen gehen
nein nein
Verhandlung über Forderung nach Beginn der Plage nein Angebot des Auszugs
und Bitte an Mose, um Beendigung der Plage zu beten
nein ja, Opfer, aber im Land
und Bitte an Mose um Fürbitte
nein nein ja,
Angebot des Auszugs
nein,
nur Bitte an Mose, um Beendigung der Plage zu beten
nein nein
Ägyptische Zauberer können es auch ja ja nein nein nein Sie werden unrein nein nein nein nein
Pharao verstockt sein Herz nein nein nein ja nein nein ja nein nein Genehmigung des Auszugs
Pharao bleibt verstockt bleibt gleichgültig ja ja ja ja ja ja ja ja nein,
aber nach Auszug erneut
Gott verstockt das Herz des Pharao nein nein nein nein nein ja nein ja ja nein,
erst nach dem Auszug
Das Herz des Pharao ist verstockt ja ja ja ja ja ja ja ja ja nein,
erst nach dem Auszug
Angebot des Pharao an Mose kein Angebot Angebot, das Volk zum Opfern ziehen zu lassen kein Angebot Opfer, aber nur im Lande, max 3 Tagereisen kein Angebot kein Angebot Auszug ohne Vorbehalt kein Angebot, nur vor der Plage ein halbherzuiges Angebot Auszug, aber ohne das Vieh Genehmigung des Auszugs
Sündenerkenntnis des Pharao nein nein, aber bittet Mose um Fürbitte nein nein, aber bittet Mose um Fürbitte nein nein ja, der HERR ist gerecht ja, gegenüber Gott und dem Volk Israel nein nein
Mose betet für den Pharao nein ja nein ja nein nein ja ja nein nein
Plage auch in Gosen ja ja ja nein nein unbekannt nein nein nein nein,
Passah, Blut des Lammes an den Türpfosten
Pharao sieht Wirkung auf Gosen nein nein nein nein ja unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt
Signal zum Beginn der Plage Gott fordert Mose auf, Aaron zu beauftragen Gott fordert Mose auf, Aaron zu beauftragen Gott fordert Mose auf, Aaron zu beauftragen nein nein Ofenruß Mose soll seine Hand ausstrecken Mose soll seine Hand ausstrecken Mose soll seine Hand ausstrecken Gott legt Zeitpunkt fest
Aaron wird im Zusammenhang mit der Plage erwähnt Mose und Aaron handeln gemeinsam Mose und Aaron handeln gemeinsam Mose und Aaron handeln gemeinsam Erst der Pharao ruft Mose und Aaron Aaron wird nicht erwähnt Mose und Aaron handeln gemeinsam (Ofenruß) Erst der Pharao ruft Mose und Aaron Mose und Aaron handeln gemeinsam Aaron wird nicht erwähnt Erst der Pharao ruft Mose und Aaron
Aaron startet die Plage erhebt den Stab und schlägt aufs Wasser streckt seine Hand über das Wasser aus strecht seine Hand aus und schlägt mit dem Stab auf den Staub nein nein ja, mit Mose zusammen nein nein nein nein
Mose startet die Plage nein nein nein nein nein ja mit Aaron streckt seine Hand mit dem Stab aus streckt seine Hand aus streckt seine Hand aus nein
Gott selbst startet die Plage nein nein nein ja ja nein nein nein nein ja
Gott droht mit der Vernichtung des ägyptischen Volkes nein nein nein nein nein nein ja nein nein nein
Gott bietet Schutz gegen die Plage nein nein nein nein nein nein ja nein nein nein
Während der Plage ruft der Pharao Mose oder Aaron nein nein nein Er ruft Mose und Aaron nein nein Er ruft Mose und Aaron Er ruft Mose und Aaron Er ruft nur Mose Er ruft Mose und Aaron - Auszug
Grund für das Ende der Plage unbekannt Gebet des Mose unbekannt Gebet des Mose unbekannt unbekannt Gebet des Mose Gebet des Mose unbekannt Alle Erstgeburt ist tot
Reaktion der Ägypter graben nach Wasser Beseitigung toter Frösche. Gestank Zauberer: Das ist der Finger Gottes keine Angaben keine Angaben alle hatten Geschwüre keine Angaben Furcht zu Grunde zu gehen: Lass sie ziehen keine Angaben Geschenke an die Israeliten, damit sie gehen
Ökonomische Folgen Fischsterben, Wasserknappheit Frösche in Backtrögen unbekannt unbekannt Großvieh vernichtet öffentliches Leben und Tempeldienste wegen der Geschwüre lahmgelegt alles Vieh auf den Feldern wird vernichtet. Pflanzen und Bäume zerschlagen alles Grün ist vernichtet unbekannt viele tote Kinder
Dauer 7 Tage unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt eine Nacht

Diese Tabelle soll es ermöglichen, die Unterschiede zwischen den einzelnen Plagen und die Eskalation, die daraus deutlich wird, zu veranschaulichen. Sie ersetzt den Bibeltext nicht, da sie nicht vollständig ist. Für das Verständnis dessen, was geschieht, halte ich sie aber für hilfreich.

Gott beauftragt Mose

Es werden jetzt die Zeilen der Tabelle betrachtet, die sich mit der Beauftragung Moses beschäftigen. Dabei wird deutlich, dass Mose der Ansprechpartner Gottes ist. Dem älteren Bruder %/aaron wird viel Demut abverlangt, weil er Gottes Willen nur über Mose erfährt. Zunächst die Zeilen der obigen Matrix, die für das Folgende interessant sind:

Plagen
Nummer 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Art der Plage Blut
2.Mose 7,14-25   *
Frösche
2.Mose 8,1-15   *
Mücken
2.Mose 8,16-19   *
Fliegen
2.Mose 8,20-32   *
Viehpest
2.Mose 9,1-7   *
Beulen
2.Mose 9,8-12   *
Hagel
2.Mose 9,13-35   *
Heu-
schrecken
2.Mose 10,1-20   *
Finsternis
2.Mose 10,21-29   *
Erstgeburt
2.Mose 11,1-13,16   *
Ankündigung an Mose ja ja ja ja ja ja ja ja nein ja
Ankündigung an den Pharao am Nil im Palast nein früh am Morgen am Nil im Palast nein am Morgen im Palast nein ja
Gott gibt Mose die Ansprache vor dem Pharao vor ja ja keine Ansage an Pharao ja ja keine Ansage an Pharao ja nein keine Ansage an Pharao nein
Die Rede Moses vor dem Pharao wird zitiert nein nein - nein nein - nein ja - ja
Mose hält eine eigenständige Rede vor dem Pharao nein nein - nein nein - nein ja - ja
Signal zum Beginn der Plage Gott fordert Mose auf, Aaron zu beauftragen Gott fordert Mose auf, Aaron zu beauftragen Gott fordert Mose auf, Aaron zu beauftragen nein nein Ofenruß Mose soll seine Hand ausstrecken Mose soll seine Hand ausstrecken Mose soll seine Hand ausstrecken Gott legt Zeitpunkt fest
Aaron wird im Zusammenhang mit der Plage erwähnt Mose und Aaron handeln gemeinsam Mose und Aaron handeln gemeinsam Mose und Aaron handeln gemeinsam Erst der Pharao ruft Mose und Aaron Aaron wird nicht erwähnt Mose und Aaron handeln gemeinsam (Ofenruß) Erst der Pharao ruft Mose und Aaron Mose und Aaron handeln gemeinsam Aaron wird nicht erwähnt Erst der Pharao ruft Mose und Aaron
Aaron selbst startet die Plage erhebt den Stab und schlägt aufs Wasser streckt seine Hand über das Wasser aus strecht seine Hand aus und schlägt mit dem Stab auf den Staub nein nein ja, mit Mose zusammen nein nein nein nein
Mose selbst startet die Plage nein nein nein nein nein ja mit Aaron streckt seine Hand mit dem Stab aus streckt seine Hand aus streckt seine Hand aus nein
Gott selbst startet die Plage nein nein nein ja ja nein nein nein nein ja
Während der Plage ruft der Pharao Mose oder Aaron nein nein nein Er ruft Mose und Aaron nein nein Er ruft Mose und Aaron Er ruft Mose und Aaron Er ruft nur Mose Er ruft Mose und Aaron - Auszug

Gott gibt Mose bekannt, was er vorhat

Mose erhält mit Ausnahme von Plage neun vor allen Plagen eine genaue Ankündigung über das, was Gott vorhat. Bei Plage neun, der Finsternis, erhält er von Gott nur den Befehl, seine Hand zum Himmel auszustrecken, damit die Plage einsetzt. Unter «Ankündigung an Mose» ist dies dokumentiert. Darüberhinaus erhält er eine Art Startsignal für die Plage, die unter «Signal zum Beginn der Plage» zu finden ist. Die Bekanntgabe ist in den meisten Fällen sehr detailiert. Dies war schon bei der Berufung Moses so: Und der HERR sprach zu Mose: Siehe zu, wenn du wieder nach Ägypten kommst, daß du vor dem Pharao alle die Wunder tuest, welche ich in deine Hand gegeben habe. Ich aber will sein Herz verstocken, daß er das Volk nicht wird ziehen lassen.  Und du sollst zum Pharao sagen: So spricht der HERR: «Israel ist mein erstgeborener Sohn;  darum sage ich dir: Laß meinen Sohn gehen, daß er mir diene; wirst du dich aber weigern, ihn ziehen zu lassen, siehe, so will ich deinen eigenen erstgebornen Sohn erwürgen!» (2.Mose 4,21-23  *) Aber bei dem ersten Auftritt vor dem Pharao hören wir von Mose und Aaron nur ein recht kümmerliches Wort: Darnach gingen Mose und Aaron hinein und redeten mit dem Pharao: So spricht der HERR, der Gott Israels: Laß mein Volk ziehen, daß es mir in der Wüste ein Fest halte! (2.Mose 5,1   *) Keine Androhung der Tötung der Erstgeburt, kein Wunderzeichen. Sie haben sich das offenbar schlau überlegt und wollten diplomatisch vor dem Pharao auftreten. Sie meinten vielleicht, dass der Hinweis auf Gott, auf JHWH, schon ausreicht. Aber der Pharao lässt sich so nicht beeindrucken: „Wer ist der HERR (JHWH), dessen Stimme ich hören soll, um Israel ziehen zu lassen?“ und „Ich weiß nichts von dem HERRN (JHWH).“ Sie scheitern kläglich. Aber es ist noch bedrückender, dass von der Ankündigung oder besser Androhung der Plagen, die Gott ihnen aufgetragen hat, nichts zu spüren ist. Es wirkt sehr menschlich und nachvollziehbar auf uns, wie Mose und Aaron vorgegangen sind. Aber es war nicht so, wie Gott es ihnen vorgegeben hatte. Sie mussten in dieser Frage noch Gehorsam lernen. Das Volk musste dafür büßen und Lehrgeld bezahlen, denn die Arbeitsnorm wurde erhöht: Und der Pharao befahl an demselben Tage den Treibern des Volks und seinen Amtleuten und sprach:  Ihr sollt dem Volk kein Stroh mehr geben zum Ziegelstreichen, wie gestern und vorgestern. Laßt sie selbst hingehen und sich Stroh zusammensuchen.  Ihr sollt ihnen aber gleichwohl die bestimmte Zahl Ziegel, die sie gestern und vorgestern gemacht haben, auferlegen und davon nichts nachlassen; denn sie gehen müßig. Darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hingehen und unserm Gott opfern! (2.Mose 5,6-8   *) Das Volk lastete diese Entscheidung Mose. und Aaron an: Da sprachen sie zu ihnen: Der HERR sehe auf euch und richte es, daß ihr uns vor dem Pharao und seinen Knechten verhaßt gemacht und ihnen das Schwert in die Hand gegeben habt, uns zu töten. (2.Mose 5,21   *) Mose steht vor den Trümmern seines eigenmächtigen Handelns: Da wandte sich Mose an den HERRN und sprach: Herr, warum lässest du dein Volk so schlecht behandeln? Warum hast du mich hergesandt?  Denn seitdem ich hineingegangen bin, um mit dem Pharao in deinem Namen zu reden, hat er dieses Volk schlecht behandelt, und du hast dein Volk gar nicht errettet! (2.Mose 5,22-23   *) Mose steht jetzt alleine. Er allein tritt vor den Herrn und betet. Zumindest wird eine Beteiligung Aarons nicht berichtet. Es ist aber eine typische menschliche Reaktion. Bei einem scheinbaren Misserfolg steht der Mann Gottes alleine da. Das war so bei Mose, dass war so bei Jesus vor Pontius Pilatus und es ist bis heute so.

Gott gibt ihnen eine weitere Gelegenheit. 2.Mose 7,1-13   * Mose wird von Gott sehr erhöht: 2.Mose 7,1   * Jetzt trauen sie sich, ein Zeichen göttlicher Macht zu zeigen. Aarons Stab wird zur Schlange. Aber auch die ägyptischen Zauberer machen das Zeichen nach. Die Tatsache, dass Aarons Schlange die von den Stäben der ägyptischen Zauberer ausgegangenen Schlangen frisst, hätte allen ein Zeichen sein können. Aber die überlegene ägyptische Kultur lässt sich von den Tricks eines verachteten Hirtenvolkes nicht beeindrucken.

Diese Erlebnisse haben aber Mose offenbar stark gemacht, denn bei den Ankündigungen der Plagen wird oft nur der Auftrag berichtet, den Gott Mose gab. So lesen wir bei der ersten Plage ausführlich, was Gott zu Mose sprch und dann: „Mose und Aaron taten, wie ihnen der HERR geboten hatte.“ Ganz offenbar hatten sie gelernt. Diese Beobachtung ist auch eine Herausforderung an uns, wirklich gehorsam zu tun, was uns der Herr aufträgt, nicht wegzulaufen, auch nicht etwas so Ähnliches zu tun, sondern wirklich gehorsam zu sein. Da sollten wir nicht über Mose und Aaron richten, sondern unser eigenes Verhalten überprüfen. Insgesamt hat dieses Geschehen aber etwas tröstliches für uns: Mose wird nicht verworfen. Gott stärkt ihn behutsam für seine Aufgabe bis er stark genug ist, dem Pharao zu widerstehen. Gott nutzt unsere Schwäche nicht aus, sondern er will uns stark machen. Dies können wir bei Mose sehen und dies dürfen wir auch für uns in Anspruch nehmen. Ein Versagen ist einerseits ein Prüfstein für unsere Demut, dass wir vor uns selbst und vor anderen unser Versagen nicht schönreden. Aber es ist auch ein Prüfstein für unseren Glauben an die Vergebung und an die Kraft Gottes, auch aus dem Versagen heraus noch Gutes zu bewirken.

Das Wachstum Moses erkennen wir daran, dass auch in den folgenden Plagen immer dann, wenn Gott Mose eine Vorgabe macht, was er vor dem Pharao sagen soll, die Rede Moses vor dem Pharao nicht zitiert wird. Offenbar war es jetzt selbstverständlich, dass Mose oder Aaron gehorsam das sagten, was ihnen Gott aufgetragen hat. Die Reden, die Mose, nicht Aaron, ohne Gottes Vorgabe hält, werden dagegen zitiert. Es handelt sich dabei um die letzten drei Plagen, bei denen Gott keine Vorgabe mehr macht. Bei der neunten Plage, der Finsternis, wird der Pharao gar nicht vorgewarnt, aber bei der achten und zehnten Plage spricht Mose selbstbewusst und frei vor dem Pharao. Wir können nur spekulieren, ob sein Sprachfehler jetzt überwunden war, Gott ihn geheilt hatte oder ob er sich nicht mehr davon abhalten ließ, vor dem Pharao zu sprechen. Auf jeden Fall wird hier der Wachstumsprozess Moses im Laufe des Handelns Gottes deutlich. Dies sollte auch uns Mut machen. Wir dürfen vor Gott versagen, ängstlich sein, Fehler machen. Aber wir sollten bereit und offen sein, dass Gott uns verändern wird. Über den Mann Mose, der bei seiner Berufung noch Angst hatte, überhaupt wieder zurück nach Ägypten und dann auch noch vor den Pharao zu treten, lesen wir im Zusammenhang mit der zehnten Plage: „So war auch Mose ein sehr großer Mann in Ägypten vor den Knechten des Pharao und vor dem Volk.“ (2.Mose 11,3   *). Was ist aus dem Mann geworden, der bei seiner Berufung noch sagt: „Wer bin ich, daß ich zum Pharao gehe, und daß ich die Kinder Israel aus Ägypten führe?“ (Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, daß ich zum Pharao gehe, und daß ich die Kinder Israel aus Ägypten führe? (2.Mose 3,11 *)). So ist unser Gott.

Aaron, der Begleiter Moses

Auffällig ist, dass Gott, als er die Plagen ankündigt, Aaron nicht direkt anspricht, sondern nur Mose. Dies ist zunächst verwunderlich, weil Gott Aaron bereits angesprochen hat, als er ihn anweist, Mose entgegen zu gehen: Und der HERR sprach zu Aaron: Gehe hin, Mose entgegen in die Wüste! Da ging er hin und traf ihn am Berge Gottes und küßte ihn. (2.Mose 4,27 *) Dagegen geht Gott bei den ersten drei Plagen einen anderen Weg: „Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Nimm deinen Stab und strecke deine Hand aus ...“ Deshalb heißt es bei den ersten drei Plagen bewusst umständlich: «Gott fordert Mose auf, Aaron zu beauftragen.» Danach endet die Einbeziehung Aarons. Nur bei Plage sechs, den Beulen, die über alle Ägypter kommen, sollen Mose und Aaron noch einmal gemeinsam handeln. Sie sollen Ofenruß werfen. Ansonsten ist Aaron ab Plage vier (Fliegen) ziemlich unbeteiligt. Allerdings lässt der Pharao außer bei Plage neun, der Finsternis, immer Mose und Aaron gemeinsam rufen. Er tut dies bei den Plagen vier (Fliegen), Plage sieben (Hagel), Plage acht (Heuschrecken) und Plage zehn (Tod der Erstgeburt), als er sie auffordert, Ägypten zu verlassen. Bei Plage acht (Finsternis) ruft er nur Mose. Allerdings ist zu erwähnen, dass in den zusammenfassenden Anmerkung Mose und Aaron immer gemeinsam erwähnt werden: Also hatten Mose und Aaron alle diese Wunder vor dem Pharao getan; aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, daß er die Kinder Israel nicht aus seinem Lande entließ. (2.Mose 11,10   *) Weiter findet man: Und der HERR redete mit Mose und Aaron im Ägyptenland und sprach: (2.Mose 12,1   *) Hier hat also der Herr auch zu Aaron gesprochen. Ebenso heißt es bei der Ordnung zum Passahfest: Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Ordnung des Passah: Kein Fremder soll davon essen. (2.Mose 12,43   *)

Aaron, der ältere Bruder, taucht erstmalig auf, als Gott ihn dem Mose zur Unterstützung anbietet: Da ward der HERR sehr zornig über Mose und sprach: Weiß ich denn nicht, daß dein Bruder Aaron, der Levit, wohl reden kann? Und siehe, er kommt sogar heraus, dir entgegen, und wenn er dich sieht, so wird er sich von Herzen freuen. (2.Mose 4,14   *) Er wird danach von Gott direkt angesprochen, als Gott ihn beauftragt, Mose entgegen zu gehen und dann vor dem Volk die Ansichten Gottes zu verkünden: Und der HERR sprach zu Aaron: Gehe hin, Mose entgegen in die Wüste! Da ging er hin und traf ihn am Berge Gottes und küßte ihn.  Und Mose tat Aaron alle Worte des HERRN kund, womit er ihn beauftragt hatte, auch alle Zeichen, die er ihm befohlen hatte.  Da gingen Mose und Aaron hin und versammelten alle Ältesten der Kinder Israel.  Und Aaron redete alle Worte, die der HERR mit Mose geredet hatte; und er tat die Zeichen vor dem Volk.  Und das Volk glaubte. Und als sie hörten, daß der HERR sich der Kinder Israel angenommen und daß er ihr Elend angesehen habe, neigten sie sich und beteten an. (2.Mose 4,27-31   *) Die Besuche beim Pharao machten Mose und Aaron gemeinsam, aber Gott spricht auch da nur mit Mose über das, was er vorhat. Es wird Aaron einige Demut gekostet haben, immer wieder von Mose hören zu müssen, welche Erlebnisse Mose mit Gott hatte und dann entsprechend zu handeln. Aber wir hören nicht, dass der ältere Bruder Aaron sich dagegen aufgelehnt hätte. Als der Pharao die Fronarbeit verschärfte „Ihr sollt dem Volk kein Stroh mehr geben ...“ da werden sie gemeinsam angegriffen. Und am Ende ist es Mose, der zum HERRN (JHWH) betet. Und als sie von dem Pharao ausgingen, trafen sie Mose und Aaron an, die dort standen und auf sie warteten.  Da sprachen sie zu ihnen: Der HERR sehe auf euch und richte es, daß ihr uns vor dem Pharao und seinen Knechten verhaßt gemacht und ihnen das Schwert in die Hand gegeben habt, uns zu töten.  Da wandte sich Mose an den HERRN und sprach: Herr, warum lässest du dein Volk so schlecht behandeln? Warum hast du mich hergesandt?  Denn seitdem ich hineingegangen bin, um mit dem Pharao in deinem Namen zu reden, hat er dieses Volk schlecht behandelt, und du hast dein Volk gar nicht errettet!  Der HERR sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich dem Pharao tun will! Denn durch eine starke Hand gezwungen wird er sie ziehen lassen, und durch eine starke Hand gezwungen wird er sie aus seinem Lande treiben.  Und Gott redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin der HERR; (2.Mose 5,20-6,2  *) Wieder erfährt Mose das weitere Handeln Gottes und erhält den Auftrag, erneut vor den Pharao zu treten. Als Mose Bedenken wegen seines Sprachfehlers äußert heißt es dann aber: Also redete der HERR mit Mose und Aaron und gab ihnen Befehl an die Kinder Israel und an den Pharao, den König von Ägypten, daß sie die Kinder Israel aus Ägypten führeten. (2.Mose 6,13  *) Als Mose dann erneut auf seinen Sprachfehler hinweist, sagt Gott: Der HERR sprach zu Mose: Siehe zu, ich habe dich dem Pharao zum Gott gesetzt, und dein Bruder Aaron soll dein Prophet sein. (2.Mose 7,1  *)

Während die Israeliten durch die Wüste wandern, lange nach den Ereignissen um den Auszug aus Ägypten werden Aaron und Miriam sich gegen Mose stellen: Sie sprachen nämlich: Redet denn der HERR allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns? (4.Mose 12,2  *) Da werden sie genau das für sich in Anspruch nehmen, dass Gott auch mit ihnen redet. Die Tatsache, dass Aaron immer hinter Mose zurückstehen muss, weil Gott mit Mose redet, verlangt Aaron offenbar doch zu viel Demut ab. Er hält dies zwar lange durch, obwohl er ja der ältere Bruder Moses war. Aber irgendwann bricht es sich doch Bahn. Aber Gott schützt ihn. Wegen des Aufstandes gegen Mose wird nur Miriam aussätzig werden und dann durch das Gebet Moses geheilt werden. Aaron, der Hohepriester, wird verschont. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen erkennt er: Und Aaron sprach zu Mose: Ach, mein HERR, laß die Sünde nicht auf uns liegen, da wir töricht gehandelt und uns versündigt haben; (4.Mose 12,11   *) Man sieht hier ein frühes Abbild dessen, was in der Kirchengeschichte später als Auseinandersetzung zwischen Charisma und Amt immer wieder schwere Schäden anrichtet. Da ist jemand, mit dem Gott redet. Und da ist jemand, der ein Amt hat, wie der Hohepriester Aaron. Und schaut nicht auf das Amt, Gott lässt sich die die freie Wahl, wann er und mit wem er redet, nicht nehmen. Und dieses Verhalten Gottes erfordert Demut des Amtsinhabers. Denn Gott ist souverän. Er muss niemandem Rechenschaft ablegen, mit wem er redet. Im Geschäftsleben ist es opportun, erst mit dem Chef zu reden und anzukündigen, was man mit dessen Mitarbeiter zu besprechen gedenkt. Gott aber erwartet von uns, dass wir seine Stimme erkennen, auch und gerade dann, wenn er durch einen anderen Menschen redet. Für uns Menschen wird das leicht zu einem Machtspiel: „Redet denn der HERR allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns?“ Und nicht immer wird dann eine Miriam aussätzig, so dass der Amtsträger versteht: „Ach, mein HERR, laß die Sünde nicht auf uns liegen, da wir töricht gehandelt und uns versündigt haben!“

So können wir an der Tatsache, dass Aaron während der Plagen nicht immer präsent ist, unsere Gedanken anschließen. Ist das einfach eine Nachlässigkeit der Berichterstattung? Ist es tatsächlich so gewesen? Sind die Gründe trivial, weil Aaron vielleicht zeitweilig krank oder verhindert war? Ist die Aussage im Zusammenhang mit der zehnten Plage: „Also hatten Mose und Aaron alle diese Wunder vor dem Pharao getan.“ von demselben Autor, der auch die Plagen beschrieben hat, oder haben wir es hier mit einem Zusatz zu tun, den ein späterer Redaktor hinzugefügt hat, um die Sache glattzuziehen? Wir müssen dabei aufpassen, dass wir mit Ausflüchten wie späteren Redaktoren oder Abschreibfehlern oder Hinzufügungen Texten nicht ihre Aussage nehmen. Wir unterstellen dann ja, dass der Geist Gottes nicht in der Lage war, über den Texten zu wachen. Für mich ist dieses Fazit „Also hatten Mose und Aaron alle diese Wunder vor dem Pharao getan.“ Ausdruck dessen, dass beide gemeinsam ihre Arbeit gut gemacht haben. Sie haben die Prüfung, der sie hier ausgesetzt waren, gemeinsam bestanden. Mose hat bei seiner Berufung gejammert, obwohl Gott schon längst Aaron aufgefordert hatte, ihm, Mose, entgegen zu gehen. Aaron war nicht bei allen Plagen zugegen, hat aber mit Mose zusammen durchgehalten und den Angriffen des Pharao standgehalten. Und so haben sie beide gemeinsam ihren Dienst getan. Beide haben dabei auf die eine oder andere Weise versagt. Aber insgesamt haben sie ihre Aufgabe bewältigt. Und damit ist das Fazit richtig: „Also hatten Mose und Aaron alle diese Wunder vor dem Pharao getan.“

Und dies heisst auch für uns, dass wir als Gemeinden des lebendigen Gottes unsere Aufgaben gemeinsam zu bewältigen haben und uns gemeinsam über Erfolge freuen können, aber diese Freude sollte eine demütige Freude sein. Mit Gottes Hilfe haben wir es geschafft. Und wir sollten uns nicht auf Überlegungen einlassen, was unser Anteil ist, oder gar den Anteil anderer kleinreden. Wen Gott in seinem Werk einsetzt und an welcher Stelle er das tut, das ist allein Gottes Sache. Wir sollten uns am Gelingen des Werkes Gottes freuen und nicht der Versuchung unterliegen, es zu unserem Werk in dem Sinne zu machen, dass wir andere davon ausschließen oder ihren Beitrag kleinreden. In einem anderen Sinne sollte es schon unser Werk sein, und zwar in dem Sinne, dass wir mit ganzem Herzen dabeisind und uns über alle Erfolge freuen, die wir gemeinsam erzielen. Und dabei sollten wir immer dafür offen sein, dass der Geist Gottes auch durch einen Bruder oder eine Schwester zu uns reden kann und dies dankbar und ohne Eifersucht annehmen.

Aaron hat dies lange durchgehalten, auch wenn sein Verhalten am Berg Sinai, als Mose lange auf sich warten lässt (2.Mose 32 *) und als er zusammen mit Miriam einen Aufstand gegen Mose versucht (Und Aaron sprach zu Mose: Ach, mein HERR, laß die Sünde nicht auf uns liegen, da wir töricht gehandelt und uns versündigt haben; (4.Mose 12,11  *)) für einen Hohenpriester unakzeptabel und kaum nachvollziehbar ist. Aber diese Prüfungen liegen noch vor Aaron.

Insgesamt kann man aber feststellen, dass diese Bruderschaft zwischen Mose und Aaron ein wichtiges Fundament für den Auszug Israels aus Ägypten ist. Sie fordert von Aaron viel Demut und die Zukunft wird ihn noch vor weitere Herausforderungen stellen, denen er nicht immer gewachsen ist. Aber der Herr wird auch zu ihm treu stehen und ihn nicht verwerfen. Bileam wird es dem Moabiterkönig Balak so sagen: Gott ist nicht ein Mensch, daß er lüge, noch ein Menschenkind, daß ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und es nicht halten? (4.Mose 23,19 *) Und der Apostel Paulus schreibt an die Gemeinde in Rom: Denn Gottes Gnadengaben und Berufung sind unwiderruflich. (Römer 11,29 *) Gott steht treu zu uns. Das ist ein großes Vorrecht.

Reaktionen und Auswirkungen der Plagen auf den Pharao und sein Volk

Ein Überblick

Zunächst ein Überblick über die für den Pharao relevanten Fakten im Verauf der zehn Plagen:

Plagen
Nummer 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Art der Plage Blut
2.Mose 7,14-25   *
Frösche
2.Mose 8,1-15   *
Mücken
2.Mose 8,16-19   *
Fliegen
2.Mose 8,20-32   *
Viehpest
2.Mose 9,1-7   *
Beulen
2.Mose 9,8-12   *
Hagel
2.Mose 9,13-35   *
Heu-
schrecken
2.Mose 10,1-20   *
Finsternis
2.Mose 10,21-29   *
Erstgeburt
2.Mose 11,1-13,16   *
Ankündigung an den Pharao am Nil im Palast nein früh am Morgen am Nil im Palast nein am Morgen im Palast nein ja
Verhandlung über Forderung vor Plage nein nein nein nein nein nein nein ja
nur Männer dürfen gehen
nein nein
Verhandlung über Forderung nach Beginn der Plage nein Angebot des Auszugs
und Bitte an Mose, um Beendigung der Plage zu beten
nein ja, Opfer, aber im Land
und Bitte an Mose um Fürbitte
nein nein ja,
Angebot des Auszugs
nein,
nur Bitte an Mose, um Beendigung der Plage zu beten
nein nein
Ägyptische Zauberer können es auch ja ja nein nein nein Sie werden unrein nein nein nein nein
Pharao verstockt sein Herz nein nein nein ja nein nein ja nein nein Genehmigung des Auszugs
Pharao bleibt verstockt bleibt gleichgültig ja ja ja ja ja ja ja ja nein,
aber nach Auszug erneut
Gott verstockt das Herz des Pharao nein nein nein nein nein ja nein ja ja nein,
erst nach dem Auszug
Das Herz des Pharao ist verstockt ja ja ja ja ja ja ja ja ja nein,
erst nach dem Auszug
Angebot des Pharao an Mose kein Angebot Angebot, das Volk zum Opfern ziehen zu lassen kein Angebot Opfer, aber nur im Lande, max 3 Tagereisen kein Angebot kein Angebot Auszug ohne Vorbehalt kein Angebot, nur vor der Plage ein halbherzuiges Angebot Auszug, aber ohne das Vieh Genehmigung des Auszugs
Sündenerkenntnis des Pharao nein nein, aber bittet Mose um Fürbitte nein nein, aber bittet Mose um Fürbitte nein nein ja, der HERR ist gerecht ja, gegenüber Gott und dem Volk Israel nein nein
Mose betet für den Pharao nein ja nein ja nein nein ja ja nein nein
Plage auch in Gosen ja ja ja nein nein unbekannt nein nein nein nein,
Passah, Blut des Lammes an den Türpfosten
Pharao sieht Wirkung auf Gosen nein nein nein nein ja unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt
Gott droht mit der Vernichtung des ägyptischen Volkes nein nein nein nein nein nein ja nein nein nein
Gott bietet Schutz gegen die Plage nein nein nein nein nein nein ja nein nein nein
Während der Plage ruft der Pharao Mose oder Aaron nein nein nein Er ruft Mose und Aaron nein nein Er ruft Mose und Aaron Er ruft Mose und Aaron Er ruft nur Mose Er ruft Mose und Aaron - Auszug
Grund für das Ende der Plage unbekannt Gebet des Mose unbekannt Gebet des Mose unbekannt unbekannt Gebet des Mose Gebet des Mose unbekannt Alle Erstgeburt ist tot
Reaktion der Ägypter graben nach Wasser Beseitigung toter Frösche. Gestank Zauberer: Das ist der Finger Gottes keine Angaben keine Angaben alle hatten Geschwüre keine Angaben Furcht zu Grunde zu gehen: Lass sie ziehen keine Angaben Geschenke an die Israeliten, damit sie gehen
Ökonomische Folgen Fischsterben, Wasserknappheit Frösche in Backtrögen unbekannt unbekannt Großvieh vernichtet öffentliches Leben und Tempeldienste wegen der Geschwüre lahmgelegt alles Vieh auf den Feldern wird vernichtet. Pflanzen und Bäume zerschlagen alles Grün ist vernichtet unbekannt viele tote Kinder
Dauer 7 Tage unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt eine Nacht

Der Pharao - Täter oder Opfer

Von der Möglichkeit, dass der Pharao Gott nicht gehorchen wird, redet Gott bereits zu Mose, als er Mose in Midian beruft: Und der HERR sprach zu Mose: Siehe zu, wenn du wieder nach Ägypten kommst, daß du vor dem Pharao alle die Wunder tuest, welche ich in deine Hand gegeben habe. Ich aber will sein Herz verstocken, daß er das Volk nicht wird ziehen lassen.  Und du sollst zum Pharao sagen: So spricht der HERR: «Israel ist mein erstgeborener Sohn;  darum sage ich dir: Laß meinen Sohn gehen, daß er mir diene; wirst du dich aber weigern, ihn ziehen zu lassen, siehe, so will ich deinen eigenen erstgebornen Sohn erwürgen!» (2.Mose 4,21-23   *) Gott sagt hier nicht, dass der Pharao verstockt sei, sondern „Ich aber will sein Herz verstocken.“ Ist Gott also der Täter? Wir sollten an dieser Stelle nicht vorschnell urteilen, sondern uns bewusst sein, dass Gott außerhalb der Zeit steht und alle Dinge weiß. Er kann auch Dinge verhindern, die er nicht will, er kann Dinge zulassen, weil er dem Menschen die Freiheit gibt. Er kann aber auch Menschen beeinflussen, so dass sie Dinge nach seinem Willen tun. Zu all dem gibt es Beispiele, die im Beitrag Wenn Gott das Herz des Pharao verstockt, hatte er dann keine Entscheidungsfreiheit? - Musste er Moses Ansinnen ablehnen? dargestellt sind. Auch mit dem Pharao hatte Gott ein Ziel: „denn ich habe sein und seiner Knechte Herz verstockt, dass ich diese meine Zeichen unter ihnen tue, und dass du vor den Ohren deiner Kinder und Kindeskinder verkündigest, was ich in Ägypten ausgerichtet und wie ich meine Zeichen unter ihnen bewiesen habe, auf dass ihr erkennet, dass ich der HERR bin.“ (2.Mose 10,1-2   * - vor der 8.Plage) An anderer Stelle sagt er sehr deutlich, dass er auch anders könne: „Denn ich hätte meine Hand schon ausstrecken und dich und dein Volk mit Pestilenz schlagen können, dass du von der Erde vertilgt worden wärest; aber ich habe dich deswegen bestehen lassen, daß ich dir meine Macht zeige, und daß mein Name auf der ganzen Erde verkündigt werde.“ (2.Mose 9,15   * - vor der 7.Plage) Gott hat diesen Weg gesucht, „... auf dass ihr erkennet, dass ich der HERR bin.“ (2.Mose 7,5   * - 2.Mose 7,17   * - 2.Mose 10,2   * - 2.Mose 14,4   * - 2.Mose 14,18  * - 2.Mose 31,13 *)

Die erste Plage - Blut: Als Mose bei seinem Besuch im Palast kurz vor den Plagen vom Pharao abgewiesen wird, lesen wir: „Also ward das Herz des Pharao verstockt, und er hörte nicht auf sie, wie denn der HERR gesagt hatte. Und der HERR sprach zu Mose: Das Herz des Pharao ist hart; er weigert sich, das Volk ziehen zu lassen.“ Hier stellt Gott fest, dass das Herz des Pharao verstockt ist, dass er hart ist. Er sagt hier nicht, dass er, Gott, diese Verstockung bewirkt habe.

Dasselbe lesen wir, nachdem die ägyptischen Zauberer mit ihren Künsten ebenfalls aus Wasser Blut gemacht haben, die erste Plage also nachgestellt haben. Es bleibt offen, warum der Pharao seine Zauberer nicht angewiesen hat, gegen die Plage zu zaubern, also aus Blut wieder Wasser zu machen. Dies wäre die logische Handlung gewesen. Die ägyptischen Zauberer haben eigentlich die Situation noch verschlimmert: 2.Mose 7,21-25   *: Und die Fische im Nil starben, und der Nil ward stinkend, so daß die Ägypter das Nilwasser nicht trinken konnten; denn dasselbe ward zu Blut in ganz Ägypten.  Aber die ägyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwören. Und so ward das Herz des Pharao verstockt, und er hörte nicht auf sie, wie denn der HERR geredet hatte.  Und der Pharao wandte sich und ging heim und kehrte sein Herz auch daran nicht.  Aber alle Ägypter gruben um den Fluß her nach Trinkwasser; denn das Nilwasser konnten sie nicht trinken.  Und das währte sieben Tage lang, nachdem der HERR den Fluß geschlagen hatte.

Die zweite Plage - Frösche: Die zweite Plage nimmt einen anderen Verlauf, denn jetzt ist der Pharao selbst betroffen: 2.Mose 8,2-3   *: Weigerst du dich aber, dasselbe ziehen zu lassen, siehe, so will ich alle deine Landmarken mit Fröschen plagen,  daß der Fluß von Fröschen wimmle; die sollen heraufkommen in dein Haus und in deine Schlafkammer und auf dein Bett; auch in die Häuser deiner Knechte, unter dein Volk, in deine Backöfen und in deine Backtröge; Bei der ersten Plage, dem Blut, hieß es noch: „Siehe, ich will mit dem Stabe, den ich in meiner Hand habe, das Wasser schlagen, das in dem Flusse ist, und es soll in Blut verwandelt werden.“ Der Palast selbst war nicht betroffen. Aber die zweite Plage reicht bis ins Schlafzimmer des Palastes. Der Pharao selbst, seine Frauen und Kinder leiden darunter. Der Pharao merkt jetzt, dass er den hebräischen Gott ernst nehmen muss: 2.Mose 8,8   *: Da berief der Pharao den Mose und Aaron und sprach: Bittet den HERRN, daß er die Frösche von mir nehme und von meinem Volk, so will ich das Volk ziehen lassen, daß es dem HERRN opfere! Aber nachdem die Plage beendet war, lesen wir: 2.Mose 8,13-15   *: Und der HERR tat, wie Mose gesagt hatte. Die Frösche starben in den Häusern, in den Höfen und auf dem Felde.  Und sie häuften dieselben zusammen, hier einen Haufen und dort einen Haufen; und das Land stank davon.  Da aber der Pharao sah, daß er Luft gekriegt hatte, verhärtete er sein Herz und hörte nicht auf sie, wie denn der HERR gesagt hatte. Wieder ist es der Pharao, der hart bleibt und wir hören nicht, dass Gott sein Herz verhärtet habe.

Die dritte Plage - Mücken: In der dritten Plage nehmen die Dinge eine Wendung. 2.Mose 8,18   *: Die Zauberer versuchten mit ihrem Beschwören auch Mücken hervorzubringen; aber sie konnten es nicht. Und die Mücken kamen über die Menschen und das Vieh. Hat Gott es bisher zugelassen, dass die Zauberer die Zeichen Gottes nachmachten, so müssen sie bei der dritten Plage erkennen, dass sie damit am Ende sind. Sie erkennen ein Handeln Gottes in den Zeichen: 2.Mose 8,19   *: Da sprachen die Zauberer zu Pharao: Das ist Gottes Finger! Aber das Herz des Pharao war verstockt, daß er nicht auf sie hörte, wie der HERR gesagt hatte. Mit dem Wort von „Gottes Finger“ spielen sie möglicherweise auf eine ägyptische Sage an. Bei einem Kampf zwischen zwei Göttern habe ein Gott dem anderen Gott mit seinem Finger ein Auge geblendet. Eine andere Deutung betrifft die Zwei- Finger-Amulette, die Toten mitgegeben wurden, damit sie im Totenreich ihren Mund öffnen und damit essen und reden konnten. Auf jeden Fall sehen sie ein, dass sie es hier nicht mit Mose allein, sondern mit einem Gott zu tun haben. Es wird zunehmend einsam um den Pharao. Aber sein Herz ist weiter verstockt. Auch hier heißt es noch nicht, dass Gott das bewirkt habe. Der Pharao zeigt sich also nicht abhängig von seinen Zauberern, er geht seinen eigenen Weg.

Die vierte Plage - Fliegen: Die vierte Plage betrifft ebenfalls auch den Pharao selbst. 2.Mose 8,21   *: Denn wenn du mein Volk nicht ziehen lässest, siehe, so will ich über dich und über deine Knechte und über dein Volk und über deine Häuser Hundsfliegen kommen lassen, daß der Ägypter Häuser und das Feld, darauf sie sind, voller Hundsfliegen werden sollen. Auch diese Plage betrifft den Pharao selbst. Und die Reaktion des Pharao ist tatsächlich freundlich, aber er versucht zu handeln: 2.Mose 8,25   *: Da berief der Pharao Mose und Aaron und sprach: Gehet hin, opfert eurem Gott in diesem Lande! Mose lässt sich nicht darauf ein: 2.Mose 8,26   *: Mose sprach: Das schickt sich nicht, daß wir also tun; denn wir würden dem HERRN, unserm Gott, der Ägypter Greuel opfern! Siehe, wenn wir dann der Ägypter Greuel vor ihren Augen opferten, würden sie uns nicht steinigen? Der Pharao gibt nach: 2.Mose 8,28   *: Da sprach der Pharao: Ich will euch ziehen lassen, daß ihr dem HERRN, eurem Gott, in der Wüste opfert; aber ziehet ja nicht weiter! Bittet für mich! Mose geht auf die Zusage des Pharao ein, obwohl er Zweifel hat: 2.Mose 8,29   *: Mose sprach: Siehe, ich gehe hinaus von dir und will den HERRN bitten, daß die Hundsfliegen morgen vom Pharao, von seinen Knechten und von seinem Volke genommen werden; nur daß der Pharao uns nicht mehr täusche, indem er das Volk doch nicht ziehen läßt, dem HERRN zu opfern! Und er hat recht mit seinen Zweifeln: 2.Mose 8,32   *: Aber der Pharao verhärtete sein Herz auch diesmal und ließ das Volk nicht ziehen. Es ist der Pharao, der sein Herz verhärtet.

Die fünfte Plage - Viehpest: Die fünfte Plage betrifft die Ökonomie Ägyptens. Die großen Nutztiere werden mit einer Pest geschlagen. Damit ist auch der Pharao mit seinen militärischen Fähigkeiten betroffen: 2.Mose 9,1-3   *: Da sprach der HERR zu Mose: Gehe hinein zum Pharao und sprich zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Laß mein Volk gehen, daß es mir diene!  Denn wenn du dich weigerst, sie ziehen zu lassen und sie weiter aufhältst,  siehe, so wird die Hand des HERRN kommen über dein Vieh auf dem Felde, über Pferde, Esel, Kamele, Rinder und Schafe, mit einer sehr schweren Viehseuche. Hier wird ausdrücklich gesagt, dass das Land Gosen, in dem die Hebräer wohnten, ausgenommen war: 2.Mose 9,4   *: Und der HERR wird einen Unterschied machen zwischen dem Vieh der Israeliten und dem Vieh der Ägypter, daß aus allem, was den Kindern Israel gehört, kein einziges sterbe. Dies beeindruckt den Pharao sehr: 2.Mose 9,7   *: Und der Pharao sandte Boten hin, und siehe, von dem Vieh Israels war nicht eines gestorben. Gleichwohl blieb das Herz des Pharao verhärtet, daß er das Volk nicht gehen ließ.

Bis zur fünften Plage ist es der Pharao selbst, der sein Herz verhärtet, der hart bleibt, der seine Zusagen nicht einhält, der willkürlich regiert und dem von ihm verachteten Gott der Hebräer widersteht, obwohl in Ägypten bereits erheblicher wirtschaftlicher Schaden eingetreten ist.

Die sechste Plage - Geschwüre: Da trifft ihn unvermittelt und ohne Ankündigung die sechste Plage: 2.Mose 9,8-9   *: Da sprach der HERR zu Mose und Aaron: Nehmet eure Hände voll Ofenruß, und Mose sprenge ihn vor dem Pharao gen Himmel,  daß er über ganz Ägyptenland stäube und zu Geschwüren werde, die als Blattern aufbrechen an Menschen und Vieh in ganz Ägyptenland. Diese Geschwüre machen die Menschen, auch den Pharao und insbesondere seine Zauberer, die ja Priester in seinem Staat waren, unrein: 2.Mose 9,10-11   *: Da nahmen sie Ofenruß und standen vor dem Pharao, und Mose sprengte ihn gen Himmel. Da wurden Geschwüre daraus, die als Blattern aufbrachen an Menschen und Vieh,  also daß die Zauberer wegen der Geschwüre nicht vor Mose stehen konnten. Denn an den Zauberern und an allen Ägyptern waren Geschwüre. Und nun geschieht es, was der Herr angekündigt hat: 2.Mose 9,12   *: Aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, daß er nicht auf sie hörte, wie denn der HERR zu Mose gesagt hatte. Jetzt ist es der Herr, der das Herz des Pharao verhärtet. Das Maß seiner Sünden ist voll. Der Rückweg ist ihm versperrt. Der Herr hat ihn dahingegeben, die Folgen seiner Sünden zu tragen.

Dieses lässt uns tief in das Herz Gottes schauen:

Die Tatsache, dass Gott das Herz eines Menschen verstockt, oder in der Sprache des Apostels Paulus, dass Menschen dahingegeben sind, finden wir im Neuen Testament beschrieben. Bereits Jesus warnt uns: Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.  Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden.  Und wer ein Wort redet wider des Menschen Sohn, dem wird vergeben werden; wer aber wider den heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, weder in dieser Weltzeit noch in der zukünftigen. (Matthäus 12,30-32 *) und ähnlich Markus 3,28-30 *: Wahrlich, ich sage euch, alle Sünden sollen den Menschenkindern vergeben werden, auch die Lästerungen, womit sie lästern;  wer aber wider den heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist einer ewigen Sünde schuldig.  Denn sie sagten: Er hat einen unreinen Geist.

Paulus beschreibt diese Situation im Brief an die Römer, nachdem er vorher ausgeführt hat, dass Gott an der Schöpfung für jeden Menschen zu erkennen ist: Römer 1,18-32 *: Es offenbart sich nämlich Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten,  weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen geoffenbart hat;  denn sein unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so daß sie keine Entschuldigung haben.  Denn obschon sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott gepriesen und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in eitlen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.  Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden  und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit dem Bild vom vergänglichen Menschen, von Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren.  Darum hat sie auch Gott dahingegeben in die Gelüste ihrer Herzen, zur Unreinigkeit, daß sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren,  sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf mehr Ehre und Dienst erwiesen als dem Schöpfer, der da gelobt ist in Ewigkeit. Amen!  Darum hat sie Gott auch dahingegeben in entehrende Leidenschaften. Denn ihre Frauen haben den natürlichen Gebrauch vertauscht mit dem widernatürlichen;  gleicherweise haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind gegeneinander entbrannt in ihrer Begierde und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den verdienten Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfangen.  Und gleichwie sie Gott nicht der Anerkennung würdigten, hat Gott auch sie dahingegeben in unwürdigen Sinn, zu verüben, was sich nicht geziemt,  als solche, die voll sind von aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit; voll Neid, Mordlust, Zank, Trug und Tücke,  Ohrenbläser, Verleumder, Gottesverächter, Freche, Übermütige, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam;  unverständig, unbeständig, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig;  welche, wiewohl sie das Urteil Gottes kennen, daß die, welche solches verüben, des Todes würdig sind, es nicht nur selbst tun, sondern auch Gefallen haben an denen, die es verüben. Aber gleichzeitig taucht dieses Wort «dahingegeben» bei Paulus auch auf, wenn er über Jesu Opfer am Kreuz spricht: welcher um unserer Übertretungen willen dahingegeben und zu unserer Rechtfertigung auferweckt worden ist. (Römer 4,25 *) Über Gott schreibt Paulus: Welcher sogar seines eigenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken? (Römer 8,32 *) Während Paulus im Römerbrief die Tatsache, dass Jesus «dahingegeben» wurde als etwas beschreibt, was Jesus widerfahren ist, er passiv erdulden musste, weil es von Gott, dem Vater ausging, beschreibt er es Titus gegenüber als etwas aktives, von Jesus selbst ausgehendes: Denn es ist erschienen die Gnade Gottes, heilsam allen Menschen;  sie nimmt uns in Zucht, damit wir unter Verleugnung des ungöttlichen Wesens und der weltlichen Lüste vernünftig und gerecht und gottselig leben in der jetzigen Weltzeit,  in Erwartung der seligen Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsres Retters Jesus Christus,  der sich selbst für uns dahingegeben hat, um uns von aller Ungerechtigkeit zu erlösen und für ihn selbst ein Volk zu reinigen zum Eigentum, das fleißig sei zu guten Werken. (Titus 2,11-14 *) Vorher hat er auch vor Titus dargestellt hat, dass auch „viele widerspenstige, eitle Schwätzer, die den Leuten den Kopf verwirren,“ unter uns sind. Schließlich muss man in diesem Zusammenhang auch noch erwähnen, dass auch der Schreiber des Hebräerbriefes darauf hinweist, dass Menschen soweit verirren können, dass sie nicht mehr zur Umkehr fähig sind: Denn es ist unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und des heiligen Geistes teilhaftig geworden sind  und das gute Wort Gottes, dazu Kräfte der zukünftigen Welt geschmeckt haben,  wenn sie dann abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, während sie sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen! (Hebräer 6,4-6 *) Im 10. Kapitel erneuert er diese Aussage, nachdem er vorher von dem hohenpriesterlichen Dienst Jesu an uns Menschen gesprochen hat: Denn wenn wir freiwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für Sünden kein Opfer mehr übrig,  sondern ein schreckliches Erwarten des Gerichts und Feuereifers, der die Widerspenstigen verzehren wird.  Wenn jemand das Gesetz Moses mißachtet, muß er ohne Barmherzigkeit auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin sterben,  wieviel ärgerer Strafe, meinet ihr, wird derjenige schuldig erachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch welches er geheiligt wurde, für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat?  Denn wir kennen den, der da sagt: «Die Rache ist mein; ich will vergelten!» und wiederum: «Der Herr wird sein Volk richten».  Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! (Hebräer 10,26-31  *)

Daran wird deutlich, dass die Verstockung des Pharao nicht etwa nur eine alte Geschichte aus längst vergangener Zeit ist, sondern auch heute aktuell ist. Denn auch in unserer Zeit lernen wir in der Seelsorge Menschen kennen, die so in ihre Ablehnung des Glaubens an Gott verstrickt sind, dass für sie eine Umkehr völlig ausgeschlossen ist. Dabei darf kein falscher Eindruck entstehen. Nicht jede Sünde, jeder böse Gedanke, jede Nachlässigkeit, die nach einer Bekehrung geschieht, führt zu diesem unumkehrbaren Abfall von Gott, sondern nur derjenige ist gemeint, „der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch welches er geheiligt wurde, für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat.“ Der Pharao war solch ein Mensch. Er hielt sich für einen Gottessohn, für Horus, den Sohn des Osiris. Er setzte seine eigenen Zauberer gegen Mose ein. Er meinte, sein Wort nicht halten zu müssen. Er begegnete Gott in Mose und Aaron und den Zeichen, die sie taten. Aber er meinte, Gott widerstehen zu können.

Die siebte Plage - Hagel: Nach dem, was wir über die bisherigen Plagen gesagt haben, könnten wir erwarten, dass Gott jetzt die weiteren Plagen kalt ablaufen lässt. Aber er ringt weiter um den Pharao. Die Ankündigung zur siebten Plage ist so etwas wie ein Höhepunkt des Ringens Gottes um den Pharao. Wir können den Text deswegen «textkritisch» als unlogisch abtun. Wir können dies aber auch als ein Blick in das Herz Gottes empfinden. Gott liebt alle Menschen, auch diesen Pharao. Er hört nicht auf, ihm Rückwege aus seiner Verstrickung in seinen Stolz aufzuzeigen. Darin zeigt sich auch im Blick auf die oben zitierten neutestamentlichen Stellen, dass das, was dort geschrieben ist, wie ein Hinweis an Seelsorger zu lesen ist. Wenn dieser Mensch wirklich aus freien Stücken umkehrt, dann ist Gott bereit zu vergeben, aber das wird nicht geschehen. Wir müssen verstehen, und darin besteht der seelsorgliche Hinweis, dass das nicht geschieht, es ist unmöglich. Trotzdem geht Gott seinen Weg des Ringens um den Pharao weiter, auch deswegen, „dass ich dir meine Macht zeige, und dass mein Name auf der ganzen Erde verkündigt werde.“ Gott kennt alle Dinge. Bereits bei der Schöpfung wusste er, wer einmal in dem neuen Jerusalem, von dem Offenbarung 21 * berichtet, leben wird. Warum also all das, was dazwischen war, all das Schöne, aber auch all das Leiden, das wir erleben. Gott handelt aus Liebe, weil er will, „dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ (1.Timotheus 2,4  *) Warum er von seinem Wissen um die Zukunft keinen Gebrauch macht und sich in Jesus selbst in die Zeit begibt, das bleibt sein Geheimnis. Ich sehe es als Zeichen seiner großen Liebe zu den Menschen, zu allen Menschen.

Vor Plage sieben spricht Gott am eindringlichsten zum Pharao: 2.Mose 9,13-19   *: Da sprach der HERR zu Mose: Mache dich am Morgen früh auf und tritt vor den Pharao und sprich zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Laß mein Volk gehen, daß es mir diene!  Sonst will ich diesmal alle meine Plagen gegen dein Herz richten und gegen deine Knechte und gegen dein Volk, damit du erfahrest, daß auf der ganzen Erde nicht meinesgleichen ist.  Denn ich hätte meine Hand schon ausstrecken und dich und dein Volk mit Pestilenz schlagen können, daß du von der Erde vertilgt worden wärest;  aber ich habe dich deswegen bestehen lassen, daß ich dir meine Macht zeige, und daß mein Name auf der ganzen Erde verkündigt werde.  Stellst du dich aber meinem Volk noch weiter entgegen und willst es nicht ziehen lassen,  siehe, so will ich morgen um diese Zeit einen sehr schweren Hagel regnen lassen, desgleichen in Ägypten bisher nicht gewesen, seit der Zeit, da es gegründet wurde.  Und nun laß dein Vieh und alles, was du auf dem Felde hast, in Sicherheit bringen; denn auf alle Menschen und alles Vieh, die sich auf dem Felde befinden und nicht in den Häusern versammelt sind, auf die wird der Hagel fallen, und sie werden umkommen.

Kernpunkte der Rede Moses:

Gott macht sehr klar, dass das Volk hinfort ihm dienen soll und nicht mehr dem Pharao. Ich vermute, dass der Pharao das auch genau so verstanden haben wird: Nicht mehr dir, dem Pharao soll das Volk dienen, sondern mir, seinem Gott. Und diese Aussage ist mit einer klaren Drohung versehen, die weiteren Plagen werden sich gegen dein Herz richten. Die Aussage, dass der Pharao eine Gotteserfahrung machen wird, „dass auf der ganzen Erde nicht meinesgleichen ist,“ ist eigentlich auch eine Verheißung, denn er wird dadurch lernen, wer wirklich Gott ist und was unnütze Götzen sind. Aber das wird von dem Pharao, der selbst ein Götzendiener ist, als Drohung verstanden. Es folgt eine weitere Drohung, was Gott alles hätte tun können. Er hätte Ägypten samt seinem Pharao durch die Pest vernichten können, hat es aber nicht getan, weil er seine Macht an Ägypten offenbaren will. Auch dies ist eigentlich eine Verheißung, wird aber wohl vom Pharao wie eine Drohung empfunden worden sein. Dies ist ein Beispiel, wie die gleiche Aussage Gottes dem Glaubenden als Verheißung und dem Heiden als Drohung erscheint. Und es folgt nun eine Probe des Glaubens: Glaubt jemand meinem Wort, so kann er seinen Besitz ganz leicht schützen. Er muss nur seine Knechte und sein Vieh ins Haus holen. Wer sie draußen lässt, wird sie verlieren. Ob der Pharao damals wohl auch Schilder aufgehängt hat: „Ohne Gott und Sonnenschein, hol'n wir uns're Ernte 'rein“? Aber wir sehen hier, dass der Pharao längst nicht mehr sein ganzes Volk hinter sich hat: 2.Mose 9,20-21   *: Wer nun von den Knechten des Pharao des HERRN Wort fürchtete, der ließ seine Knechte und sein Vieh in die Häuser fliehen;  welcher Herz sich aber nicht an des HERRN Wort kehrte, die ließen ihre Knechte und ihr Vieh auf dem Felde.

Der Hagel ist so gewaltig, dass der Pharao wieder einknickt: 2.Mose 9,27-28   *: Da schickte der Pharao hin und ließ Mose und Aaron rufen und sprach zu ihnen: Diesmal habe ich mich versündigt! Der HERR ist gerecht; ich aber und mein Volk sind schuldig!  Bittet aber den HERRN, daß des Donners Gottes und des Hagels genug sei, so will ich euch ziehen lassen, damit ihr nicht länger hier bleibet! Mose erfüllt den Wunsch des Pharao, obwohl er weiß: 2.Mose 9,30   *: Ich weiß aber, daß du und deine Knechte euch vor Gott, dem HERRN, noch nicht fürchtet. Auch nach dieser Plage bleibt noch Hoffnung für den Pharao, denn die Weizenernte war von diesem Hagel nicht betroffen. Aber der Pharao sah die Gnade Gottes nicht, er kämpfte weiter: 2.Mose 9,34-35   *: Da aber der Pharao sah, daß der Regen, der Hagel und der Donner nachließen, versündigte er sich weiter und verhärtete sein Herz, er und seine Knechte.  Also ward das Herz des Pharao verstockt, daß er die Kinder Israel nicht ziehen ließ, wie der HERR durch Mose geredet hatte. Wieder ist es der Pharao, der sein Herz verhärtete, ein Herz, das aber bereits von Gott verhärtet ist. Es geht auch für den Pharao immer noch tiefer hinab. Ökonomisch war das Ganze eine Katastrophe für das Land. Die großen Nutztiere waren durch die Seuche vernichtet, nur auf die Weizenernte konnte Ägypten noch hoffen, weil der Weizen wohl noch nicht getrieben hatte und somit wohl den Hagel überstanden hatte.

Die achte Plage - Heuschrecken: Die achte Plage macht auch diese Hoffnung zunichte. Das grüne Gras und der sprießende Weizen standen ja noch.

2.Mose 10,1-6   *: Da sprach der HERR zu Mose: Gehe zum Pharao, denn ich habe sein und seiner Knechte Herz verstockt, daß ich diese meine Zeichen unter ihnen tue,  und daß du vor den Ohren deiner Kinder und Kindeskinder verkündigest, was ich in Ägypten ausgerichtet und wie ich meine Zeichen unter ihnen bewiesen habe, auf daß ihr erkennet, daß ich der HERR bin.  Also gingen Mose und Aaron zum Pharao und sprachen zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Wie lange willst du dich vor mir nicht demütigen? Laß mein Volk gehen, daß es mir diene!  Wenn du dich aber weigerst, mein Volk ziehen zu lassen, siehe, so lasse ich morgen Heuschrecken in dein Land kommen,  und sie sollen das Land so bedecken, daß man die Erde nicht sehen kann, und sie sollen den Rest auffressen, der gerettet worden und von dem Hagel übriggeblieben ist, und sollen alle eure grünenden Bäume auf dem Felde kahl fressen  und sollen dein Haus und aller deiner Knechte Häuser und aller Ägypter Häuser anfüllen, wie es deine Väter und Vorväter nie gesehen haben, seitdem sie im Lande sind, bis auf diesen Tag. Und er wandte sich und ging vom Pharao hinaus.

Jetzt geht es Gott nicht mehr um den Pharao allein: „Ich habe sein und seiner Knechte Herz verstockt“, sondern es geht ihm um das Volk Israel, „auf dass ihr erkennet, daß ich der HERR bin.“ Das Vertrauen in Gott ist bei Mose offenbar stark gewachsen und auch seine innere Verbindung zu seinem Gott ist so stark, dass er offenbar erst, als er vor dem Pharao steht, erfährt, was er dem Pharao im Einzelnen zu sagen hat. Er kündigt ihm die achte Plage, die Heuschrecken, an. „Sie sollen den Rest auffressen, der gerettet worden und von dem Hagel übriggeblieben ist.“ Der Pharao und sein Volk sind damit ökonomisch am Ende. Seine Berater merken das und raten dem Pharao zur Mäßigung: 2.Mose 10,7   *: Da sprachen die Knechte des Pharao zu ihm: Wie lange soll uns dieser zum Fallstrick sein? Laß die Leute gehen, daß sie dem HERRN, ihrem Gott, dienen; merkst du noch nicht, daß Ägypten zugrunde geht? Aber der Pharao denkt vermutlich an seine Bauvorhaben und versucht Verhandlungen mit Mose: „Nur die Männer dürfen ziehen!“ Mose lässt sich nicht darauf ein. Der Pharao unterstellt Mose Böswilligkeit und lässt ihn fortjagen. Das Unglück nimmt seinen Lauf, die Heuschrecken kommen schlimmer als je zuvor. Sie „ließen nichts Grünes übrig an den Bäumen und an den Feldgewächsen in ganz Ägyptenland.“ Eben noch vom Hof gejagt werden Mose und Aaron wieder gerufen und der Pharao zeigt Reue: 2.Mose 10,16-17   *: Da ließ der Pharao Mose und Aaron eilends rufen und sprach: Ich habe mich versündigt an dem HERRN, eurem Gott, und an euch.  Und nun vergib mir meine Sünde nur noch diesmal und bittet den HERRN, euren Gott, daß er diesen Tod von mir abwende! Mose bat daraufhin und ohne weitere Zusagen des Pharao den Herrn, diese Plage zu beenden. Dies geschah auch. 2.Mose 10,20   *: Aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, daß er die Kinder Israel nicht ziehen ließ. Eben hatte der Pharao noch Sündenerkenntnis. Seine Worte waren gut, aber tief in seinem Herzen war er ein Spieler, der es nicht lassen konnte, sein „Glück“ immer wieder zu versuchen. Tief verstrickt in die Sünde geriet er immer tiefer in die Finsternis. Irgend wie muss doch diesem Gott beizukommen sein. Er hatte bereits das Vermögen eines ganzen Volkes verspielt und er spielte weiter. Er macht keine Anstalten zur Umkehr und der Herr blickt jetzt nur noch auf sein Volk Israel, „auf dass ihr erkennet, daß ich der HERR bin.“ Der Pharao ist dahingegeben.

Die neunte Plage - Finsternis: Die Finsternis, in die der Pharao geraten ist, führt Gott ihm mit der neunten Plage deutlich vor Augen. Jetzt sprich Gott auch nicht mehr mit dem Pharao. Gott handelt nur noch durch Mose: 2.Mose 10,21-23   *: Und der HERR sprach zu Mose: Strecke deine Hand gen Himmel, daß es im Ägyptenland so finster werde, daß man die Finsternis greifen kann!  Da streckte Mose seine Hand gen Himmel. Und es ward eine dicke Finsternis in ganz Ägyptenland, drei Tage lang,  daß während drei Tagen niemand den andern sah, noch jemand von seinem Platz aufstand. Aber bei allen Kindern Israel war es hell in ihren Wohnungen.

Die Finsternis bleibt nicht ohne Wirkung. Der Pharao lässt Mose rufen. Aber wieder will er die Rückkehr der Israeliten erzwingen, diesmal, indem er das Vieh der Israeliten zurückbehalten will, denn das Vieh der Ägypter war ja durch eine Seuche dahingerafft worden. Auch diesmal lehnt Mose ab, er will mit dem ganzen Volk und all ihrem Besitz abziehen. Der Pharao ist genervt und jagt Mose vom Hof und droht ihm die Todesstrafe an, falls er noch einmal wiederkommt: 2.Mose 10,27-29   *: Aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, daß er sie nicht ziehen lassen wollte.  Und Pharao sprach zu ihm: Gehe weg von mir und hüte dich, daß du nicht mehr vor mein Angesicht kommest; an welchem Tage du vor mein Angesicht kommst, sollst du sterben!  Mose antwortete: Wie du gesagt hast; ich will nicht mehr vor dein Angesicht kommen!

Die zehnte Plage - Erstgeburt: Die zehnte Plage ist ein Ergebnis der Verstockung des Pharaos. Hier ist das Leid des Pharaos so groß, dass er Israel ziehen lässt. Jetzt handelt Gott selbst. Mose muss nichts ankündigen, kein Zeichen geben. Er ist nur noch damit beschäftigt, Israel vor dem Zorngericht Gottes zu retten. Er setzt das Passahfest für Israel ein. 2.Mose 12,11   *: Also sollt ihr es aber essen: Um eure Lenden gegürtet, eure Schuhe an euren Füßen und eure Stäbe in euren Händen, und in Eile sollt ihr es essen; es ist des HERRN Passah. Das Volk soll es feiern, aber dabei bereit sein zum Aufbruch. Es soll eine ewige Ordnung sein: 2.Mose 12,24-27   *: Und ihr sollt diese Verordnung beobachten als eine Satzung, welche dir und deinen Kindern auf ewig gilt!  Und wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, wie er geredet hat, so haltet diesen Dienst.  Und wenn eure Kinder zu euch sagen werden: Was habt ihr da für einen Dienst?  So sollt ihr sagen: Es ist das Passah-Opfer des HERRN, der an den Häusern der Kinder Israel vorüberschritt in Ägypten, als er die Ägypter schlug und unsere Häuser errettete. Und das Volk ist gehorsam: 2.Mose 12,28   *: Da neigte sich das Volk und betete an. Und die Kinder Israel gingen hin und taten solches; wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte, also taten sie. Auch der Pharao gehorcht jetzt, nachdem er seinen Thronfolger verloren hat: 2.Mose 12,31-32   *: Und er berief Mose und Aaron in der Nacht und sprach: Machet euch auf und ziehet aus von meinem Volke, ihr und die Kinder Israel, und gehet hin, dienet dem HERRN, wie ihr gesagt habt!  Nehmet auch eure Schafe und eure Rinder mit euch, wie ihr gesagt habt, und gehet hin und segnet mich auch! Er verhandelt nicht mehr, denn er hat etwas begriffen, er verlangt nach dem Segen Israels. Das ägyptische Volk drängt die Israeliten außer Landes, den sie sind schwer betroffen von all dem und haben nun nur noch Angst: 2.Mose 12,33-37   *: Und die Ägypter drangen sehr in das Volk, daß sie dasselbe eilends aus dem Lande trieben; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes!  Und das Volk trug seinen Teig, ehe er gesäuert war, nämlich ihre Backtröge in ihre Kleider gebunden, auf ihren Achseln.  Und die Kinder Israel taten, wie Mose sagte, und forderten von den Ägyptern silberne und goldene Geschirre und Kleider.  Dazu gab der HERR dem Volke bei den Ägyptern Gunst, daß sie ihrem Begehren willfahrten; und sie beraubten Ägypten.  Also zogen die Kinder Israel aus von Raemses gen Sukkot, bei sechshunderttausend Mann Fußvolk, die Kinder nicht inbegriffen.

Ergebnis: Gott hat hier ganz bestimmte Ziele, die er dem Pharao immer wieder sagt: „auf dass ihr erkennet, daß ich der HERR bin.“ Sechsmal finden wir diesen Satz in den 40 Kapiteln des zweiten Buches Mose. Und trotzdem war der Pharao frei, diesem Gott zu gehorchen und das Unheil von Ägypten abzuwenden. Warum sonst hat Gott die meisten Plagen (1., 2., 5., 7., 8.) dem Pharao vorher angekündigt? Gott spricht von Anfang an davon, dass er das Herz des Pharao verstocken will. Er sagt es bereits bei der Berufung Mose in Midian (Und der HERR sprach zu Mose: Siehe zu, wenn du wieder nach Ägypten kommst, daß du vor dem Pharao alle die Wunder tuest, welche ich in deine Hand gegeben habe. Ich aber will sein Herz verstocken, daß er das Volk nicht wird ziehen lassen. (2.Mose 4,21   *)). Aber damit sagt er ja nicht, dass er das Herz des Pharao von Anfang an verstocken will. Er sagt nur, dass er es im Laufe der Auseinandersetzungen mit dem Pharao tun wird. So ist das Wort in Und der HERR sprach zu Mose: Siehe zu, wenn du wieder nach Ägypten kommst, daß du vor dem Pharao alle die Wunder tuest, welche ich in deine Hand gegeben habe. Ich aber will sein Herz verstocken, daß er das Volk nicht wird ziehen lassen. (2.Mose 4,21   *): „Ich aber will sein Herz verstocken!“ nicht nur Ausdruck des Willens Gottes, sondern zusätzlich ein prophetisches Wort.

Bei der Analyse der Plagen wird dies sehr klar sichtbar:

Bis zur fünften Plage war es der Pharao selbst, der sein Herz verhärtete. Aber dann kommt der Punkt, wo der Pharao «dahingegeben» wird. Dies wurde im Zusammenhang mit der sechsten Plage näher ausgeführt. Dort wurde festgestellt, dass uns immer wiederkehrende, böswillige und gegen Gott und den Heiligen Geist gerichtete Sünde dazu führen kann, dass wir nicht mehr umkehren können, eben «dahingegeben» sind. Dieses Phänomen ist aus der Seelsorge bekannt. Indem der Pharao immer wieder gegen Gott gekämpft hat, ist er an diesem Punkt angekommen, an dem es für ihn kein zurück mehr gab. Bis zur fünften Plage war der Pharao noch in der Lage, dem Gott der Hebräer die Ehre zu geben. Danach setzte dieses «Dahingegeben» ein. Sein Ehrgeiz, sein Stolz als Führer einer Weltmacht, der Gesichtsverlust vor seinen Untergebenen, der Glaube an die ägyptischen Götzen, alles, was in seinem Inneren, seinem Herzen vorging, drängte ihn jetzt, weiterzumachen. Das war der Moment, wo auch Gott die Umkehr des Pharao nicht mehr wollte und sein Herz verstockte.

Also gab es nach der fünften Plage für den Pharao keinen Ausweg mehr? Doch, denn nach der zehnten Plage hat er ja diesen Ausweg gewählt und Israel ziehen lassen. Hätte er auch Buße vor Gott tun können? Ich glaube, dass selbst das möglich gewesen wäre, dass Gott ihn nicht zurückgewiesen hätte, etwa nach dem Motto: „Du hast es überzogen!“ Aber Gott sah, dass er diesen Ausweg nicht beschreiten würde. Und so ist es auch geschehen. Wir erleben hier das Problem, dass Gott die Zukunft kennt und wir deshalb nicht unterscheiden können, ob Gott hier selbst handelt oder nur aus seiner Kenntnis der Zukunft spricht. Wir müssen uns deshalb an seine eigenen Worte halten und können letztlich die Frage nicht endgültig beantworten, ob Gott den Pharao von Anfang an verstockt hat. Fest steht, dass die Bibel differenziert. Einerseits sagt Gott von Anfang an: „Ich will sein Herz verstocken“ Andererseits differenziert die Bibel im Verlauf der Plagen. Wir müssen beide Aspekte im Blick behalten.

Es gibt eine interessant Stelle bei dem Propheten Jesaja, die Jesus zitiert, als er für seine Jünger das Gleichnis vom Sämann auslegt. Dort sagt er: Und er sprach zu ihnen: Euch ist gegeben, das Geheimnis des Reiches Gottes zu erkennen , denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen zuteil,  auf daß sie mit Augen sehen und doch nicht erkennen, und mit Ohren hören und doch nicht verstehen, damit sie nicht etwa umkehren und ihnen vergeben werde. (Markus 4,11-12 *) Er bezieht sich damit auf Und er sprach: Gehe und sprich zu diesem Volk: Höret immerfort und verstehet nicht, sehet immerzu und erkennet nicht!  Verstocke das Herz dieses Volkes, verstopfe ihre Ohren und verblende ihre Augen, daß sie mit ihren Augen nicht sehen, mit ihren Ohren nicht hören, und daß ihr Herz nicht zur Einsicht komme und sich bekehre und Linderung erfahre. (Jesaja 6,9-10 *) Die Aussage Jesu: „... damit sie nicht etwa umkehren und ihnen vergeben werde.“ verschärft ja noch den Text Jesajas; „... dass ihr Herz nicht zur Einsicht komme und sich bekehre und Linderung erfahre.“ Man fragt sich, warum Jesus eine solche Stelle überhaupt zitiert? Ist er nicht gekommen, damit alle Menschen umkehren und ihnen vergeben werde? Ich denke, er zitiert diese Stelle, weil er sich selbst und seinen Vater darin wiedersieht. „Wenn ein Mensch wirklich umkehrt, dann werden wir ihm auch vergeben.“ Wenn hier ein menschlicher Sohn von einem menschlichen Vater reden würde, dann würde ich unterstellen, dass er dabei ein wenig lächelt und sagt: „So ist er halt, mein Vater, im Grunde meint er es gut. Er kann halt nicht anders.“ Im Gleichnis vom verlorenen Sohn macht Jesus dies ebenfalls deutlich. Der Vater freut sich über den Sohn, der aus freien Stücken umkehrt, egal, was vorher war (Lukas 15,11-32 *).

Am Ende sind wir Menschen es immer selbst, die den Weg zu Gott verbauen. Unser Gott ist gnädig. Denn Gott hat die Welt so geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. (Johannes 3,16  *) Selbst Kain hat zu seinem Schutz ein Kainsmal bekommen, nachdem er seinen Bruder Abel erschlagen hat. So gnädig ist unser Gott seit Anfang der Zeit, auch für einen Pharao. Wir machen es uns immer selbst schwer, so wie dieser Pharao, der «dahingegeben» war um seiner Sünden willen.

Die Auswirkungen auf die Menschen

Zunächst die Teile der Liste über die Plagen, die sich auf das ägyptische Volk beziehen:

Plagen
Nummer 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Art der Plage Blut
2.Mose 7,14-25   *
Frösche
2.Mose 8,1-15  *
Mücken
2.Mose 8,16-19   *
Fliegen
2.Mose 8,20-32  *
Viehpest
2.Mose 9,1-7  *
Beulen
2.Mose 9,8-12  *
Hagel
2.Mose 9,13-35   *
Heu-
schrecken
2.Mose 10,1-20   *
Finsternis
2.Mose 10,21-29  *
Erstgeburt
2.Mose 11,1-13,16   *
Ägyptische Zauberer können es auch ja ja nein nein nein Sie werden unrein nein nein nein nein
Gott bietet Schutz gegen die Plage nein nein nein nein nein nein ja nein nein nein
Reaktion der Ägypter graben nach Wasser Beseitigung toter Frösche. Gestank Zauberer: Das ist der Finger Gottes keine Angaben keine Angaben alle hatten Geschwüre keine Angaben Furcht zu Grunde zu gehen: Lass sie ziehen keine Angaben Geschenke an die Israeliten, damit sie gehen
Ökonomische Folgen Fischsterben, Wasserknappheit Frösche in Backtrögen unbekannt unbekannt Großvieh vernichtet öffentliches Leben und Tempeldienste wegen der Geschwüre lahmgelegt alles Vieh auf den Feldern wird vernichtet. Pflanzen und Bäume zerschlagen alles Grün ist vernichtet unbekannt viele tote Kinder
Dauer 7 Tage unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt eine Nacht
Angebot des Pharao an Mose kein Angebot Angebot, das Volk zum Opfern ziehen zu lassen kein Angebot Opfer, aber nur im Lande, max 3 Tagereisen kein Angebot kein Angebot Auszug ohne Vorbehalt kein Angebot, nur vor der Plage ein halbherzuiges Angebot Auszug, aber ohne das Vieh Genehmigung des Auszugs
Sündenerkenntnis des Pharao nein nein, aber bittet Mose um Fürbitte nein nein, aber bittet Mose um Fürbitte nein nein ja, der HERR ist gerecht ja, gegenüber Gott und dem Volk Israel nein nein
Mose betet für den Pharao nein ja nein ja nein nein ja ja nein nein
Plage auch in Gosen ja ja ja nein nein unbekannt nein nein nein nein,
Passah, Blut des Lammes an den Türpfosten
Pharao sieht Wirkung auf Gosen nein nein nein nein ja unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt
Gott droht mit der Vernichtung des ägyptischen Volkes nein nein nein nein nein nein ja nein nein nein

Die Auswirkungen der Plagen müssen für das Volk verheerend gewesen sein. Der biblische Text lässt das nur erahnen. Die erste Plage war noch relativ erträglich: Nach sieben Tagen floss der blutige Nil ab und nach ein paar Tagen kam sauberes Wasser nach und mit ihm wohl auch wieder Fische. Es war eine Machtdemonstration Gottes vor dem ganzen Volk. Es hat die Menschen aber nicht persönlich getroffen, auch wenn eine Wasserknappheit immer ein Problem darstellte. Der stinkende Nil wird ebenfalls ein Problem gewesen sein. Die Bibel berichtet: Aber alle Ägypter gruben um den Fluß her nach Trinkwasser; denn das Nilwasser konnten sie nicht trinken.  Und das währte sieben Tage lang, nachdem der HERR den Fluß geschlagen hatte. (2.Mose 7,24-25  *) Man wusste sich also zu helfen. So hat diese Plage zwar Eindruck gemacht, ging aber relativ schnell vorüber und danach war alles wie vorher. Bereits bei dieser Plage wird aber deutlich, dass auch die Ägypter dies als einen Kampf von Göttern verstanden haben. Statt Mittel und Wege zu suchen, die Plage abzuwenden oder doch wenigstens ihre Folgen zu mindern, ging es ihnen einzig und allein darum zu zeigen, dass sie die gleiche Macht haben wie dieser Mose. Auch sie können Wasser in Blut verwandeln. Damit war die Ehre ihres Pharao, der ja diese ägyptische Götterwelt repräsentierte, wiederhergestellt. Diese Götter sind ebenso stark wie der Gott der Hebräer. Die Plage selbst war daneben zweitrangig, zumindest für den ägyptischen Pharaonenhofstaat.

Die zweite Plage, die Frösche, hatte schon gravierendere Auswirkungen, weil die Frösche in die Häuser und und dort bis in die Backtröge eindrangen, so dass die Versorgung mit Brot gefährdet war. Erstaunlich ist, dass die Zauberer des Pharao auch diese Plage nachmachten, aber sich immer noch nicht damit beschäftigten, den Plagen Einhalt zu gebieten. Sie akzeptierten ganz offenbar die Macht dieses Gottes der Hebräer, zeigten aber, dass ihre Götter ebenso mächtig sind. Für weitergehende Erkenntnisse brauchten sie noch mehr Zeit. Allerdings ist sich der Pharao in diesem Moment nicht mehr so sicher. Er macht dem Volk ein Angebot zu gehen und bittet Mose um Fürbitte für ihn bei dem Gott der Hebräer, einem Gott, über den er beim ersten Auftritt Mose noch gespottet hat: Der Pharao antwortete: Wer ist der HERR, dessen Stimme ich hören soll, um Israel ziehen zu lassen? Ich weiß nichts von dem HERRN, ich will auch Israel nicht ziehen lassen! (2.Mose 5,2  *) Ob er das, was er Mose hier anbot, ernst gemeint hat, muss offen bleiben. Vielleicht meinte er, er könne diesen Gott beeindrucken, wenn er, der große Pharao, Mose um Fürbitte bei dem Gott dieses Hirtenvolkes bitten würde. Bemerkenswert ist, dass Mose den Pharao offenbar ernst nimmt und entsprechend der Bitte des Pharao handelt. Auch Gott nimmt den Pharao ernst, obgleich er weiß, dass der Pharao nicht zu seinem Wort stehen wird. Wir lernen hier etwas über unseren Gott: Er nimmt uns ernst mit dem, was wir in unseren Gebeten vorbringen, auch wenn er unser Versagen, auch das zukünftige Versagen, kennt. Er ist zu uns in die Zeit gekommen und handelt mit uns in der Zeit. Unser Gott beschränkt sich selbst und diese Selbstbeschränkung erfolgt in Christus, der Teil Gottes, der mit uns in der Zeit lebt. Es ist sicher nicht vermessen zu sagen, dass wir hier den präexistenten Gottessohn Jesus Christus erleben.

Gott verschärft die Plagen. In der dritten Plage wird Ägypten von Mücken heimgesucht. Der Pharao bleibt außen vor. Die Plage wird ihm nicht angekündigt. Aaron schlägt auf den Staub und die Mücken kommen. Die Zauberer versuchen es nachzumachen und können es nicht und sie erkennen: „Das ist Gottes Finger!“ Die Zweifingeramulette waren in Ägypten eine beliebte Grabbeigabe, die bei Mumien auf die Wunde gelegt wurden, aus der die inneren Organe des Toten entnommen wurden. Ihnen wurden damit wohl schützende und heilende Wirkung zugeschrieben. Es gibt noch eine weitere Deutung, die Hansjörg Bräumer in der Wuppertaler Studienbibel (Das zweite Buch Mose, Seite 151) wiedergibt. Er beruft sich dabei auf Jacobsen, Strack, Cassuto und Keil und schreibt:

Diese Worte der Wahrsagepriester haben in der ägyptischen Mythologie eine Vorgeschichte. Dort wird berichtet, daß einmal ein Gott gegen einen anderen kämpfte, um die Herrschaft über die ganze Erde zu erringen. Er verwandelte sich in ein Schwein, schlich sich unerkannt an seinen Gegner heran und blendete mit seinem Finger ein Auge seines Gegners. Seitdem hatte die Wendung «Finger Gottes» in der ägyptischen Sprache eine festumrissene Bedeutung. «Finger Gottes» heißt soviel wie «ein Vorzeichen unheilvoller Begebenheiten, deren Ursache man nicht aufdecken konnte und denen man deshalb auch keineswegs vorbeugen konnte.» Im Munde der ägyptischen Zauberer ist die Wendung «Finger Gottes» nicht im monotheistischen Sinne zu verstehen, sie sprechen nur von einer Gottheit, die stärker ist als die, die hinter ihnen steht. Sie sagen nicht, es ist der Finger Jahves, sondern nur, es ist der «Finger Gottes». «Hätten sie den Gott Israels gemeint, so würde Jahve gebraucht sein.» Mit dieser, ihrer Deutung, machen die Wahrsagepriester «die Sprache, welche dies Wunder zu Pharao reden sollte, wirkungslos.»

Folgt man dieser Deutung, so ist immerhin bemerkenswert, dass sie meinen, man könne dieser unheilvollen Begebenheit keineswegs vorbeugen, denn der andere Gott (JHWH, der Gott der Hebräer) ist stärker als die Gottheit, die hinter ihnen steht. Es wäre ein Eingeständnis einer Niederlage. Und es würde auch nicht zu der Bedeutung passen, die man den Amuletten gibt.

Eine ganz andere Sicht bekommt man, wenn man das Wort «Finger Gottes» in der Bibel sucht. Es taucht viermal auf:

2.Mose 8,19  *: Da sprachen die Zauberer zu Pharao: Das ist Gottes Finger! Aber das Herz des Pharao war verstockt, daß er nicht auf sie hörte, wie der HERR gesagt hatte.

2.Mose 31,18 *: Als er mit Mose auf dem Berge Sinai zu Ende geredet hatte, gab er ihm die beiden Tafeln des Zeugnisses; die waren steinern und mit dem Finger Gottes beschrieben.

5.Mose 9,10 *: Da gab mir der HERR die zwei steinernen Tafeln, mit dem Finger Gottes beschrieben, und darauf alle Worte, die der HERR mit euch aus dem Feuer heraus auf dem Berge, am Tage der Versammlung, geredet hat.

Lukas 11,20 *: Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen!

Neben dem Zitat aus der dritten Plage finden wir zweimal Texte, die die Erstellung der zehn Gebote beschreiben. Besonders gravierend ist aber das, was Jesus sagt. Er kennt ganz sicher das, was die Zauberer zu ihrem Pharao gesagt haben. Und er verwendet die gleiche Formulierung, um deutlich zu machen, wie er die Dämonen austreibt: „durch den Finger Gottes“. Hätte Jesus diese Anspielung gemacht, wenn er davon ausgehen müsste, dass sie von Ägyptern genutzt worden ist, um anzuzeigen, dass man hier ein «Vorzeichen unheilvoller Begebenheiten, deren Ursache man nicht aufdecken konnte und denen man deshalb auch keineswegs vorbeugen konnte,» sehen könnte. Dies kann man wohl ausschließen. So gibt es zwei Gründe, die Gewohnheit der Ägypter, ihren Toten Zwei-Finger-Amulette mit ins Grab zu geben, und das Zitat Jesu, die nahelegen, dass wir es hier mit einer respektvollen Aussage der ägyptischen Zauberer zu tun haben. Sicher werden sie nicht gleich zum Monotheismus übergetreten zu sein. Aber die Befürchtung, dass dieser Gott der Hebräer ein starker Gott ist, der nicht unterschätzt werden sollte, diese Befürchtung kann man schon aus den Reden der Zauberer herauslesen. Die Tatsache, dass sie das Zeichen des Aaron nicht nachmachen konnten, war für sie schon ein Schreck, der sie ins Nachdenken gebracht hat. Aber dies ist die einzige Wirkung, die diese Plage erzielt. Der Pharao reagiert nicht, obwohl er doch bei der zweiten Plage sogar schon um Fürbitte für seine Person gebeten hatte und Mose Versprechungen gemacht hat. Aber es ist schon ein Erfolg, dass die Umgebung des Pharao ins Nachdenken kommt. Dies wird sich im weiteren Verlauf noch zeigen. Der Pharao scheint die Überzeugung gewonnen zu haben, dass er mit Zuckerbrot und Peitsche, also Zusagen, die er dann wieder einkassiert, in dieser Krise bestehen kann.

Die weiteren Plagen haben erhebliche Auswirkungen auf die Ägypter, wenn etwa das Großvieh vernichtet wird. Aber da sie Fleisch nur in geringen Mengen essen, hat es die breite Masse wohl weniger betroffen. Für die frommen Ägypter, die den Kult um ihre Götter sehr ernst genommen haben, müssen die Geschwüre, die alle Ägypter unrein gemacht haben, schon ein gravierendes Zeichen gewesen sein, denn der Tempeldienst war in dieser Zeit nicht möglich. Da die Tempel auch soziale Dienste hatten, denn die Ernte wurde über die Tempel verteilt, ist durch die Geschwüre auch die Versorgung der Bevölkerung zumindest beeinträchtigt worden. Viel härter hat die Bevölkerung der Hagel getroffen. Jetzt waren die Feldfrüchte und die Bäume betroffen. Die präzise Darstellung: 2.Mose 9,31-32  *: Es waren aber der Flachs und die Gerste zerschlagen; denn die Gerste hatte Ähren und der Flachs Knospen getrieben.  Aber der Weizen und der Spelt waren nicht zerschlagen; denn die kommen später. zeigt, dass man genau hingeschaut hatte, denn jetzt betraf es wirklich das ganze Volk.

Und so treten die Vertrauten des Pharao bei der achten Plage auch wieder in Erscheinung. Mose kündigt Heuschrecken an, so viele, wie es sie noch nie in Ägypten gegeben hat. Nach dieser Ankündigung ging Mose aus dem Palast. Er wollte nicht mit dem Pharao diskutieren. Die Dinge sollten ihren Lauf nehmen. Es war gefährlich für Mose, zu gehen ohne dass der Pharao ihn entlassen hat. Aber es gibt, zumindest jetzt, noch keine Reaktion des Pharao. Allerdings reagieren seine Oberen. Mose war ja gegangen und so konnten sie offen zum Pharao reden: „Wie lange soll uns dieser zum Fallstrick sein? Lass die Leute gehen, daß sie dem HERRN, ihrem Gott, dienen; merkst du noch nicht, dass Ägypten zugrunde geht?“ Und der Pharao nimmt das ernst, was sein Wesir oder seine Minister ihm sagen. Er ruft Mose und Aaron zurück und verhandelt mit ihnen. Aber immer noch denkt er, er müsse die Forderungen der Hebräer nicht vollständig erfüllen. Und so nimmt die Plage ihren Lauf und auch der verbliebene Rest, Weizen und Spelt, wurde vernichtet. Jetzt knickt der Pharao scheinbar vollends ein: 2.Mose 10,16-19  *: Da ließ der Pharao Mose und Aaron eilends rufen und sprach: Ich habe mich versündigt an dem HERRN, eurem Gott, und an euch.  Und nun vergib mir meine Sünde nur noch diesmal und bittet den HERRN, euren Gott, daß er diesen Tod von mir abwende!  Und er ging hinaus vom Pharao und bat den HERRN.  Da wandte der HERR den Wind, daß er sehr stark aus dem Westen wehte und die Heuschrecken aufhob und sie ins Schilfmeer warf, so daß an allen Orten Ägyptens nicht eine übrig blieb. Nach all den schlechten Erfahrungen, die Mose mit dem Pharao gemacht hat, verhandelte er gar nicht mit ihm, sondern betete zu Gott und bat darum, die Plage zu beenden. Vielleicht erinnerte er sich daran, dass der Herr ihm gesagt hat: darum sage ich dir: Laß meinen Sohn gehen, daß er mir diene; wirst du dich aber weigern, ihn ziehen zu lassen, siehe, so will ich deinen eigenen erstgebornen Sohn erwürgen!» (2.Mose 4,23  *) Nach allem, was er mit Gott bis dahin erlebt hat, war sein Glaube offenbar so gewachsen, dass er glauben konnte, Gott werde es schon richten.

Nach Plage 8, den Heuschrecken, war die Katastrophe für das Volk vollständig. Ihre Lebensgrundlage war zerstört. Der Tierbestand war dezimiert, nur wenig Kleinvieh wird überlebt haben. Aber viel schwerer wog, dass vermutlich die gesamte Ernte des laufenden Jahres vernichtet war und das Volk damit von den wenigen Beständen des vergangenen Jahres leben musste, soweit diese nicht auch durch die Heuschrecken vernichtet worden sind. Und zu alle dem mussten sie erleben, dass Gosen zu einer grünen Insel in Ägypten geworden war.

Die weiteren Plagen brechen über das Volk nur noch herein. Nachdem die Finsternis in der neunten Plage ihnen Angst gemacht hat, hat die zehnte Plage, die jede Familie betroffen hat, zu völliger Verzweiflung geführt. Man kann verstehen, dass nach dem Tod so vieler Kinder die Ägypter die Hebräer nur noch loswerden wollten. Sie erhielten von den Ägyptern Geschenke, damit sie endlich abzogen und das Leid ein Ende hat, wie uns berichtet wird: Und die Ägypter drangen sehr in das Volk, daß sie dasselbe eilends aus dem Lande trieben; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes!  Und das Volk trug seinen Teig, ehe er gesäuert war, nämlich ihre Backtröge in ihre Kleider gebunden, auf ihren Achseln.  Und die Kinder Israel taten, wie Mose sagte, und forderten von den Ägyptern silberne und goldene Geschirre und Kleider.  Dazu gab der HERR dem Volke bei den Ägyptern Gunst, daß sie ihrem Begehren willfahrten; und sie beraubten Ägypten. (2.Mose 12,33-36  *) Ob diese Aktion auch Handel mit einschloss, weil die Israeliten für das, was sie zurückließen, Abstand verlangten, wissen wir nicht, ist aber wahrscheinlich.

Insgesamt kann man feststellen, dass diese Zeit viel Leid und Entbehrung über das ägyptische Volk gebracht hat. Unser Text lässt uns das nur erahnen, weil das Leid einzelner Menschen in der Geschichtsschreibung von jeher wenig interessierte. Die gesamte Ernte eines Jahres war vernichtet, der Nutztierbestand war erheblich dezimiert und auch der Fischbestand wird sich erst langsam wieder erholt haben. Das Wort aus dem Hebräerbrief hat sich an den Ägyptern erfüllt: Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! (Hebräer 10,31   *) Es war ein Mann, der Pharao, der zu stolz war, dem lebendigen Gott zu gehorchen. Ein ganzes Volk musste darunter leiden.

Der Gott des Alten Testamentes, ein schrecklicher Gott?

Das Neue Testament stellt uns Gott als den liebenden Vater vor, etwa wenn Jesus sagt: Denn Gott hat die Welt so geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. (Johannes 3,16   *) oder in den Abschiedsreden: An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten wolle;  denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich liebet und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. (Johannes 16,26-27 *) Der Apostel Johannes beschreibt die Liebe Gottes, indem er Gott den Vater als Inbegriff der Liebe darstellt: Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat; Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. (1.Johannes 4,16 *) Da steht das Wort aus dem Hebräerbrief recht einsam da: Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! (Hebräer 10,31   *)

Im Laufe der Kirchengeschichte sind Menschen daran verzweifelt, weil sie Gott den Vater, den uns Jesus predigt und den Gott des Alten Bundes nicht zusammengebracht haben. Aber die Dinge werden ja noch komplizierter, wenn wir bedenken, dass uns im Alten Testament ebenfalls Jesus begegnet. Der Apostel Paulus schreibt an die Kolosser über Jesus: Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alles ist durch ihn und für ihn geschaffen;  und er ist vor allem, und alles besteht in ihm.  Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei. (Kolosser 1,16-18 *) Und Jesus selbst sagt von sich: Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham ward, bin ich! (Johannes 8,58 *) Im ersten Buch Mose lesen wir über Abraham: Und der HERR erschien ihm bei den Eichen Mamres, da er an der Tür seiner Hütte saß, als der Tag am heißesten war. (1.Mose 18,1 *) Glauben wir wirklich, dass dort Gott, der Vater, von dem Paulus an Timotheus schreibt: Gott, der Vater, „der selige und allein Gewaltige, der König der Könige und der Herr der Herrschenden, der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Lichte wohnt, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; Ihm sei Ehre und ewige Macht! Amen.“ (der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Lichte wohnt, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; Ihm sei Ehre und ewige Macht! Amen. (1.Timotheus 6,16 *)) Dies kann doch nur so verstanden werden, dass es eben nicht Gott, der Vater war, sondern Jesus, dem Abraham dort begegnet ist.

Wir müssen also festhalten, dass wir das Alte Testament nicht einfach abhängen können, denn auch das Alte Testament berichtet über Jesus, auch wenn es selbst blind ist für die Unterscheidung zwischen dem Vater und dem Sohn. Es kennt den Geist Gottes, der schon im zweiten Vers der Bibel genannt wird. Im ersten Vers der Bibel wird Jesus genannt, denn „alles ist durch ihn und für ihn geschaffen“: Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.  Und die Erde war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. (1.Mose 1,1-2 *) Damit ist die Frage, die wir uns gestellt haben, aber nur verschärft worden: Wie passt der Jesus des Neuen Testamentes und der Gott des Alten Testamentes, der vermutlich vielfach, ohne das das Alte Testament das differenzieren kann, Jesus ist, zusammen? Was hat sich geändert, dass wir so große Diskrepanzen feststellen. Da auch das Alte Testament von Jesus spricht, können wir es nicht einfach weglassen, zumal es die Bibel der ersten Gemeinden war, denn das, was das Neue Testament berichtet, geschah ja erst, als Paulus schon überall in der Welt predigte, Gemeinden gründete und Älteste einsetzte.

Wenn wir einmal in die Offenbarung schauen, dann wird uns die Kontinuität deutlich. Am Ende der Zeiten wird es vor dem großen weißen Thron ein Gericht geben: Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden.  Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Throne stehen, und Bücher wurden aufgetan, und ein anderes Buch wurde aufgetan, das ist das Buch des Lebens; und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken.  Und das Meer gab die Toten, die darin waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.  Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod, der Feuersee.  Und wenn jemand nicht im Buche des Lebens eingeschrieben gefunden ward, wurde er in den Feuersee geworfen. (Offenbarung 20,11-15  *) Der Seher Apostel Johannes schaut hier das Ende derer, die nicht im Buche des Lebens stehen, die nicht Teilhaben an dem Erlösungswerk Jesu Christi. Das klingt sehr bedrohlich, denn jetzt leben wir in einer Gnadenzeit. Gott bietet uns Vergebung unserer Schuld an. Er hat, und dies war und ist sicherlich sehr hart für ihn gewesen, seinen Sohn für uns geopfert. Er hat es zugelassen, dass sein Sohn ans Kreuz geschlagen wurde. Mit den Worten des Apostels Johannes: Das wahrhaftige Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen.  Es war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht.  Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.  Allen denen aber, die ihn aufnahmen, gab er Vollmacht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; (Johannes 1,9-12 *) Es gilt das Wort Jesu: Denn Gott hat die Welt so geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.  Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn gerettet werde.  Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. (Johannes 3,16-18  *) Der Apostel Paulus formuliert es ähnlich: denn solches ist gut und angenehm vor Gott unsrem Retter,  welcher will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. (1.Timotheus 2,3-4  *) Jesus sagt: „... damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe ...“ Paulus sagt: „... welcher will, daß alle Menschen gerettet werden ...“ Die einzige Voraussetzung die Jesus nennt, ist der Glaube. Er macht keine weiteren Voraussetzungen, keine Bedingungen, er spricht nicht davon, ob es eine Taufe gegeben hat oder nicht, mit wieviel Wasser diese Taufe erfolgte oder ob es eine Geistestaufe war. Es ist für unser kleinkariertes Wesen kaum auszuhalten, dass hier nicht noch ein paar weitere Bedingungen folgen. Aber es ist auch klar, der Glaube an den auferstandenen Herrn Jesus Christus ist zwingende Voraussetzung. Ansonsten gilt im Blick auf Offenbarung 20,11-15  *: Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! (Hebräer 10,31  *)

Der Pharao hat diesen Kampf gegen Gott bis zum Ende gekämpft und musste einsehen, dass er sich und seinem Volk nur geschadet hat. Das Vergebungswerk Jesu liegt im Alten Testament noch in weiter Ferne. Und die Menschen waren viel tiefer in ihren Aberglauben und in dämonische Machenschaften verstrickt. Die Zukunft wird zeigen, dass auch das Volk Gottes, Israel nicht frei davon war. Das schlägt sich im Alten Testament nieder. Gott wird wieder und wieder herausgefordert, nicht nur von einem Pharao, sondern selbst von seinem eigenen Volk. Gott hat, wie wir im Abschnitt über den Pharao versucht haben zu zeigen, um diesen Pharao gekämpft. Er hat auch immer wieder durch die Propheten um sein eigenes Volk gekämpft. Aber er hat letzlich immer Grenzen gesetzt. Der Pharao musste diese Grenzen erleben, als er seinen Erstgeborenen beerdigt hat. Israel musste es in der assyrischen und in der babylonischen Gefangenschaft erleben. Und jeder einzelne, der heute meint, ohne Jesus auszukommen, wird es erleben müssen.

So bilden Neues und Altes Testament eine Einheit und warnen uns: Irret euch nicht; Gott läßt seiner nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. (Galater 6,7 *)







Bereich Anregungen

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Euer Gott
Sehet, da ist Euer Gott
Ein Versuch, die Handlungsweisen Gottes an Hand biblischer Texte zu zeigen.

Der verstockte Pharao
Lass mein Volk ziehen - Der Kampf Gottes mit dem Pharao
 

Bibelarbeiten
Bibelarbeiten für verschiedene Zielgruppen
Die Faszination des Wortes Gottes

Der verstockte Pharao
Lass mein Volk ziehen - Der Kampf Gottes mit dem Pharao

Die Toten in Christus und das Gericht
Werden die Toten in Christus und die lebend Entrückten noch einem Gericht unterworfen werden

Menschen in der Bibel
Menschen in der Begegnung mit Gott
Die großen Glaubensfrauen und -männer der Bibel - Ihre Stärken und ihre Schwächen

Der verstockte Pharao
Lass mein Volk ziehen - Der Kampf Gottes mit dem Pharao

Pragmatismus und das Reich Gottes
Der Hohepriester Joseph Kaiphas
Die Gotteserfahrungen des Mose und die Grenzen, die Gott setzt  <<   1   2   3   4   5   6   7 


Die in diesem Beitrag zu „Anregungen“ zitierten 49 Bibelstellen:

Bereich Anzahl der Bibelstellen (Zitate) bezogen auf die Verse relativ zum Durchschnitt der Bibel Anteil an allen Zitaten Gesamtzahl der Verse
Bibel   49 0,16 % 100,00 % 100,00 % 31105
Altes Testament   26 0,11 % 71,31 % 53,06 % 23146
AT Geschichtsbücher   25 0,19 % 123,30 % 51,02 % 12871
AT Lehrbücher   0 0,00 % 0,00 % 0,00 % 4785
AT Prophetische Bücher   1 0,02 % 11,56 % 2,04 % 5490
Neues Testament   23 0,29 % 183,44 % 46,94 % 7959
NT Geschichtsbücher   9 0,19 % 119,37 % 18,37 % 4786
NT Lehrbücher   12 0,43 % 275,20 % 24,49 % 2768
NT Prophetisches Buch   2 0,49 % 313,48 % 4,08 % 405
Bücher Anzahl der Bibelstellen (Zitate) bezogen auf die Verse relativ zum Durchschnitt der Bibel Anteil an allen Zitaten Gesamtzahl der Verse
1.Mose ⇧ ↓ 2 0,13 % 82,82 % 4,08 % 1533
2.Mose ⇧ ↓ 20 1,65 % 1 046,65 % 40,82 % 1213
4.Mose ⇧ ↓ 2 0,16 % 98,57 % 4,08 % 1288
5.Mose ⇧ ↓ 1 0,10 % 66,19 % 2,04 % 959
Jesaja ⇧ ↓ 1 0,08 % 49,13 % 2,04 % 1292
Matthäus ⇧ ↓ 1 0,09 % 59,27 % 2,04 % 1071
Markus ⇧ ↓ 2 0,29 % 187,26 % 4,08 % 678
Lukas ⇧ ↓ 2 0,17 % 110,30 % 4,08 % 1151
Johannes ⇧ ↓ 4 0,46 % 288,87 % 8,16 % 879
Römer ⇧ ↓ 4 0,92 % 586,42 % 8,16 % 433
Galater ⇧ ↓ 1 0,67 % 426,04 % 2,04 % 149
Kolosser ⇧ ↓ 1 1,05 % 668,21 % 2,04 % 95
1.Timotheus ⇧ ↓ 2 1,77 % 1 123,53 % 4,08 % 113
Titus ⇧ ↓ 1 2,17 % 1 379,99 % 2,04 % 46
Hebräer ⇧ ↓ 2 0,66 % 419,01 % 4,08 % 303
1.Johannes ⇧ ↓ 1 0,95 % 604,57 % 2,04 % 105
Offenbarung ⇧ ↓ 2 0,49 % 313,48 % 4,08 % 405




49 Bücher werden von den Bibelzitaten nicht erfasst:

Altes Testament:

3.Mose      Josua      Richter      Ruth      1.Samuel      2.Samuel      1.Könige      2.Könige      1.Chronika      2.Chronika      Esra      Nehemia      Esther      Hiob      Psalmen      Sprüche      Prediger      Hohelied      Jeremia      Klagelieder      Hesekiel      Daniel      Hosea      Joel      Amos      Obadja      Jona      Micha      Nahum      Habakuk      Zephanja      Haggai      Sacharja      Maleachi

Neues Testament:

Apostelgeschichte      1.Korinther      2.Korinther      Epheser      Philipper      1.Thessalonicher      2.Thessalonicher      2.Timotheus      Philemon      Jakobus      1.Petrus      2.Petrus      2.Johannes      3.Johannes      Judas

Nr. Bibelstelle Bibeltext
1    ↑ 1.Mose 1,1-2
1
Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.  Und die Erde war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.
2    ↑ 1.Mose 18,1
1
Und der HERR erschien ihm bei den Eichen Mamres, da er an der Tür seiner Hütte saß, als der Tag am heißesten war.
3    ↑ 2.Mose 3,11
1
Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, daß ich zum Pharao gehe, und daß ich die Kinder Israel aus Ägypten führe?
4    ↑ 2.Mose 4,21-23
1   2   3   4   5   6
7
Und der HERR sprach zu Mose: Siehe zu, wenn du wieder nach Ägypten kommst, daß du vor dem Pharao alle die Wunder tuest, welche ich in deine Hand gegeben habe. Ich aber will sein Herz verstocken, daß er das Volk nicht wird ziehen lassen.  Und du sollst zum Pharao sagen: So spricht der HERR: «Israel ist mein erstgeborener Sohn;  darum sage ich dir: Laß meinen Sohn gehen, daß er mir diene; wirst du...
5    ↑ 2.Mose 4,27
1
Und der HERR sprach zu Aaron: Gehe hin, Mose entgegen in die Wüste! Da ging er hin und traf ihn am Berge Gottes und küßte ihn.
6    ↑ 2.Mose 5,1-4
1   2   3   4   5   6
Darnach gingen Mose und Aaron hinein und redeten mit dem Pharao: So spricht der HERR, der Gott Israels: Laß mein Volk ziehen, daß es mir in der Wüste ein Fest halte!  Der Pharao antwortete: Wer ist der HERR, dessen Stimme ich hören soll, um Israel ziehen zu lassen? Ich weiß nichts von dem HERRN, ich will auch Israel nicht ziehen lassen!  Sie sprachen: Der Hebräer Gott ist uns begegnet; wir wollen...
7    ↑ 2.Mose 5,20-6,2
1   2
Und als sie von dem Pharao ausgingen, trafen sie Mose und Aaron an, die dort standen und auf sie warteten.  Da sprachen sie zu ihnen: Der HERR sehe auf euch und richte es, daß ihr uns vor dem Pharao und seinen Knechten verhaßt gemacht und ihnen das Schwert in die Hand gegeben habt, uns zu töten.  Da wandte sich Mose an den HERRN und sprach: Herr, warum lässest du dein Volk so schlecht behandeln?...
8    ↑ 2.Mose 7,1-13
1   2   3   4
Der HERR sprach zu Mose: Siehe zu, ich habe dich dem Pharao zum Gott gesetzt, und dein Bruder Aaron soll dein Prophet sein.  Du sollst alles reden, was ich dir gebieten werde, daß er die Kinder Israel aus seinem Lande ziehen lasse.  Aber ich will das Herz des Pharao verhärten, daß ich viele meiner Zeichen und Wunder tue im Ägyptenland.  Aber der Pharao wird euch nicht hören, so daß ich meine Hand...
9    ↑ 2.Mose 7,14-25
1   2   3   4   5   6
7   8   9   10
Und der HERR sprach zu Mose: Das Herz des Pharao ist hart; er weigert sich, das Volk ziehen zu lassen.  Geh am Morgen hin zum Pharao; siehe, er wird hinaus ans Wasser gehen; tritt ihm entgegen am Gestade des Flusses und nimm den Stab, der zur Schlange geworden, in deine Hand  und sprich zu ihm: Der HERR, der Hebräer Gott, hat mich zu dir gesandt, um dir zu sagen: Laß mein Volk gehen, daß es mir in...
10    ↑ 2.Mose 8,1-15
1   2   3   4   5   6
7   8   9
Der HERR sprach zu Mose: Geh hinein zum Pharao und sprich zu ihm: So spricht der HERR: Laß mein Volk gehen, daß es mir diene!  Weigerst du dich aber, dasselbe ziehen zu lassen, siehe, so will ich alle deine Landmarken mit Fröschen plagen,  daß der Fluß von Fröschen wimmle; die sollen heraufkommen in dein Haus und in deine Schlafkammer und auf dein Bett; auch in die Häuser deiner Knechte, unter dein...
11    ↑ 2.Mose 8,16-19
1   2   3   4   5   6
7   8   9
Da sprach der HERR zu Mose: Sage zu Aaron: Strecke deinen Stab aus und schlage den Staub auf der Erde, daß er in ganz Ägyptenland zu Mücken werde.  Sie taten also. Und Aaron streckte seine Hand aus mit seinem Stabe und schlug in den Staub auf der Erde, und er wurde zu Mücken in ganz Ägyptenland.  Die Zauberer versuchten mit ihrem Beschwören auch Mücken hervorzubringen; aber sie konnten es nicht....
12    ↑ 2.Mose 8,20-32
1   2   3   4   5   6
7   8   9   10   11   12
Da sprach der HERR zu Mose: Mache dich morgen frühe auf und tritt zum Pharao (siehe, er wird ans Wasser gehen!) und sprich zu ihm: So spricht der HERR: Laß mein Volk gehen, daß es mir diene!  Denn wenn du mein Volk nicht ziehen lässest, siehe, so will ich über dich und über deine Knechte und über dein Volk und über deine Häuser Hundsfliegen kommen lassen, daß der Ägypter Häuser und das Feld, darauf...
13    ↑ 2.Mose 9,1-7
1   2   3   4   5   6
7   8   9
Da sprach der HERR zu Mose: Gehe hinein zum Pharao und sprich zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Laß mein Volk gehen, daß es mir diene!  Denn wenn du dich weigerst, sie ziehen zu lassen und sie weiter aufhältst,  siehe, so wird die Hand des HERRN kommen über dein Vieh auf dem Felde, über Pferde, Esel, Kamele, Rinder und Schafe, mit einer sehr schweren Viehseuche.  Und der HERR wird...
14    ↑ 2.Mose 9,8-12
1   2   3   4   5   6
7   8   9
Da sprach der HERR zu Mose und Aaron: Nehmet eure Hände voll Ofenruß, und Mose sprenge ihn vor dem Pharao gen Himmel,  daß er über ganz Ägyptenland stäube und zu Geschwüren werde, die als Blattern aufbrechen an Menschen und Vieh in ganz Ägyptenland.  Da nahmen sie Ofenruß und standen vor dem Pharao, und Mose sprengte ihn gen Himmel. Da wurden Geschwüre daraus, die als Blattern aufbrachen an Menschen...
15    ↑ 2.Mose 9,13-35
1   2   3   4   5   6
7   8   9   10   11   12
13
Da sprach der HERR zu Mose: Mache dich am Morgen früh auf und tritt vor den Pharao und sprich zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Laß mein Volk gehen, daß es mir diene!  Sonst will ich diesmal alle meine Plagen gegen dein Herz richten und gegen deine Knechte und gegen dein Volk, damit du erfahrest, daß auf der ganzen Erde nicht meinesgleichen ist.  Denn ich hätte meine Hand schon ausstrecken...
16    ↑ 2.Mose 10,1-20
1   2   3   4   5   6
7   8   9   10   11   12
13
Da sprach der HERR zu Mose: Gehe zum Pharao, denn ich habe sein und seiner Knechte Herz verstockt, daß ich diese meine Zeichen unter ihnen tue,  und daß du vor den Ohren deiner Kinder und Kindeskinder verkündigest, was ich in Ägypten ausgerichtet und wie ich meine Zeichen unter ihnen bewiesen habe, auf daß ihr erkennet, daß ich der HERR bin.  Also gingen Mose und Aaron zum Pharao und sprachen zu...
17    ↑ 2.Mose 10,21-29
1   2   3   4   5   6
7   8
Und der HERR sprach zu Mose: Strecke deine Hand gen Himmel, daß es im Ägyptenland so finster werde, daß man die Finsternis greifen kann!  Da streckte Mose seine Hand gen Himmel. Und es ward eine dicke Finsternis in ganz Ägyptenland, drei Tage lang,  daß während drei Tagen niemand den andern sah, noch jemand von seinem Platz aufstand. Aber bei allen Kindern Israel war es hell in ihren Wohnungen.  Da...
18    ↑ 2.Mose 11,1-13,16
1   2   3   4   5   6
7   8   9   10   11   12
13   14   15   16
Und der HERR sprach zu Mose: Ich will noch eine Plage über den Pharao und über Ägypten bringen; darnach wird er euch fortziehen lassen; und wenn er euch ziehen läßt, so wird er euch sogar völlig wegtreiben.  So sage nun zum Volk, daß ein jeder von seinem Nächsten und eine jede von ihrer Nachbarin silberne und goldene Geschirre fordere.  Und der HERR gab dem Volke Gunst in den Augen der Ägypter. So...
19    ↑ 2.Mose 13,17-15,21
1   2   3
Als nun der Pharao das Volk gehen ließ, führte sie Gott nicht auf die Straße durch der Philister Land, wiewohl sie die nächste war; denn Gott gedachte, es möchte das Volk gereuen, wenn es Krieg sähe, und möchte wieder nach Ägypten umkehren.  Darum führte Gott das Volk den Umweg durch die Wüste am Schilfmeer. Und die Kinder Israel zogen gerüstet aus Ägypten.  Und Mose nahm die Gebeine Josephs mit...
20    ↑ 2.Mose 31,13
1
Sage den Kindern Israel und sprich: Beobachtet nur ja meine Sabbate! Denn sie sind das Zeichen zwischen mir und euch für alle eure Geschlechter, damit man wisse, daß ich der HERR bin, der euch heiligt.
21    ↑ 2.Mose 31,18
1
Als er mit Mose auf dem Berge Sinai zu Ende geredet hatte, gab er ihm die beiden Tafeln des Zeugnisses; die waren steinern und mit dem Finger Gottes beschrieben.
22    ↑ 2.Mose 32
1
Als aber das Volk sah, daß Mose vom Berg zu kommen verzog, sammelte es sich um Aaron und sprach zu ihm: Auf, mache uns Götter, die uns vorangehen! Denn wir wissen nicht, was diesem Manne Mose widerfahren ist, der uns aus Ägypten geführt hat.  Aaron sprach zu ihnen: Reißet die goldenen Ohrringe ab, die an den Ohren eurer Weiber, eurer Söhne und eurer Töchter sind, und bringet sie zu mir!  Da riß alles...
23    ↑ 4.Mose 12
1   2   3
Mirjam aber und Aaron redeten wider Mose wegen des äthiopischen Weibes, das er genommen hatte; denn er hatte eine Äthiopierin zum Weibe genommen.  Sie sprachen nämlich: Redet denn der HERR allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns?  Und der HERR hörte es. Aber Mose war ein sehr sanftmütiger Mann, sanftmütiger als alle Menschen auf Erden.  Da sprach der HERR plötzlich zu Mose und zu Aaron...
24    ↑ 4.Mose 23,19
1
Gott ist nicht ein Mensch, daß er lüge, noch ein Menschenkind, daß ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und es nicht halten?
25    ↑ 5.Mose 9,10
1
Da gab mir der HERR die zwei steinernen Tafeln, mit dem Finger Gottes beschrieben, und darauf alle Worte, die der HERR mit euch aus dem Feuer heraus auf dem Berge, am Tage der Versammlung, geredet hat.
26    ↑ Jesaja 6,9-10
1
Und er sprach: Gehe und sprich zu diesem Volk: Höret immerfort und verstehet nicht, sehet immerzu und erkennet nicht!  Verstocke das Herz dieses Volkes, verstopfe ihre Ohren und verblende ihre Augen, daß sie mit ihren Augen nicht sehen, mit ihren Ohren nicht hören, und daß ihr Herz nicht zur Einsicht komme und sich bekehre und Linderung erfahre.
27    ↑ Matthäus 12,30-32
1
Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.  Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden.  Und wer ein Wort redet wider des Menschen Sohn, dem wird vergeben werden; wer aber wider den heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, weder in...
28    ↑ Markus 3,28-30
1
Wahrlich, ich sage euch, alle Sünden sollen den Menschenkindern vergeben werden, auch die Lästerungen, womit sie lästern;  wer aber wider den heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist einer ewigen Sünde schuldig.  Denn sie sagten: Er hat einen unreinen Geist.
29    ↑ Markus 4,11-12
1
Und er sprach zu ihnen: Euch ist gegeben, das Geheimnis des Reiches Gottes zu erkennen , denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen zuteil,  auf daß sie mit Augen sehen und doch nicht erkennen, und mit Ohren hören und doch nicht verstehen, damit sie nicht etwa umkehren und ihnen vergeben werde.
30    ↑ Lukas 11,20
1
Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen!
31    ↑ Lukas 15,11-32
1
Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne.  Und der jüngere sprach zum Vater: Gib mir, Vater, den Teil des Vermögens, der mir zufällt! Und er teilte ihnen das Gut.  Und nicht lange darnach packte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste in ein fernes Land, und dort verschleuderte er sein Vermögen mit liederlichem Leben.  Nachdem er aber alles aufgebraucht hatte, kam eine gewaltige Hungersnot...
32    ↑ Johannes 1,9-12
1
Das wahrhaftige Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen.  Es war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht.  Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.  Allen denen aber, die ihn aufnahmen, gab er Vollmacht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben;
33    ↑ Johannes 3,16
1   2   3
Denn Gott hat die Welt so geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
34    ↑ Johannes 8,58
1
Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham ward, bin ich!
35    ↑ Johannes 16,26-27
1
An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten wolle;  denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich liebet und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin.
36    ↑ Römer 1,18-32
1
Es offenbart sich nämlich Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten,  weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen geoffenbart hat;  denn sein unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen,...
37    ↑ Römer 4,25
1
welcher um unserer Übertretungen willen dahingegeben und zu unserer Rechtfertigung auferweckt worden ist.
38    ↑ Römer 8,32
1
Welcher sogar seines eigenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?
39    ↑ Römer 11,29
1
Denn Gottes Gnadengaben und Berufung sind unwiderruflich.
40    ↑ Galater 6,7
1
Irret euch nicht; Gott läßt seiner nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.
41    ↑ Kolosser 1,16-18
1
Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alles ist durch ihn und für ihn geschaffen;  und er ist vor allem, und alles besteht in ihm.  Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem...
42    ↑ 1.Timotheus 2,4
1   2
welcher will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
43    ↑ 1.Timotheus 6,16
1
der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Lichte wohnt, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; Ihm sei Ehre und ewige Macht! Amen.
44    ↑ Titus 2,11-14
1
Denn es ist erschienen die Gnade Gottes, heilsam allen Menschen;  sie nimmt uns in Zucht, damit wir unter Verleugnung des ungöttlichen Wesens und der weltlichen Lüste vernünftig und gerecht und gottselig leben in der jetzigen Weltzeit,  in Erwartung der seligen Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsres Retters Jesus Christus,  der sich selbst für uns dahingegeben hat,...
45    ↑ Hebräer 6,4-6
1
Denn es ist unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und des heiligen Geistes teilhaftig geworden sind  und das gute Wort Gottes, dazu Kräfte der zukünftigen Welt geschmeckt haben,  wenn sie dann abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, während sie sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen!
46    ↑ Hebräer 10,26-31
1   2   3   4
Denn wenn wir freiwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für Sünden kein Opfer mehr übrig,  sondern ein schreckliches Erwarten des Gerichts und Feuereifers, der die Widerspenstigen verzehren wird.  Wenn jemand das Gesetz Moses mißachtet, muß er ohne Barmherzigkeit auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin sterben,  wieviel ärgerer Strafe, meinet ihr,...
47    ↑ 1.Johannes 4,16
1
Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat; Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
48    ↑ Offenbarung 20,11-15
1   2
Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden.  Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Throne stehen, und Bücher wurden aufgetan, und ein anderes Buch wurde aufgetan, das ist das Buch des Lebens; und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben...
49    ↑ Offenbarung 21
1
Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.  Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel herabsteigen von Gott, zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.  Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen...




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